Was haben unsere Soldaten noch in Afghanistan zu suchen?
Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer, sehr geehrte Frau Verteidigungsministerin,
schieben wir einfach mal die CDU-Krise, das Corona-Drama und die Waffenfunktionsprobleme der Bundeswehr beiseite. Betrachten wir nüchtern die Lage in Afghanistan, wo mal unsere Freiheit bereits am Hindukusch verteidigt werden sollte. Eine riesige westliche Militärallianz hat nach dem Terrorakt in NewYork vor 19 Jahren versucht, das Böse, das dort ausgebrütet wurde, auszurotten. Die Erfolge waren nie nachhaltig. Die Allianz der westlichen Willigen schrumpfte von Jahr zu Jahr. Jetzt ziehen sich sogar die Amerikaner zurück. Die Demokratie in Afghanistan ist nie eine gewesen und wird auch keine werden. Die letzte Wahl hat gezeigt, dass dort nichts funktioniert, was es noch rechtfertigt, unsere Soldatinnen und Soldaten dort zu gefährden. 2 Präsidenten behaupten, die letzte Wahl gewonnen zu haben und haben sich aktuell sogar noch vereidigen lassen. Unsere afghanischen Partner verdienen es nicht, weiter militärisch unterstützt zu werden. Und unser amerikanischen „Freunde“ zeigen sich ebenfalls unberechenbar und lassen unsere Bundeswehr im Stich. Reagieren Sie bitte und holen unsere Soldaten zurück! Für jeden Tag, der diese längst überfällige Entscheidung verlängert, tragen Sie die Verantwortung, die Soldatinnen und Soldaten vor Ort aber das Risiko. Das Risiko, einen inzwischen vollkommen sinnlosen Einsatz mit dem Leben zu bezahlen.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
(Der Offene Brief wird heute der Verteidigungsministerin und der SPD-Bundestagsfraktion per E-Mail zugestellt. Sollte es eine Reaktion geben, wird sie an dieser Stelle ebenfalls veröffentlicht).
Veröffentlicht am 11.03.2020
Sozialdemokraten haben viel zu diskutieren
Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader SPD hat zur monatlichen Versammlung eingeladen. Im Gasthaus Pierick ist eine Tagesordnung „abzuarbeiten“, die neben wichtigen parteiinternen Regularien, viel Raum für aktuelle Themen bietet. Sicherlich wird die aktuelle politische Lage in der Kommune, dem Land, dem Bund und in Europa genug Diskussionsstoff bieten. „Das, was an der EU-Außengrenze geschieht, wird mit Zeitverzögerung auch unsere Stadt erreichen“, ist sich ein Vorstandsmitglied sicher. Die Versammlung wird um 18.30 Uhr eröffnet. Mit dem Hinweis, dass Interessenten an der Arbeit der Rhader Sozialdemokraten willkommen sind, schließt Christoph Kopp seine Einladung.
Veröffentlicht am 10.03.2020
Wer tritt für die SPD an?
Laschet mit Spahn, Merz und Röttgen. Die 3 von der CDU, die künftig die Richtung der Christdemokraten vorgeben wollen, haben völlig unterschiedliche Ansätze. Ein klarer Richtungsstreit zeichnet sich ab. Sobald die CDU diese Personalfrage geklärt hat, wird sich der Fokus wieder auf die SPD richten. Wer soll bei der nächsten Bundestagswahl 2021 Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten sein? Auch wenn Walter-Borjans und Esken diese Frage für verfrüht ansehen, wird sie nach dem CDU-Parteitag im April an Dynamik gewinnen. Kein Geringerer als Altkanzler Schröder hat schon mal laut nachgedacht. Neben Olaf Scholz hält er besonders Rolf Mützenich, den Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion und Lars Klingbeil, den Generalsekretär für das Beste, was die SPD zur Zeit auf der männlichen Seite anzubieten hat. Von Franziska Giffey ist nicht nur er überzeugt. Sie will zwar Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden, aber vielleicht werden da die Karten neu gemischt. Gespannt blickt besonders die SPD-Basis zur Parteiführung, wann und wie sie diese Personalie regeln will.
Eigener Bericht - wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 09.03.2020
Der TISA-Brunnen muss da bleiben, wo er ist - Eine persönliche Anmerkung
Tisa von der Schulenburg konvertierte zum katholischen Glauben, trat ins Dorstener Ursulinenkloster ein und wurde zu Schwester Paula. Sie war eine Persönlichkeit und große Künstlerin. Sie war ein Geschenk für unsere Stadt. Und sie beschenkte uns alle fortwährend. Der Brunnen auf dem Markplatz, von ihr gestaltet, gehört dazu. Jetzt wird öffentlich darüber diskutiert, ihn wegen der Restaurierungskosten auszulagern, oder sogar aufzugeben. Die folgende persönliche Stellungnahme wurde der Verwaltung als Positionierung inzwischen zugestellt. Der Wortlaut:
Mit Interesse verfolge ich die Frage, ob der Tisa-Brunnen seinen Standtort wechseln oder sogar aufgegeben werden sollte. Schwester Paula, eine außergewöhnliche Persönlichkeit und Künstlerin, war immer ein Gewinn für unsere Stadt. Die Verleihung des Titels Ehrenbürgerin war mehr als gerechtfertigt. Das, was sie uns als „Erbe“ hinterlassen hat, sollte als Dorstener Verpflichtung, es zu bewahren, angesehen werden. Der Brunnen wurde bewusst zentral aufgestellt. Da sollte er unbedingt bleiben. Gut wäre, die Anregung wurde mehrfach vorgetragen, eine Informationstafel zum Werk Schwester Paulas in direkter Nachbarschaft aufzustellen. Ich glaube, dass unsere Stadt viel mehr als bisher mit Schwester Paula „werben" könnte. Etwas ironisch füge ich hinzu: mehr als mit den Mercaden. Ich hoffe, meine Positionierung bringt Sie davon ab, die aufgeworfene Frage unter dem finanziellen Aspekt zu entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen - Dirk Hartwich
(Ich habe Schwester Paula gekannt und geschätzt. Ihre Großzügigkeit und Aufgeschlossenheit beeindruckt mich bis heute. Ich denke, das empfinden viele Bürgerinnen und Bürger noch ebenso. Ein Appell auch gegen das schnelle Vergessen).
Wir stellen in Kürze das Leben und Wirken der Schwester Paula in weiteren Artikeln vor
Veröffentlicht am 08.03.2020
Lokaler Klimaschutz erfordert verbindliche Vorgaben
Jüngste Baumfällungen in der Stadt haben Fragen aufgeworfen und einige Bürger mobilisiert, nachzufragen. „War das legal? Wollen wir das? Ist das kein Widerspruch zum Klimaschutzpaket der Stadt Dorsten?“ Spontan reagieren die Fraktionen der SPD und Grünen im Dorstener Stadtrat, greifen den Ball auf und stellen einen Antrag, die vor Jahren abgeschaffte Baumschutzsatzung wiedereinzuführen. Natürlich den heutigen Gegebenheiten angepasst. Eine gute Initiative, die aber auch bereits im „Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Dorsten“ 2014 einstimmig verabschiedet wurde. Dem Stadtrat wird empfohlen, die vor 6 Jahren beschlossenen Absichtserklärungen nun Stück für Stück aufzugreifen und umzusetzen.
Eine Erinnerung und Anregung aus Rhade
Veröffentlicht am 07.03.2020