Schultes Hof in Rhade – kein Geheimtipp mehr
Wo ist denn hier Schultes Hof? Eine Frage, die Rhadern auf der Straße nicht selten gestellt wird. Inzwischen hat Schultes Hof, zwischen Debbing- und Erler Straße gelegen, nämlich einen Bekanntheitsgrad, der die Dorstener Stadtgrenze locker überschreitet. Heiner Schulte, der Rhader Biobauer, hat mit seiner Frau erkannt, dass Landwirtschaft neue Wege gehen muss. Obwohl dank der Chemie immer mehr auf gleicher Fläche produziert werden kann, gehen Biolandwirte einen anderen Weg. Und der heißt ganz schlicht: Soviel Natur wie möglich. Das gilt auf dem Acker, wie auch im Stall. Ein Renner sind die Bio-Eier, die inzwischen auch im örtlichen Supermarkt angeboten werden. Für alle sichtbar, laufen die Legehühner auf mehreren Rhader Wiesenflächen frei herum. Ein beweglicher Stall sorgt dafür, dass das Federvieh, das sich immer nahe des Hühnerhauses aufhält, auf noch nicht genutzten Flächen scharren und fressen kann. So gestärkt legen sie dann fast täglich ein Ei, dass zwar teurer ist als das der Konkurrenz aus der Intensivhaltung, aber deutlich besser schmeckt. Da neben den Eiern auch andere Bio-Produkte wie Äpfel und Kartoffeln von Heiner Schulte vor Ort „produziert“ und vermarktet werden, hat Rhade einen besonders guten Ruf unter der steigenden Zahl von gesundheitsbewussten Verbrauchern. Ein positiver Standortfaktor, der ausbaufähig ist.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 08.11.2019
Wenn Fußballweisheit Parteipolitik trifft
Halbzeit. Die Spieler sitzen mit hängenden Köpfen in der Kabine und hören dem Trainer zu. Er lobt, kritisiert zurückhaltend die manchmal fehlende Einstellung zum absoluten Siegeswillen und gibt Hinweise für die 2. Hälfte. Noch ist nichts verloren. Noch kann die Mannschaft das Spiel aus eigener Kraft drehen. Die Pfiffe von den Rängen haben die Spieler tief getroffen. Hoffentlich aber auch wachgerüttelt. Aber auch der Trainer muss liefern. Ergebnisse der Vergangenheit reichen nicht aus, um auch in Zukunft ganz oben mitzuspielen. Die Fans erwarten ein Spielsystem, das erfolgreich ist und die Zuschauer mitnimmt.
Der Leser hat sicherlich schon bemerkt, dass es sich nicht um einen Bericht aus dem Fußballstadion handelt, sondern um den aus dem Berliner Kanzleramt. Tatsächlich können die Regierungsmitglieder vorweisen, schon 2/3 aller selbst gestellten Aufgaben, die im Koalitionsvertrag dokumentiert sind, erledigt zu haben. Eine aktuelle Bertelsmann-Studie bestätigt, dass die GroKo, von CDU/SPD/CSU gebildet, besser als ihr Ruf sei. Also doch, alles gut? Ja aber …, so die Kommentatoren und die total verunsicherten Parteimitglieder. Ja aber reicht aber nicht, um mit Panikbeschlüssen die GroKo mitten in der Legislaturperiode platzen zu lassen. „Ein Spiel dauert immer 90 Minuten“, so die knappe Fußballweisheit. Und eine Legislaturperiode mindestens 4 Jahre. Besonders die SPD ist gut beraten, sich jetzt in erster Linie auf die Neuausrichtung der Partei zu konzentrieren. Ob allein dazu Kondition und Taktik reichen? Es wäre so wichtig für das Land, die Demokratie und die SPD.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 07.11.2019
Gemeinsames Nachdenken zeigt neue Wege auf
Eine Zwischenbilanz nach 4 Jahren „Bürgerforum Rhade“ zu ziehen, war gut, hilfreich und notwendig. Und so erarbeiteten am Montagabend die ca. 50 anwesenden Bürgerinnen und Bürger viele neue Ideen, was noch besser und was noch effektiver sein könnte. Aber auch Selbstkritik war an den 4 Arbeitstischen kein Fremdwort. In wechselnder Besetzung wurde hier diskutiert, notiert und zusammengefasst. Joachim Thiehoff, Ehrenamtsbeauftragter der Verwaltung, der die Moderation des Abends übernommen hat, zeigte sich sehr zufrieden über das Rhader Engagement. Und nun heißt es für das ehrenamtliche arbeitende Rhader Organisationsteam, an die Auswertung der Anregungen zu gehen. Eine nicht einfache Aufgabe, die sehr viel Fingerspitzengefühl erfordert. Ein Ziel, das wie ein roter Faden am Abend an allen Tischen gesponnen wurde, war, das Verteilen der Bürgerarbeit auf mehrere Schultern. Klar ist nämlich, dass die guten Ideen nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn sich mehr Rhaderinnen und Rhader als bisher bereit erklären, mitzumachen. Die positive Grundstimmung im Carola Martius-Haus lässt hoffen, dass das gelingen kann.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 06.11.2019
Immer mehr Kommunen sprechen sich für die Abschaffung der Beiträge aus
Derzeit herrscht Chaos in der kommunalen Landschaft, das diese Landesregierung zu verantworten hat. Der Verkehrsminister fordert in seiner Funktion als Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU die Abschaffung der Beiträge. Dahingegen tut der Finanzminister diese Äußerungen lediglich als „willkommene Debattenbeiträge“ ab. Und die zuständige Kommunalministerin will die Bürgerinnen und Bürger mit einer Beruhigungspille ruhig stellen. Zahlreiche CDU- und FDP-Abgeordnete laufen durchs Land und versprechen Abhilfe und Verbesserungen.
Währenddessen bleiben die Menschen und Kommunen in NRW verunsichert zurück. Das Zeitspiel der Landesregierung bringt die Kommunen zunehmend in Schwierigkeiten, denn vor Ort muss man mit der Frage der Beiträge konkret umgehen.
Zahlreiche Kommunen haben Moratorien für die Veranlagung beschlossen oder Maßnahmen, für die Beiträge zu erheben wären, verschoben und warten auf eine Entscheidung aus Düsseldorf. In dieser Zeit vergrößert sich der Sanierungsstau und die Gefahr von weiteren Steigerungen der Baukosten wird größer.
Das führt dazu, dass über 50 Kommunen unterschiedlichster Größe in ganz NRW Resolutionen für die Abschaffung der Beiträge beschlossen haben. Häufig wurden die Resolutionen von CDU oder FDP eingebracht. Die Resolutionen wurden meistens einstimmig verabschiedet.
Übernommen von SPD - NRW - Fraktion
Aus Rhade lautet die zentrale Frage heute: Wird die CDU/FDP-Regierung den Bürgerargumenten folgen oder weiter nach dem Motto handeln „Augen zu und durch“?
Veröffentlicht am 05.11.2019
Bürgerforum lädt ein - jeder kann mitmachen
Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft von Rhade. Unseren Lebensmittelpunkt. Aber auch um den unserer Kinder. Also sollten wir mit anpacken. Nie war mehr direkte Bürgerbeteiligung möglich als heute. Die Rhader SPD darf sich selbstbewusst auf ihre Fahnen schreiben, daran viele Jahre hartnäckig gearbeitet zu haben. Heute ist aber keine Parteipolitik gefragt, sondern gesellschaftliches Engegement. Carola Martius-Haus, 19.30 Uhr
Veröffentlicht am 04.11.2019