Christa und Dieter Grasedieck fördern mit ihrer Stiftung lokale Bildungsprojekte Allgemein Aus dem Bundestag, aus dem Sinn?

Bei Dieter Grasedieck, Ex-SPD-MdB ist das ganz anders

Er hat alle Bildungs- und Ausbildungsstufen vom Schlosser bis zum Diplom-Ingenieur durchlaufen. Politisch war und ist die Sozialdemokratie seine Heimat. Als Stadtratsmitglied in Bottrop gestartet, dann Bürgermeister, um 1994 als direkt gewählter Abgeordneter in den Deutschen Bundestag zu wechseln. Viermal (!) direkt wiedergewählt, verabschiedete er sich 2009 in einen spannenden bis heute andauernden Unruhestand. Die Rede ist von Dieter Grasedieck, der während seiner Bundestagszeit auch Dorsten vertrat. Und in Rhade war er darüber hinaus als aktiver Unterstützer des SPD-Ortsvereins ein stets willkommener Freund und Abgeordneter. Besonders beeindruckt haben ihn die selbst gestalteten Plakate, die über viele Jahrzehnte ein Markenzeichen der rührigen Rhader Sozis waren. „Was weiter tun?“, fragten sich Dieter und seine Ehefrau Christa nach der langen Abgeordnetenzeit. Sie gründeten 2012 eine ihren Namen tragende Stiftung, die lokale Projekte im Bildungsbereich fördert. Beeindruckende 45.000 Euro beträgt der jährliche Förderbetrag. Darüber hinaus hat Dieter Grasedieck sein erarbeitetes Wissen über mehrere Jahrzehnte an junge Studierende weitervermittelt. Neben dem Doktorgrad gehört inzwischen auch der Professorentitel zu seinem Lebenslauf. Der rüstige 81-jährige freut sich auf sein nächstes Treffen mit gleichgesinnten Sozialdemokraten in Rhade, teilt er gegenüber SPD SOZIAL mit. „Durch und durch ein Vorbild für unsere Gesellschaft“, so ein langjähriger Wegbegleiter über Dieter Grasedieck.

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 13.08.2026

 

Nicht mehr zu übersehen - das Klima setzt Mensch und Natur zu Umwelt Hitzesommer setzt Menschen und Natur dramatisch zu

Stadtverwaltung Dorsten bittet um Wasserspenden für Straßenbäume

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet eine hohe Übersterblichkeitsrate durch die andauernde Hitze. Flüsse führen zu wenig Wasser und fallen als wichtige Transportwege aus. Landwirte versuchen verzweifelt, mit Riesen-Wassersprengern die Ernte zu retten. Wälder brennen und vernichten wertvollen Baumbestand sowie viele Existenzen. Schwitzen und Klagen überall. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der Klimawandel, immer noch von einigen Zeitgenossen geleugnet, zeigt immer deutlicher sein schreckliches Gesicht. Nicht zu vergessen, er ist eine Folge unseres Handelns. Egal, ob er durch Industrie, Verkehr oder uns persönlich verursacht wird. Wir alle tragen Verantwortung und müssen die bitteren Folgen tragen. Die so entstandenen Kosten und Verluste führen uns aktuell vor Augen, dass das Zeitfenster zur Rettung unseres Planeten immer kleiner wird. Wie war das noch mit der Verantwortung, die wir gegenüber unseren nachfolgenden Generationen tragen müssen? Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um umzusteuern. Die Dorstener Stadtverwaltung macht mit ihrem Aufruf an alle Bürger, den lebensnotwendigen Baumbestand in unseren Quartieren durch freiwillige Bewässerung zu retten, überdeutlich, dass die Klimauhr fünf vor zwölf zeigt. Wer z. B. mit offenen Augen durch Rhade fährt, wird die irreparablen Schäden an Bäumen und Sträuchern nicht übersehen. Und dass so viele Menschen die Hitze vorzeitig mit ihrem Leben bezahlen, zeigt die andauernde Dramatik.

Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 12.08.2026

 

Kann alles weg, sagen die Planer. Stadtentwicklung Abbruch- und Aufbruchstimmung in Rhade

Neubauten werden das Gesicht des Dorfes weiter verändern

Ältere werden sich noch erinnern, dass es mal ein eigenes Bahnhofsgebäude in Rhade gab. Die Abrissbirne hat ganze Arbeit geleistet. Ein offener Unterstand wurde als dauerhafter Ersatz hingestellt. Auch am Kirchplatz und der Debbingstraße war das Alte nicht mehr gut genug. Statt Sanierung wird immer häufiger zum Abbruchhammer gegriffen. Auf der Liste „kann weg“ steht nun das ehemalige Gasthaus Pierick. Auch das daneben stehende Gebäude der Volksbank wird, wenn die vorhandenen Informationen nicht täuschen, bald nur noch auf Fotografien zu sehen sein. „Da war doch mal ein Getränkemarkt“, so ein erstaunter Bürger, der nur noch die Reste des Gebäudes gegenüber der Raiffeisen-Tankstelle wahrnimmt. Apropos Raiffeisentanke. Da muss an die Wessels-Autowerkstatt mit Zapfsäule erinnert werden, die für die Genossenschaft Platz machen musste. Apotheke? War mal. Nach Umbauarbeiten zieht dort die Kreissparkasse ein. Und genau gegenüber wird aus der Traditionsbäckerei Heine nun eine Filiale von Imping. Umbauarbeiten inklusive. Auch das Einkaufszentrum mit Aldi und Edeka wird in Kürze erweitert und dadurch zur Großbaustelle. Und die "weiße Villa" in der Lembeckerstraße ist dem Verfall und Abriss näher, als erhalten zu werden. In Rhade scheint eine neue Aufbruchstimmung ausgebrochen zu sein. Die Formel lautet nicht: Aus alt mach neu, sondern eher, das von gestern kann weg. Ob Rhade sich dann weiter Dorf nennen will, steht in den Sternen.

Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 11.08.2026

 

Thomas Luft fehlt der Dorstener SPD. Dank an Dorstener Zeitung für das Foto. Kommunalpolitik Und plötzlich ist da eine Leerstelle

Ein unerwarteter Tod und der Beginn einer großen Ratlosigkeit

Nach dem Schock setzt die Trauer ein. Egal, ob es sich um einen plötzlichen Sterbefall in der Familie, im Verein oder einer Partei handelt. Der Tod reißt eine Lücke, deren Größe erst allen richtig bewusst wird, wenn in der Folge versucht wird, sie nach und nach zu schließen. Vor dieser Herausforderung steht aktuell auch die Dorstener SPD. Thomas Luft war mehr als nur der Mann im Hintergrund. Bei ihm liefen die organisatorischen Fäden der sozialdemokratischen Ortsvereine zusammen. Unvergessen auch seine ruhige Aufforderung an die SPD-Mitglieder, die sich über die sozialen Medien gar nicht so selten in der Wortwahl vergreifen. „Halt mal den Ball flach“, so einer seiner passenden Kurzkommentare, die zur Beruhigung der Lage ausreichten. Und plötzlich, völlig unerwartet, ist er mit nur 53 Jahren verstorben. Gar nicht lange nach seiner Mutter Monika, die sich als Ratsfrau um Dorsten verdient gemacht hat. Verluste, die die lokale Sozialdemokratie hart getroffen hat. Hart deshalb, weil es immer weniger Zeitgenossen gibt, die sich gesellschaftspolitisch in einer demokratischen Partei engagieren wollen. Nun, die Nachrufe sind noch nicht ganz verklungen, setzt das Nachdenken über die Zukunft der Dorstener SPD ein. Wichtig wäre auch, die Erinnerung an lokale Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens etwas mehr zu pflegen, als aktuell zu beobachten. Thomas Luft und alle, die sich ehrenamtlich in Dorsten engagierten, hätten es verdient.

Veröffentlicht am 10.08.2026

 

Gesellschaft KI - Philosoph Thomas Metzinger räumt mit falschen Träumereien auf

Das Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung rüttelt den Leser durch

Er forscht seit Jahrzehnten zum Thema. Bereits 1987 lautete sein erstes Seminar am philosophischen Institut in Frankfurt: „Künstliche Intelligenz und Philosophie“. Nun hat Prof. Thomas Metzinger im ausführlichen Interview mit der Süddeutschen Zeitung Klartext über die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz KI gesprochen und die positiven Vorstellungen vieler Zeitgenossen auf den Prüfstand gestellt. Die Ergebnisse seiner Forschung ernüchtern den Leser. Im Kern geht es nämlich um die Frage, wer am Ende der technologischen Entwicklung das Heft des Handelns in der Hand hat. Sind es die explosionsartig selbstlernenden Rechenmaschinen, oder ist der Mensch noch in der Lage, Kontrolle und Richtung vorzugeben? Hier kann aus Platzgründen unmöglich eine komplette Zusammenfassung des aufrüttelnden Interviews erfolgen. Daher einige unvollständige Thesen in Kurzform mit eigenen Formulierungen:

  • KI und Ethikrichtlinien? Werden als Pro-Argument von der Wirtschaftslobby verkauft, aber nicht eingehalten
  • Menschen-Fracking. Aufmerksamkeit wird durch KI industriell aus menschlichen Gehirnen herausgelöst und an Werbekunden verkauft
  • KI, die nur unsere „guten“ Werte verarbeitet, gibt es nicht. Auf Anforderung bietet sie, selbstlernend, immer auch Wege an, außerhalb unserer Gesetze eigenständig zu agieren
  • Eine „ausgebrochene KI“ kann nicht wieder eingefangen werden. Sie wird tausende Kopien im Internet verstecken
  • KI-Entwicklung muss dem kompletten demokratischen Prozess unterworfen werden. Europa muss sich für eine ethisch saubere KI entscheiden, mit der man weder ausgehorcht noch geistig versklavt wird

Fazit des Lesers: KI wird unser Leben revolutionär verändern. Wenn wir als Mensch dennoch die Kontrolle über unsere Entwicklung behalten wollen, müssen wir rote Linien festschreiben und sie konsequent einhalten. Ohne demokratische Kontrolle bleiben wir in unseren Träumen, mit KI wird alles gut, gefangen.

Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage des Interviews in der Süddeutschen Zeitung (31.7.2026) „Unser Geist verändert sich“.

Veröffentlicht am 08.08.2026

 

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