Das Rhader Orchester in Aktion. Foto privat Allgemein Musik liegt in der Luft - in Rhade

Neujahrskonzerte begeistern

Wenn im Januar die Musikerinnen und Musiker der Rhader Schützenkapelle zu ihren 2 Neujahrskonzerten einladen, ist die Vorfreude auf das Kommende mit den Händen zu greifen. Und alle Plätze sind im Nu ausverkauft. Wer es nicht selbst gehört und gesehen hat, was die Rhader Musiker präsentieren, hält die begeisterten Kommentare für Übertreibung. Damit liegen er oder sie aber völlig daneben. Allein das zu Beginn aufspielende Jugendorchester verzaubert im wahrsten Sinne des Wortes die Zuhörer. Manche Träne vor Rührung wird schon mal verstohlen weggewischt. Und dann das „Große Orchester“. An dieser Stelle ist bereits mehrfach geschrieben worden, dass der schlichte Name „Schützenkapelle“, von der man überwiegend schmissige Marschmusik erwartet, eigentlich überholt ist. Bleiben wir bei den Rhader Orchestern. Unglaublich mit welcher Spielfreude beide die Zuhörer in die weite Welt der Musik mitnehmen. Während das Wiener Neujahrskonzert als MUSS für viele Fernsehzuschauer gilt, können die Rhaderinnen und Rhader LIVE vor Ort dabei sein. Ein großer Dank gilt den Musikerinnen und Musikern und allen die jährlich dazu beitragen, dass die Neujahrskonzerte in unserem Ort ein grandioser Kulturbaustein genannt werden dürfen. Das neue Jahr 2020 hätte besser nicht beginnen können.

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 06.01.2020

 

Bundespolitik Sicherheitspolitik – das Spiel mit dem Feuer

AKK und ihre gefährlichen Gedankenspiele

 

Deutschland ist NATO-Mitglied. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Das wichtigste Versprechen der 29 Vertragspartner lautet, dass alle das Land verteidigen müssen, das angegriffen wird. (Art. 5 – siehe unten). Eigentlich eindeutig. Seit Jahren werden aber die „Grenzen des Einsatzgebietes“  nach außen verschoben. Wenn die Amerikaner sich z. B. am Hindukusch angegriffen fühlen, oder die Franzosen in Mali, dann wird Solidarität der übrigen Mitglieder eingefordert. Und Deutschland will ja unbedingt in der außenpolitischen Champions League „mitspielen“. Also wird unsere Bundeswehr auf- und angefordert, mitzukämpfen. Bei der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird das Gefühl immer stärker, dass sie händeringend nach Profilierungsthemen sucht. Gestern wollte sie noch Zeichen an der Grenze Syrien/Türkei setzen, heute in Mali und morgen? Es wird Zeit, dass der Bundestag eine Grundsatzdebatte über die NATO, deren Mitglieder und unser Selbstverständnis führt. Am Ende muss ein Beschluss stehen, der Deutschland nicht zwingt, aus falsch verstandener Solidarität in Kriege außerhalb des NATO-Geltungsbereiches hineingezogen zu werden. Die Türkei ist übrigens auch „unser“ NATO-Partner. Ein Blick nach Syrien und jetzt Libyen reicht, um sich zu distanzieren.

 

Sonntagsgedanken aus Rhade

 

Der Vertragstext:

Veröffentlicht am 05.01.2020

 

Stadtentwicklung Rhade: Wer etwas erreichen will, hat Ziele!

Was bisher Stückwerk war, muss sich zum Ganzen fügen

 

Nun soll nach der Stadt, auch der ländliche Raum zukunftsfähig gemacht werden. Dazu gibt es Fördermittel des Landes und den Aufruf zur Bürgerbeteiligung. Wieder einmal, könnte kritisch angemerkt werden. Aber orientieren wir uns an der Überschrift dieses Textbeitrages. An 3 Beispielen soll aufgezeigt werden, wo und wie künftig zu Ende gedacht und gehandelt werden muss: Es macht wenig Sinn, nur einen „Zebrastreifen“ aufzumalen, wenn kein Gesamt-Verkehrskonzept für Rhade erarbeitet wird. Es macht wenig Sinn, nur stolz einen Bebauungsplan zu vermarkten, anstatt ihn auch mit einem zeitgemäßen Energiekonzept zu versehen. Es macht wenig Sinn, immer wieder über die drängende Rhader Dorfentwicklung zu reden, ohne die gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen. Rhade hat bereits ein hervorragendes Gesamtkonzept – den Rhader Rahmenplan. Die Empfehlung lautet, nicht wieder das Rad neu zu erfinden, sondern den hervorragenden Rhader Entwicklungsplan gemeinsam mit interessierten Bürgern zu aktualisieren – und zeitnah auch umzusetzen! Nur wer diese klaren Ziele hat, wird auch etwas erreichen. Wer sich mit Stückwerk zufrieden gibt, wird am Ende Enttäuschung ernten.

 

Ein Rhader Appell zum Jahresanfang 2020

Veröffentlicht am 04.01.2020

 

Stadtentwicklung Rhade und der Naturpark Hohe Mark werben für unsere Region

Radverbindung Rhade-Lippe

Es ist nicht leicht, sich unter den vielen attraktiven Zielen im Naturpark Hohe Mark zu positionieren. Rhade, seit 1975 ein Stadtteil Dorstens und mehr als 800 Jahre alt, will es jetzt aber wissen: Ein Blick auf alle Radwanderkarten zeigt, dass neben der attraktiven „100-Schlösser-Route“ auch die „Naturpark Hohe Mark Radroute“ Rhade führt. 12 Kilometer weiter südlich verläuft die „Römer-Lippe-Route“. Diese Potential möchte sich Rhade nun zunutzen machen! Der Arbeitskreis Infrastruktur des Bürgerforums Rhade hatte die Idee eine Radwegeverbindung zwischen den genannten Fernradwegen anzulegen, die mitten durch das vogelreiche sanfte Wiesengelände – und durch Rhade – führt. Inzwischen wurde der Verbindungsradweg vom genannten Arbeitskreis ausgearbeitet und eine Schutzhütte für Radwanderer mit Unterstützung von VITAL.NRW, dem Naturpark Hohe Mark und der Stadt Dorsten in Eigenregie errichtet. Neben der Schutzhütte sind inzwischen Informationstafeln aufgestellt worden, die motivieren, auch in Rhade eine Rast einzulegen. Vorbei an Storchennestern und Wasserblanken führt der Weg von Rhade nach Deuten mit seiner denkmalgeschützten Wassermühle, die immer einen Zwischenstopp wert ist. Bevor die Römer-Lippe-Route erreicht wird, besticht das Naturschutzgebiet Hervester Bruch mit seinen Wasserflächen, Heckrindern, und einer nie erwarteten breit gefächerten Vogelwelt. Neugierig geworden? Dann rauf aufs Rad und Rhade als Ausgangspunkt einer spannenden Tour ansteuern. Rhade ist auch mit dem Zug zu erreichen. Direkt am örtlichen kleinen Bahnhof kann in ein weitverzweigtes Radwegenetz eingestiegen werden. Ein besonders attraktives Freizeit- und Informationsangebot hat hier ebenfalls seinen Ausgangspunkt. Unter dem plattdeutschen Begriff „Tour de Buur“ können neun spannende Themenrouten vorab gebucht und dann erkundet werden, auf denen sich die heimische Landwirtschaft mal ganz anders präsentiert. Der Naturpark Hohe Mark, einer der größten Naturparks in NRW, wird nicht selten als Schmuckstück beschrieben. Eine Perle darin trägt den Namen Rhade.

Informationen: 

Stadtinfo Dorsten: www.stadtinfo-dorsten.de

Naturpark Hohe Mark: www.naturpark-hohe-mark.de

Tour de Buur: www.tour-de-buur.de

Veröffentlicht am 03.01.2020

 

Allgemein Schwester Johanna (1926 - 2019) – eine persönliche Erinnerung

In Dorsten hat es über 40 Jahre gedauert, die kurze, aber schreckliche und mörderische  NSDAP-Zeit vor der eigenen Haustür aufzuarbeiten. Ein Journalist und ein SPD-Ratsmitglied aus Rhade haben anfangs nachgefragt, recherchiert und die Geschichte dokumentiert. „Dorsten unterm Hakenkreuz“*), so der Titel mehrerer Bücher, die um 1980 und in den Folgejahren die Lippestadt bewegten. Die Idee der Forschungsgruppe bestand anfangs darin, insbesondere auch mit Schülerinnen und Schülern zusammenzuarbeiten, um mit ihnen das (Ver)Schweigen der Eltern- und Großelterngeneration in unserer Stadt endlich aufzubrechen. Erfolgreich, wie wir heute wissen. Anfangs überwogen Skepsis, Ablehnung und auch Angst, dass die engagierten „Heimatforscher“ nicht seriös und fair über den dunklen Geschichtsfleck der Lippestadt berichten würden. Eine, die ganz unerschrocken, offen und offensiv auf die bereits agierende Dorstener Geschichtsgruppe zuging, mitarbeitete und eigene Zeichen setze, war Schwester Johanna Eichmann. Einmal lud sie unser Team, das sich mehrmals im Monat an wechselnden Orten traf, in das Lehrerzimmer des St.- Ursula-Gymnasiums ein, um als Gastgeberin zu fungieren.  Fröhlich und unkompliziert öffnete sie zu Beginn erst einmal eine Flasche Wein, um dann gemeinsam mit uns über die erforschten Ergebnisse zu diskutieren. Für mich war es völlig ungewöhnlich, mit einer Ordensfrau, Schulleiterin und Opfer der NS-Zeit so selbstverständlich und partnerschaftlich zu diskutieren. Ihre Sprache war sehr gewählt, ohne unnatürlich zu wirken. „Immer druckreif“, wäre die korrekte Beschreibung. Sie half der Forschungsgruppe durch ihre Persönlichkeit, mit uns gemeinsam die Lippestadtgeschichte seriös und nachhaltig aufzuarbeiten. Eine starke Frau bleibt in meiner Erinnerung. Eine, die Vorbildcharakter hat.

Dirk Hartwich

 

*) www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

Veröffentlicht am 02.01.2020

 

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