Rhade ist liebens- und lebenswert - aber auch verbesserungswürdig Presse In Rhade alles gut? Ein Zeitungsbericht wirft Fragen auf

Umfrageergebnisse nicht repräsentativ

 

Ein gute Idee der Dorstener Zeitung, ihre Leser nach ihrem Wohlbefinden in ihrem Lebensmittelpunkt zu befragen. Am letzten Samstag wurde das Ergebnis für Rhade präsentiert. Die Kurzfassung könnte lauten: Alles gut, fast alles! Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Nicht mitgeteilt wird, wie viele Leser sich überhaupt an der Umfrage beteiligt haben. So entsteht der Eindruck einer oberflächlichen Betrachtung. Auch der Rhader SPD ist es wichtig, Rhade nicht schlecht zu reden und das Gute herauszustellen. Um aber nötige Verbesserungen zu erzielen, dürfen die Schwachstellen nicht ausgeklammert werden. Im Gegenteil, sie müssen ungeschminkt beim Namen genannt werden. Und hier ist es relativ einfach, mit einem Blick in den Rhader Rahmenplan festzustellen, wo etwas dringend verändert werden muss. Dass z. B. der Durchgangsverkehr als die größte Belastung wahrgenommen wird, wird auf fast jedem Bürgerforum angemerkt. Wenn nun auf der Bewertungsskala von 1 bis 10 für Rhade die supergute 8 herauskommt, kann etwas nicht stimmen. Eine Momentaufnahme vielleicht, aber ohne Bezug zur Realität. Rhade ist liebens- und lebenswert. Aber es ist an vielen Stellen verbesserungswürdig. Der Rhader Rahmenplan ist da aussagekräftiger als die nicht repräsentative Umfrage der DZ.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 17.04.2019

 

Allgemein Rot-Weiß Rhade: Baustellenabsperrungen prägen unser Ortsbild – seit Monaten

Versprechungen wurden nicht eingehalten – Glasfaserverlegung stockt

 

Am Anfang war die Euphorie in Rhade riesig. Das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ brachte die Bürger in Bewegung und zum Vertragsabschluss. Das schnelle Internet wurde versprochen und war scheinbar nah. Während die Werbung professionell war, kann man das von den beauftragten Tiefbaufirmen nicht sagen. Klagen über provisorische, teils unsachgemäße Pflasterung der Kabeltrassen, die sich als Stolperfallen herausgestellt haben, sind in Rhade an der Tagesordnung. Auch die Baustellensicherung, besonders nach Einbruch der Dämmerung, erfüllte mehrfach nicht die behördlichen Vorgaben. Was aber funktioniert, sind die regelmäßigen Beruhigungspillen gegenüber der Öffentlichkeit in Form von Pressemitteilungen. So jetzt jüngst mal wieder. In Rhade wird es bald weitergehen, die fehlende Verbindung, aus Erle kommend, wird in Angriff genommen, ja und dann, wird alles wieder gut. Nicht ganz, denn der östliche Teil von Rhade, als Siedlung Kalten Bach bezeichnet, muss noch warten. Rot-Weiß Rhade wird uns noch lange erhalten bleiben. Ob die Verwaltung den richtigen Vertragspartner für den Glasfaserausbau ausgewählt hat, darf ruhig auch mal kritisch hinterfragt werden.

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 16.04.2019

 

Ortsverein Rhader SPD wirbt für Europa

Von der Montan-Union bis zu EU – Eine Erfolgsgeschichte

 

Gebannt folgten die Mitglieder der Rhader Sozialdemokraten der Geschichte der EU von der Gründung bis zum heutigen Tag. Und diese begann 1951 mit der Montan-Union für Kohle und Stahl, entwickelte sich 6 Jahre später zur EWG mit 6 Gründungsmitgliedern, darunter Deutschland, firmierte seit 1967 unter dem Kürzel EG, um schließlich 1993 zur Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft EU zu werden. In der Zwischenzeit wuchs sie kontinuierlich. Unter anderem mit Großbritannien, das 1973 die Mitgliedsbedingungen unterzeichnete. Heute sind es (noch) 28, die in Europa für einen dauerhaften Frieden sorgen und schrittweise die Angleichung der Lebensverhältnisse in allen Ländern anstreben. In der folgenden engagierten Diskussion wurde besonders hervorgehoben, dass der dauerhafte Frieden in Europa „unbezahlbar“ sei und als größter Erfolg der Gemeinschaft bilanziert werden müsse. Dass es aber auch Fehlentwicklungen gegeben habe, und gibt, wurde nicht ausgeklammert. Besonders jüngste Entwicklungen in einigen Partnerländern wurden beim Namen genannt. Dazu gehören der Eingriff der polnischen Regierung ins Rechtssystem, die unsolidarische Haltung gleich mehrerer Länder gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern und letztlich auch die unterschiedliche Steuergesetzgebung. "Europa muss reformiert werden, aber nicht kaputtgeredet", so ein Redebeitrag, der zustimmend bewertet wurde.Dorsten, das mit insgesamt 5 Partnerstädten in Europa „verbrüdert“ ist, 2 in Frankreich, 2 in England (mit Nordirland) und 1 in Polen, sollte alles daran setzen, durch ständige Kontakte weiter zusammenzuwachsen und gemeinsam für die Europawahl am 26. Mai zu werben, so der Aufruf und das Fazit der Rhader SPD-Versammlung.  

Veröffentlicht am 15.04.2019

 

Bundespolitik Michael Gerdes warnt vor einem Flickenteppich der Grundsteuermodelle

Der Sonntagskommentar, diesmal aus Berlin:

 

"Der Erfolg der Grundsteuer-Reform darf nicht durch neue Sonderwünsche aus Bayern gefährdet werden. Ich will auch keinen rechtlichen Flickenteppich von Grundsteuer-Modellen in Deutschland. Unser Ziel müssen gleichwertige Lebensverhältnisse sein. Die Grundsteuer ist eine essentielle Einnahmequelle für unsere Städte und Gemeinden, die unbedingt erhalten bleiben muss. Dafür ist ein erfolgreicher Abschluss der Grundsteuer-Reform bis Ende 2019 notwendig."

 

Michael Gerdes ist unser direkt gewählter Bundestagsabgeordneter. Sein Wahlkreis umfasst Dorsten, Gladbeck und Bottrop

Veröffentlicht am 14.04.2019

 

Landespolitik Grundsteuerreform: Michael Hübner, SPD-MdL spricht Klartext

Schwarz-Gelb blockiert gerechte Grundsteuerreform 

Michael Hübner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Die nordrhein-westfälische Landesregierung blockiert eine gerechte Grundsteuerreform. Erst konnte sich die Koalition nicht einigen, jetzt deckt CDU-Finanzminister Lutz Lienenkämper sogar noch die Verirrungen von FDP und der bayerischen CSU, die unbedingt ein Flächenmodell bei der Grundsteuer wollen. Das Flächenmodell nutzt vor allem Eigentümern von Topimmobilien, die dann für ihr Grundstück mit Villa das gleiche zahlen wie der Eigenheimbesitzer in einer Zechensiedlung in Dortmund, Essen oder Gelsenkirchen. Weil die CDU aber keinen Streit mit ihrer Schwesterpartei in Bayern möchte, deckt auch die Landesregierung den Boykott der Bayern für den Reformvorschlag von Olaf Scholz. Sein Modell ist ein guter Vorschlag für eine moderne und gerechte Grundsteuer, weil er sich

daran orientiert, welchen Wert ein Grundstück hat und darüber hinaus auch Spekulanten daran hindert, unsere Wohnungsmärkte zu zerstören. Einen rasanten Anstieg der Grundsteuer will er sozial begrenzen. Dass die Landes-CDU für ihre bayerische Schwesterpartei nun schweigt, bedeutet gleichzeitig eine Hängepartie für unsere Städte und Gemeinden. Die Grundsteuer ist mit 3,5 Milliarden Euro die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen und sichert damit die Daseinsvorsorge. Wenn sich die schwarz-gelbe Landesregierung bei der Frage der Grundsteuer nicht klar äußert und für das gerechte Scholz-Modell einsetzt, spielt sie mit der Zukunft unserer Städte und baut neue Hürden für gleichwertige Lebensverhältnisse auf.“

 

Morgen erscheint an dieser Stelle ergänzend dazu eine Stellungnahme von Michael Gerdes, SPD-MdB für Dorsten, Gladbeck und Bottrop aus Berlin

Veröffentlicht am 13.04.2019

 

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