Fridays on future-Bewegung ist hochpolitisch und vorbildlich
Wir essen zu viel Fleisch, wir trinken zu viel Alkohol, wir sind übergewichtig, wir machen das Klima kaputt – wir müssen uns ändern. Diejenigen, die schon verstanden haben, müssen jetzt den anderen helfen, zu verstehen. Es ist tatsächlich ein ständig größer werdender Teil unserer jungen Menschen, die sich inzwischen vorbildlich verhalten. Sie gehen auf die Straße, um laut und unüberhörbar für ihre Zukunft zu kämpfen. Renommierte Wissenschaftler untermauern die gestellten Forderungen ohne jeden Abstrich.
- Obwohl wir wissen, dass zuviel Fleisch nicht gesünder macht und die Massentierhaltung weder gut für die Tiere und das Klima sind, verhalten wir uns in Mehrheit noch anders
- Obwohl wir wissen, dass zuviel Alkohol dauerhaft krank macht, verhalten wir uns in Mehrheit ganz anders und lassen sogar Werbeveranstaltungen „pro Alkohol“ in unserer Stadt (fast) kritiklos zu
- Obwohl wir wissen, dass der Individualverkehr das Klima besonders schädigt, setzen wir in Mehrheit weiter auf größere Autos und vernachlässigen den öffentlichen Bahn- und Busbetrieb
Lassen wir heute den erhobenen Zeigefinger weg, plädieren für mehr Vernunft, unterstützen unsere Jugend die verstanden hat und „zwingen“ alle demokratischen Parteien, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass eine alternativlose Kehrtwende zur Rettung unseres Blauen Planeten (endlich) eingeleitet wird. In Rhade, in Dorsten und in unserem ganzen Land.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 10.08.2019
Da muss politisch gegengesteuert werden
- Warum werden Menschen im Krankheitsfall besser und schneller behandelt, nur weil sie ein dickeres Bankkonto haben?
- Warum können Kinder auf Privatschulen Bildungsvorteile erhalten, nur weil deren Eltern Besserverdiener sind?
- Warum erhalten nicht alle den gleichen Lohn für gleiche Arbeit, nur weil sie weiblich sind?
- Warum müssen sich Fahrgäste in der 2. Klasse der Bahn knubbeln oder stehen, wenn die Abteile der ersten Klasse weitgehend unbesetzt sind?
- Warum werden gut situierten Bankkunden zusätzlich Steuersparmodelle „verkauft“, obwohl sie das nicht nötig haben?
- Warum, warum, warum …
Wer sein Gerechtigkeitsgefühl noch nicht verloren hat, wird Verständnis dafür haben, dass diese Fragen gestellt werden. Wer mit offenen Augen durch die Welt, in diesem Fall durch Deutschland geht, sieht, dass eine Zweiklassengesellschaft Stück für Stück wächst. Anders ausgedrückt: Die Schere zwischen denen, die sich (fast) alles leisten können und denen, die abgehängt wurden, geht weiter auseinander. Das ist ungerecht. Das kann nur politisch geändert werden. Das ist eine vordringliche Aufgabe für die SPD. Unterstützen wir sie doch einfach dabei.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 09.08.2019
Ein Baum, der unseren Namen trägt …
Der Obsthain im Dorstener Bürgerpark Maria-Lindenhof ist immer einen Besuch wert. Und zwar für Bürger aus allen 11 Stadtteilen der Lippestadt und die unserer internationalen Partnerstädte. Hier können sie sehen, wie Dorsten symbolisch weiter zusammenwächst. So war es bei der Pflanzaktion geplant, so wurde es mit großer Beteiligung bei einem Sternlauf versprochen und umgesetzt. Dass es zwischenzeitlich Irritationen wegen mangelnder Pflege gab, ist Geschichte. Die Verwaltung reagierte sofort auf einen entsprechenden Rhader Hinweis und wurde aktiv. Heute zeigt sich der Obsthain von seiner besten Seite. Rhade wächst prächtig und seine Nachbarn wie, Altstadt, Hervest, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte, Feldmark, Lembeck, usw., auch.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 08.08.2019
Angela Merkel und weitere EU-Regierungschefs werden vor dem EU-Gerichtshof verklagt
Seit 2014 sind im „himmelblauen“ Mittelmeer mehr als 18.000 (!) Menschen ertrunken. Fast ausschließlich Flüchtlinge. Ein griechischer Karikaturist hat die Wasserfarbe daher von blau in rot getauscht. Mehr Bitternis und Verzweiflung über das kollektive Wegsehen geht fast nicht. Nun hat ein israelischer Anwalt nach 3jähriger Recherche gehandelt und Klage gegen die EU in Den Haag eingereicht. „Es handelt sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit und um keine Naturkatastrophe“, so lässt sich in Kurzform seine Klage zusammenfassen. Das Besondere an der Klage ist, dass sich die EU-Regierungschefs bis heute mitschuldig machen und daher zur Verantwortung gezogen werden müssen. Sie haben die eigene Seenotrettung eingestellt und sie mit Millionenbeträgen der korrupten libyschen Küstenwache übertragen. Flüchtlinge werden so nicht gerettet, sondern in den Tod auf See geschickt oder in Lagern auf entsetzliche Art und Weise eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt und umgebracht. Das wissen wir und schweigen trotzdem. So wie die angeklagten Regierungschefs. Ob die Klage beim Internationalen Strafgerichtshof zugelassen wird, ist noch offen. Der israelische Rechtsanwalt hat aber mit seinem Engagement erreicht, dass die täglichen Tragödien im Mittelmeer nicht gänzlich durch Wegsehen verdrängt werden können und dürfen.
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT - Berichts vom 1. August 2019 „Diese Politik ist ein Verbrechen“
Anmerkung: Dem griechischen Karikaturisten Michael Kountouris wurde vor ca. 3 Jahren eine bemerkenswerte Ausstellung in der Galerie Fiftyfifty, Düsseldorf gewidmet. Fiftyfifty ist eine Obdachlosenorganisation mit beeindruckendem Engagement. Sie ist absolut unterstützenswert. Siehe auch www.fiftyfifty.de
Veröffentlicht am 07.08.2019
Langjähriger Bürgermeister Lütkenhorst zeigt sich frustriert und enttäuscht
Was ist los im Rathaus? Personalentscheidungen werfen Fragen nach dem Führungsstil des ersten Bürgers der Stadt auf. Nach der umstrittenen Entscheidung, auf den Platz des 1. Beigeordneten eine Newcomerin wählen zu lassen, statt dem langjährigen Technischen Dezernenten, nun ein weiterer Paukenschlag. Lambert Lütkenhorst, von 1999 bis 2014 allseits geachteter und respektierter Bürgermeister, legt nach und nach seine ehrenamtlichen Ämter für die Lippestadt nieder. Nicht aus Altersgründen, sondern aus Frust. Seine Äußerung gegenüber der Dorstener Zeitung, „hatte nicht mehr das Gefühl, dass Stadt und Windor noch Vertrauen zu mir haben“, spricht Bände. Tobias Stockhoff hat es als Bürgermeisternachfolger anscheinend nicht vermocht, oder nicht gewollt, die positive Erfahrung des Altbürgermeisters in einen Mehrwert für die Stadt umzuwandeln. Ein großer Fehler, so nicht wenige Beobachter innerhalb der Parteien, des Rathauses und der Bevölkerung. Die öffentliche Diskussion über die Personalführungsqualitäten des noch amtierenden Bürgermeisters ist eröffnet.
Eigener Beitrag auf Grundlage der Berichterstattung in der DZ am 5. August 2019 „Paukenschlag bei der DWG - Aufsichtsratsvorsitzender tritt zurück“
Veröffentlicht am 06.08.2019