2020 - das Jahr der Wende für die SPD?
Mindestens einmal im Monat treffen sich die Mitglieder und Freunde der Rhader SPD, um sich zu informieren und zu diskutieren. Obwohl der Schwerpunkt regelmäßig die Kommunalpolitik Dorsten ist, spielen Welt-, Europa- und Bundespolitik ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle auf der Tagesordnung. Diesmal, am Donnerstag 14. November, wird es unter anderem um die Lage der eigenen Partei gehen. Die Vorsitzendenwahl der Bundes-SPD geht in die vorletzte Runde. Der Mitgliederentscheid (Stichwahl) im November ist die Grundlage für den Berliner Parteitag im Dezember, auf dem dann die Delegierten abschließend eine Vorsitzenden-Doppelspitze wählen. „Dann kann es im neuen Jahr nur noch aufwärts gehen“, so die Erwartungshaltung sicherlich aller Mitglieder. Auch in Dorsten werden die Karten zur Kommunalwahl 2020 neu gemischt. Am 13. September werden Bürgermeister, Stadtrat, Landrat und Kreistag RE neu gewählt. Die Rhader SPD hat dazu bereits ihre Kandidatinnen/Kandidaten gewählt. Neben denen, die in ihrem Wahlkreis direkt in den Stadtrat gewählt werden, hoffen andere auf einen guten Listenplatz, um so künftig als Ratsfrau oder Ratsherr zu fungieren. Über das Verfahren wird am Donnerstag informiert. Treffpunkt: Gasthaus Pierick, 18.30 Uhr.
Veröffentlicht am 12.11.2019
Nie war der Bezug zur Gegenwart deutlicher zu spüren
Alljährlich wird am 9.November an die schreckliche Pogromnacht 1938 in Deutschland und Dorsten erinnert. Traditionell seit Jahren im Jüdischen Museum. Ein immer wiederkehrendes Ritual? Und damit verzichtbar? Dr. Norbert Reichling, Leiter des Museums, hat in seiner sehr aktuellen und politischen Ansprache den schwierigen Spagat zwischen Gedenken, Mahnung und Aufforderung zur Verteidigung unserer Grundrechte nachhaltig geschafft - und damit verdeutlicht, dass der 9. November mehr ist als ein traditionelles Treffen. Eine hochpolitische Ansprache, die klar machte, dass jetzt viel mehr Zivilcourage aus der Mitte unserer Gesellschaft nötig ist, um die intoleranten Tendenzen und Taten, die nicht mit unseren Grundrechten in Einklang zu bringen sind, einzudämmen. Das war deutlich. Das war dringend nötig. Allein die Tatsache, dass 2019 hier lebende Juden darüber nachdenken (müssen), Deutschland wegen Anfeindungen, Beleidigungen, tätlichen Angriffen ... (frühzeitig) zu verlassen, lässt uns schaudern. Nie wieder! Das war unser Versprechen nach 1945. Es wird Zeit, dass wir diesen Eid unmissverständlich einlösen. Der 9. November und die alljährliche Gedenkstunde im Dorstener Jüdischen Museum helfen uns dabei.
Eigener Bericht
(Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten ist immer einen Besuch wert. Siehe auch www.jwm-dorsten.de)
Veröffentlicht am 11.11.2019
Ein Bücherbus rollte durch Rhade
Gleiche Kulturbedingungen in allen Stadtteilen! Gleiche Chancen für alle Dorstener Bürger! 2 Forderungen, die, von Rhade ausgehend, den Weg in den ulturausschuss der Stadt fanden. Tatsächlich gelang es, die städtische Bibliothek um einen rollenden Bücherbus zu erweitern. Dr. Johannes Backherms, 1988 Beigeordneter für die Bereiche Schule, Kultur, Soziales, Sport und Jugend, lobte als Gast des SPD-Ortsvereins Rhade die örtlichen Kulturinitiativen, um die eingangs aufgeführten Ziele zu erreichen. Der Bücherbus darf als Erfolgsgeschichte für Rhade besonders erwähnt werden, so Backherms. „Kultur muss von unten wachsen und da ist großes
Interesse der jüngeren Generation von großer Wichtigkeit.“. Und weiter: „In keinem Stadtteil Dorstens wird der Bücherbus so gut angenommen wie in Rhade“. Später „zwangen“ die maroden städtischen Finanzen, den rollenden Bücherbus ersatzlos aufzugeben. Bitter für Rhade und den Anspruch, auch kulturell nicht ins Abseits zu geraten.
Veröffentlicht am 10.11.2019
Heute vor 81 Jahren hat Deutschland sein hässlichstes Gesicht gezeigt
9. November 1938. Der Hass, von den Nationalsozialisten geschürt, schlägt in Gewalt und Mord um. Deutsche werden von Deutschen gejagt. Nur weil sie jüdischen Glaubens waren. Auch in Dorsten. Das nicht zu vergessen, gehört zur Pflichtaufgabe aller Demokraten. Auch nach 81 Jahren. Eine Gedenkstunde findet dazu im Dorstener Jüdischen Museum Westfalen, heute um 17 Uhr statt.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 09.11.2019
Und das soll auch so bleiben
Eine Ministerin und Parteivorsitzende soll die Kanzlerin über kurz oder lang ablösen. Die Erwartungen waren groß, die Ernüchterung folgte prompt. Farblos, profillos, hilflos. So die nüchternen Kommentare über Annegret Kramp-Karrenbauer nach ihrer Kür an die Spitze der CDU. Und dann die nächste Beförderung zur Verteidigungsministerin. Mit einer „militärischen“ Grundsatzrede versuchte sie nun Profil zu gewinnen. Obwohl ihr Ministerium den Namen VERTEIDIGUNG trägt, will sie mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr. Was sie gewonnen hat, ist mediale Aufmerksamkeit, aber überwiegend auch Verständnislosigkeit. Nicht einmal in der Koalition hat sie ihre Idee vorgetragen. So geht das nicht. Unsere Freiheit wird nicht am Hindukusch oder sonst wo verteidigt. Der Preis, den Soldaten für solche Einsätze in der Regel zahlen, ist nicht zu rechtfertigen und schon gar nicht zu verantworten. Oder hat sich in Afghanistan etwas geändert? Es wird Zeit, dass die Grundsatzdebatte über die zukünftige Aufgabe der Bundeswehr im Parlament geführt wird. Und nicht einer Politikerin überlassen wird, die kramp(f)haft nach Themen sucht.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 09.11.2019