Tagelang wanderte der „Schwarze Peter“ von der CSU zur CDU und umgekehrt. Dann plötzlich ein Asyl-Unionskompromiss im Alleingang. Der Regierungspartner SPD wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Bei einer Zustimmung wäre der sozialdemokratische Laden auseinandergeflogen. Bei Ablehnung die GroKo. Der 3. Weg war erfolgreich. In Gesprächen knickte die Union ein, warf den eigenen Kompromiss in die Tonne und ging auf alle Forderungen der SPD ein. Andrea Nahles hat in der Krise gezeigt, dass sie Führungsqualitäten hat. Sie hat Respekt verdient, nicht nur aus den eigenen Reihen.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 07.07.2018
Engagierte Bürger wollen Erfolge sehen - Verwaltung zeigt Grenzen auf
Biergarten, Fußball-WM oder Besuch des Rhader Bürgerforums? Wären vorher Wetten abgeschlossen worden, hätte bei dem andauernden Hochsommerwetter der Biergarten sicherlich gewonnen. Überrascht waren aber nicht nur das Team des Bürgerforums, das wieder hervorragend vorbereitet war und mit Wilhelm Loick den souveränen Moderator stellte, sondern auch die zahlreich erschienenen Besucher. 2 Stunden Information und engagierte Diskussion bewiesen nachdrücklich, dass etwas getan werden muss. Der Ablauf in Kurzform - heute Teil 2:
- Klar und unmissverständlich zeigte Johannes Loick auf, dass die Lembecker Straße ein Sicherheitsrisiko sei. „Nicht erst seit heute“, ergänzt ein Zuhörer. Ein Gespräch, das vor einigen Tagen im Rathaus stattgefunden hat, Teilnehmer waren Mitglieder des Arbeitskreises und die Verwaltungsspitze, darf als Einstieg in eine intensive Zusammenarbeit gewertet werden. So wird es einen gemeinsamen Ortstermin mit den Stadtplanern, dem Ordnungsamt und dem Arbeitskreis geben.
- Um erste Maßnahmen „abzusichern“, wird es noch vor den Sommerferien eine umfangreiche Verkehrszählung in Rhade geben, die der Kreis RE durchführt.
- Holger Lohse, Dezernent im Rathaus widersprach dem aufkommenden Eindruck, dass nichts geschehe. Er warb eindringlich, die Zusammenarbeit zu intensivieren, um auch gegenüber dem Kreis, der „Betreiber“ der Lembecker- und Erler Straße ist, argumentativ zu überzeugen. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass die Stadt Dorsten wegen ihrer hohen Verschuldung eine Verpflichtung eingehen musste, intensiv zu sparen.
- Kritische Anmerkungen kamen auch aus der Mitte der Bürger. In Erinnerung bleibt sicherlich, dass nicht nur in die „MITTE Dorsten“ investiert werden darf, auf dringende Verbesserungen wird auch in Rhade gewartet.
Wird in Kürze mit Teil 3 fortgesetzt. Teil 1 ist am 6. Juli erschienen.
Veröffentlicht am 07.07.2018
Engagierte Bürger wollen Erfolge sehen - Verwaltung zeigt Grenzen auf
Biergarten, Fußball-WM oder Besuch des Rhader Bürgerforums? Wären vorher Wetten abgeschlossen worden, hätte bei dem andauernden Hochsommerwetter der Biergarten sicherlich gewonnen. Überrascht waren aber nicht nur das Team des Bürgerforums, das wieder hervorragend vorbereitet war und mit Wilhelm Loick den souveränen Moderator stellte, sondern auch die zahlreich erschienenen Besucher, dass die Zukunft des eigenen Wohnumfeldes motivierte, dabei zu sein. 2 Stunden Information und engagierte Diskussion bewiesen nachdrücklich, dass etwas getan werden muss. „Seit Jahren werden viele gute Ideen geboren, die praktische Umsetzung tendiert gegen Null“, so eine Stellungnahme, die den Nerv der Zuhörer bestens traf. Der Ablauf in Kurzform:
- Wilhelm Loick berichtete, unterstützt von einigen Fotos, vom Sternlauf, an dem am Tag zuvor viele Rhader teilgenommen haben. Die Botschaft, dass Rhade ein Teil des Ganzen ist, aber mehr Aufmerksamkeit vom Stadtzentrum wünscht, ist angekommen.
- Burkhard Averkamp, Sprecher des Arbeitskreises Rhader Rahmenplan, präsentierte ein erstes Ergebnis, nämlich die Genehmigung und Förderung einer Radwegeverbindung aus dem Rhader Norden (100-Schlösser-Route) zur Römer-Lippe-Route bis zum Hervester Bruch. Eine Schutzhütte auf Rhader Gebiet wird mit Infotafeln dafür werben, mal eine Pause einzulegen und die Gastlichkeit unseres Dorfes zu genießen.
- Um die Verkehrssicherheit vor Ort zu verbessern, wurde vom Arbeitskreis auch eine Radwegeachse, die parallel zur Lembecker- und Erler Straße überwiegend dem Schlehenweg folgt, der Verwaltung zur Umsetzung vorgeschlagen. Grundsätzlich befürwortet die Verwaltung diesen Vorschlag, so Holger Lohse, Chefplaner im Rathaus. Erste Maßnahmen werden in Kürze in Angriff genommen.
Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen
Veröffentlicht am 06.07.2018
Was denkt die Basis?
Die SPD ringt mit sich. Wieder einmal. Die Wahlniederlagen der letzten Jahre haben die Sozialdemokraten tief verunsichert. Und immer siegte am Ende die Vernunft. Die Vernunft, Verantwortung für das Land zu tragen. Als Juniorpartner holten sie die Kastanien aus dem Feuer, sorgten für erstaunlich gute Koalitionsverträge und, was noch bedeutsamer ist, sie setzten fast alles um. Trotzdem haben die Wähler die SPD weiter an den Abgrund gedrängt. Nun also eine Neuauflage. Die Union bietet ein Bild der Zerrüttung. Der Regierungspartner SPD gerät unverschuldet in den Sog des peinlichen Streits und verliert weiter in den Umfragewerten. „Was läuft da schief?“, fragt die Basis zunehmend verzweifelt. „Ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende?“ Die 2/3-Zustimmung der Basis für eine erneute GroKo gerät ins Wanken. Eine riesige Herausforderung für die Parteiführung. Auf der einen Seite ein zuverlässiger Regierungspartner sein zu wollen, andererseits sich nicht bis zur eigenen Unkenntlichkeit verbiegen zu lassen. Der Eindruck, dass eine gewisse Orientierungslosigkeit Abgeordnete und Mitglieder stark verunsichert, drängt sich immer mehr auf. Wenn jetzt eigene Positionen beim Asylrecht, von Parteitagen beschlossen, durch Kompromisse verwässert werden, dann, spätestens dann muss auch die Frage erlaubt sein, ob die jüngste GroKo nicht gekündigt werden muss. Von der SPD versteht sich. Und noch etwas bewegt die Basis: Wäre ein neues Grundsatzprogramm nicht dringend nötig, um endlich aus den Sachzwängen der Tagespolitik herauszukommen?
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 05.07.2018
Der Rhader „Symbolbaum“ trägt den Namen DORSTEN
Zufriedenheit wohin man schaut. Der 1. Juli hat gezeigt, dass Dorsten mit seinen 11 Stadtteilen eine Einheit bildet, bilden kann. Die Wiederentdeckung und das Wachküssen des Stadtparks Maria Lindenhofes durch eine kreative Freitaube* ist durch ein beeindruckendes bürgerliches Engagement komplett aufgegangen. Dorsten hat nun eine wirkliche Stadtkrone und Rhade ist ein Juwel davon. Wichtig war besonders den vielen Rhader Teilnehmern, dass vom 1. Juli auch eine Botschaft im Stadtzentrum, sprich Rathaus, gehört wird. Der von Rhade bis in die Stadtkrone gelegte und geknüpfte „Rote Faden“ symbolisiert ein Wechselstromnetz, das gesendete Energie auch zurückfließen lässt. Dass dieses gegenseitige Verständnis weiter wachsen muss, ist mit der geplanten Baumpflanzaktion bestens symbolisiert. Während im neuen „Centralpark“ im Herbst 11 Bäume, plus weitere für unsere Partnerstädte, gepflanzt werden, darunter einer mit dem Namen RHADE, wird hier ein Apfelbaum gesetzt, der DORSTEN heißen wird. Der Standort, die städtische Grünanlage im Bereich Schlehen- und Dillenweg ist bereits festgelegt. Ein sogenannter Symbolbaum wurde gepflanzt und beim Start am 1. Juli „enthüllt“. Sogar ein grüner Kunstapfel ziert den Platzhalter für das lebende Original. Mit Wunschzetteln, die an den „Ästen“ angeheftet werden können, zeigen die Rhader, dass ihre gezeigte ehrliche Verbundenheit mit der Stadt Dorsten mit einer deutlichen Erwartung verknüpft ist. „Wir wollen Landgemeinde bleiben, keine Randgemeinde werden“, so eine Botschaft, die aktuell sicherlich gehört wird. „Aber“, so ein Teilnehmer, „wir werden hartnäckig daran erinnern. Dann wäre der Sternlauf eine nachhaltige Erfolgsgeschichte“.
- Mit „Freitaube“ zeichnet Marion Taube, die kreative Kuratorin und Dorstener Bürgerin ihre vielfältigen Aktionen, die alle das Ziel haben, die verborgenen Schönheiten unserer Stadt zu erkennen. Darüber hinaus versteht sie es, die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren und die Stadtverwaltung „im Boot“ zu haben. Kurz: Ein Dorstener Juwel.
Eigener Bericht ; Foto Christoph Kopp
Veröffentlicht am 04.07.2018