Kommunalpolitik Dorsten - Nicht alles rosarot zeichnen

Bürger wehren sich

 

Leserbriefe in einer Zeitung sind häufig ein Indiz für entstehende oder wachsende Unzufriedenheit der Bürger. Das ist jetzt auch wieder in Dorsten zu beobachten. Leserbriefe bringen manchmal etwas kurz und knapp auf den Punkt, wofür eine Rathausverwaltung und ihr Bürgermeister, wenn überhaupt, viele Worte benötigen. Hier sind ausschließlich Leserbriefe gemeint, die neben dem beschriebenen Problem nicht nur das Eigeninteresse, sondern auch das Gemeinwohl berücksichtigen. Zwei Beispiele:

  • Die ungerechten Straßenausbaubeiträge müssen abgeschafft werden. Nicht ein Workshop, wie von der Verwaltung vorgesehen, ändert etwas an der Ungerechtigkeit, sondern eine klare Positionierung
  • Lokaler Klimaschutz und Schotterbeete schließen sich aus. Statt drum herum zu reden, muss vor der eigenen Haustür (Windor) gekehrt werden. Sprich: Schotter raus, Blühstreifen rein. 

In den letzten Monaten ist klar zu erkennen, dass die Bemühungen der Verwaltung, die Bürgerinnen und Bürger aktiv zu beteiligen, an ihre Grenzen kommen. Und zwar immer dann, wenn die Bürgermeinung sich einfach nicht mit der des Bürgermeisters und seiner Verwaltung decken lassen will. Und dann wird auch schon mal unmissverständlich gezeigt, wer am längeren Hebel sitzt. Und dann bekommt das gerne gezeichnete rosarote Bild dunkle Flecken.

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 10.05.2019

 

Ortsverein Heute: SPD-Rhade trifft sich

EUROPAWAHL im Mittelpunkt der Diskussion

Es gibt viele kommunale Themen, die für die Mitglieder der Rhader SPD wichtig sind, beispielhaft sei hier die Diskussion über die umstrittenen Straßenbaubeiträge genannt. Sie werden aber alle aktuell deutlich überlagert von der kurz bevorstehenden Europawahl. Am 26. Mai muss nämlich, so der Wunsch der Rhader Sozialdemokraten, ein deutliches Zeichen pro Europa und wider den Rechtsruck gesetzt werden. Beunruhigend ist, so der geplante Einstiegt in die Diskussion, dass nach einer Studie der Bertelsmannstiftung, besonders die Rechtsparteien sich international in der EU erfolgreich vernetzt haben. „Diese Mobilisierung wird zu einer hohen Wahlbeteiligung in diesem Wählermilieu führen“, heißt es sinngemäß. Ansporn genug für alle demokratischen und europafreundlichen Parteien, mit Argumenten und dem Stimmzettel dagegen zu halten. Christoph Kopp, Vorsitzender, wird am heutigen Donnerstag, 9. Mai, um 18.30 Uhr den Meinungsaustausch im Gasthaus Pierick eröffnen. „Interessenten willkommen", so Christoph Kopp abschließend.

Veröffentlicht am 09.05.2019

 

Veranstaltungen Starke Frauen – Gestern und heute

Dorstener SPD erinnert an erkämpftes Frauenwahlrecht vor 100 Jahren

 

Der erste Eindruck beim Betreten des Gemeinschaftshauses am Sonntagnachmittag ließ die Vorfreude auf das Kommende sprunghaft wachsen. Die Akteure der Veranstaltung begrüßten die 100 Besucher, bekleidet in der Mode um 1919, um sie so in die Geschichte des Kampfes um Gleichberechtigung mit eintauchen zu lassen. Obwohl das hartnäckige Ringen der Frauen deutlich länger als 100 Jahre andauerte, konnte der entscheidende Sieg erst 1919 errungen werden. Erstmals konnten alle Bürgerinnen, über 20 Jahre alt, an der Wahl zur Nationalversammlung teilnehmen. Aktiv und passiv. Grund für die Dorstener SPD mit ihrer Vorsitzenden Jennifer Schug an das revolutionäre Ereignis in besonderer Form zu erinnern. Und es waren Frauen an diesem Tag, die nachhaltig in ihren beeindruckenden Wortbeiträgen aufzeigten, dass das Gerede vom schwachen Geschlecht zu keinem Zeitpunkt gerechtfertigt war.

Ulrike Westkamp, seit 2004 Bürgermeisterin in Wesel, ließ die Geschichte Revue passieren und erinnerte an die starken sozialdemokratischen Frauen der damaligen Zeit, die ihre zugewiesen Rolle, nur als Mutter und Hausfrau wahrgenommen zu werden, endlich abstreifen wollten, um mitzubestimmen. Ein wahrlich revolutionärer Akt. In einer kurzen Schauspielsequenz wurde aber deutlich, dass der Mann und alleiniger Geldverdiener zu dieser Zeit, daraus seine Vorrangstellung autoritär ableitete.

Es war Edelgard Moers, unter anderem Vorsitzende des Heimatvereins der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten, die danach nicht nur an die starken Dorstener Frauen der damaligen Zeit erinnerte, sondern beeindruckend aufzeigte, dass es sie bis heute gibt. In der Politik, im Beruf, in der Familie. Aber, so ihre Analyse, das vor 100 Jahren errungene Wahlrecht ist noch nicht gleichbedeutend mit gelebter Gleichberechtigung verbunden. Wenn  nur 18 Prozent der Dorstener Ratsmitglieder Frauen sind, dann ist das ein eigentlich nicht zu verstehendes Missverhältnis.

Mit einer weiteren Schauspieleinlage wurde das eben Gehörte nachhaltig bestätigt. Gleiche Rechte bedeuten auch gleiche Pflichten. Den im Publikum sitzenden Männern, darunter auch einige der Dorstener Parteien, werden die Ohren geklingelt haben.

Beate Pliete war aus Haltern gekommen, um vorzutragen, dass der Kampf um die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau noch lange nicht abgeschlossen ist. Selbst Fraktionsvorsitzende der Halterner SPD, verstand sie es hervorragend, den Bogen der Geschichte bis in die Echtzeit zu spannen. Gleiche Arbeit, gleicher Lohn? 50% Bevölkerungsanteil aber nur wenige Führungspositionen in der Wirtschaft? „Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an“, so ist ihr deutlicher Appell zu interpretieren.

Jennifer Schug zeigte sich abschließend zufrieden, dass es mit der Veranstaltung gelungen ist, die Geschichte der Frauenbewegung in Worten und Schauspiel zu verdeutlichen. Aber, so ihr Fazit, es ist kein abgeschlossenes Kapitel. Die am 26.Mai bevorstehende Europawahl  muss genutzt werden, um dem stärker gewordenen Nationalismus etwas entgegenzusetzen und insbesondere die Ewiggestrigen, die auch heute noch gegen die Gleichberechtigung agieren, in ihre Schranken zu verweisen. Eine gelungene Veranstaltung der Dorstener SPD in einem besonderen Format.

Veröffentlicht am 08.05.2019

 

Europa EUROPA-WAHL: Stimmzettel in XXL-Größe

40 Parteien treten am 26. Mai an

 

21 Zentimeter breit, 90 Zentimeter lang, das sind die Maße des EUROPA-Wahlzettels. Allemal interessanter als die Größe ist die Anzahl der zur Wahl stehenden Parteien. Ingesamt 40 konkurrieren am 26. Mai um unsere Stimme. Ganz oben auf dem Stimmzettel stehen die, die schon Erfolg hatten Weiter unten jene, die eher nach dem Motto antreten, „Dabei sein ist alles“. Mindestens 4, die den Tierschutz in ihrem Namen tragen, eine buhlt mit dem Namen LIEBE, auffällig auch die ganz Linken und Rechtsaußen, die mit blumigen Namen werben, sowie die Gruppierungen, die die Senioren repräsentieren wollen. Der Stimmzettel ist ein Ausdruck unserer Vielfalt und unserer gelebten Demokratie. Wir haben aber am Wahltag nur 1 Stimme. Das heißt, dass wir verantwortungsvoll damit umgehen sollten. Bitte nicht verzetteln, auch wenn der Abstimmungsbogen dazu verführen kann. Eine der Parteien, die EUROPA mit geprägt hat und in unserem Sinne, dem der Bürgerinnen und Bürger positiv weiterentwickeln wird, ist die SPD. Sie muss gestärkt aus der Europawahl hervorgehen, um unsere Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in ganz Europa zu vertreten. Wie gesagt, wir haben nur eine Stimme am Wahltag zu vergeben. Qual der Wahl? 

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 07.05.2019

 

Ortsverein SPD Rhade trifft sich am Donnerstag

EUROPAWAHL im Mittelpunkt der Diskussion

 

Es gibt viele kommunale Themen, die für die Mitglieder der Rhader SPD wichtig sind, beispielhaft sei hier die Diskussion über die umstrittenen Straßenbaubeiträge genannt. Sie werden aber alle aktuell deutlich überlagert von der kurz bevorstehenden Europawahl. Am 26. Mai muss nämlich, so der Wunsch der Rhader Sozialdemokraten, ein deutliches Zeichen pro Europa und wider den Rechtsruck gesetzt werden. Beunruhigend ist, so der geplante Einstiegt in die Diskussion, dass nach einer Studie der Bertelsmannstiftung, besonders die Rechtsparteien sich international in der EU erfolgreich vernetzt haben. „Diese Mobilisierung wird zu einer hohen Wahlbeteiligung in diesem Wählermilieu führen“, heißt es sinngemäß. Ansporn genug für alle demokratischen und europafreundlichen Parteien, mit Argumenten und dem Stimmzettel dagegen zu halten. Christoph Kopp, Vorsitzender, wird am Donnerstag, 9. Mai, um 18.30 Uhr den Meinungsaustausch im Gasthaus Pierick eröffnen. „Interessenten willkommen", so Christoph Kopp abschließend.

Veröffentlicht am 06.05.2019

 

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