Rhader Rahmenplan und 800-Jahr-Feier sind Schwerpunktthemen
19.30 Uhr im Carola Martius-Haus. Jeder Rhader, jede Rhaderin kann teilnehmen. Neben dem Technischen Dezernenten Holger Lohse, wird auch Joachim Thiehoff von der Verwaltung vor Ort sein. Joachim Thiehoff ist Fachmann für die Förderung einer qualifizierten Bürgerbeteiligung.
Veröffentlicht am 20.06.2016
„Dorsten erhält mehr Geld für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen“
Die rot-grüne Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt die Städte und Gemeinden nochmals mit rund 166 Millionen Euro bei der Unterbringung der geflüchteten Menschen. Das Geld kommt 2016 zusätzlich zu den rund 1,94 Milliarden Euro, die das Land bereits im Haushalt eingeplant hatte. Damit erhalten die nordrhein-westfälischen Kommunen über die sogenannte FlüAG-Pauschale mehr als 2,1 Milliarden Euro.
„Dorsten profitiert von der neuerlichen Zahlung“, sagt Michael Hübner (MdL). „Insgesamt erhält unser Dorsten vom Land rd. 9,3 Mio Euro. Das sind nochmals etwa 730.000,-- Euro mehr, als ursprünglich vorgesehen. Das zeigt eindrucksvoll, dass das Land die Kommunen bei einer der größten Herausforderungen nicht im Stich lässt. Wir sind auch weiterhin fest entschlossen, die anstehenden Aufgaben gemeinsam mit Kommunen und Landesregierung zu bewältigen. Die Kommunen haben in den zurückliegenden Monaten bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation bereits Unglaubliches geleistet.“
Die Berechnungsgrundlage, wie viele geflüchtete Menschen 2015 tatsächlich in den NRW-Kommunen aufgenommen worden sind, wurde jetzt nochmals geprüft und angepasst. So war die Vereinbarung aus 2015 zwischen Landesregierung, den Kommunalen Spitzenverbänden und den Koalitionsfraktionen. Der sich daraus ergebene Mehrbedarf wurde anhand der Bestandszahlen am 1. Januar 2016 errechnet. Damit wurde die Forderung der Kommunalen Spitzenverbände erfüllt und zugleich Planungssicherheit für die Städte und Gemeinde geschaffen.
Veröffentlicht am 20.06.2016
Ein knuspriges Brötchen, eine dampfende Tasse Kaffee und die Tageszeitung. Dass was in fast allen Haushalten Standard war, scheint sich zu verflüchtigen. Es sind in erster Linie die jungen Menschen, die mit einem Smartphone aufwachsen und gedrucktes Papier nicht selten ablehnen. Ständig online zu sein und unermüdlich in den sozialen Netzwerken zu surfen, reicht auf Dauer aber nicht aus, um gesellschaftspolitische Hintergründe zu verstehen und längere Informationen zu verarbeiten. Die Folge: Wichtig ist der schnelle K(l)ick, wichtig sind fast ausschließlich die „eigenen Netzwerkfreunde“, wichtig ist die Katastrophenmeldung. Unwichtig ist die Tageszeitung. Diese Individualisierung führt aber auch zur Verarmung. Dem aufmerksamen Zeitgenossen fällt zum Beispiel immer häufiger auf, dass Todesfälle in der Nachbarschaft unbemerkt, weil ungemeldet bleiben. Angehörige, die keine Tageszeitung kennen, schalten auch keine Todesanzeige und verzichten auf das Versenden von Trauerkarten per Post. Keine gute Entwicklung.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 19.06.2016
Einstimmig! Mehr geht nicht.
Hans-Peter Müller, sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter, unter anderem für Rhade, Lembeck und Wulfen zuständig, wurde auf der heutigen Delegiertenkonferenz in Erkenschwick einstimmig (!) gewählt, um im kommenden Jahr wiederum für den Düsseldorfer Landtag zu kandidieren. Hans-Peter Müller tritt zwar für die SPD an, versteht sich aber als Abgeordneter für alle Bürgerinnen und Bürger in seinem flächenmäßig riesigen Wahlkreis von Datteln bis Dorsten-Nord. Die Rhader SPD gratuliert herzlich.
Eigener Bericht – wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 18.06.2016
Auch Kirchen, Vereine und Parteien betroffen
Wir werden älter und weniger. Der Demografiewandel schlägt in Deutschland unerbittlich zu. Besonders Vereine, Kirchen und Parteien klagen nicht nur über weniger Mitglieder, sondern auch über eine steigende Distanz, sich dauerhaft zu binden. Die Folge: die Anzahl der Aktiven sinkt, die Aktivitäten müssen eingeschränkt werden, die Attraktivität nimmt ab.
Was tun?
Der Zusammenschluss von lokalen Kirchengemeinden ist in vollem Gange, mehrere Sportvereine treten unter neuen Namen wieder an und auch in den Parteien wird inzwischen über einschneidende Strukturreformen, sprich Zusammenschluss von Ortsverbänden oder Ortsvereinen diskutiert. Dabei schälen sich 2 Denkmuster, pro Fusion : contra Fusion, heraus:
Pro: Wenn in einem politischen Ortsverein die Mitgliederzahl so stark gesunken ist, dass weder die Alltagsarbeit lückenlos durchgeführt, noch Wahlkampagnen erfolgreich organisiert werden können, dann ist der Zeitpunkt für eine Fusion mit einem mitgliederstärkeren Ortsverein anzustreben.
Contra: Jede Fusion bedeutet Verlust der eigenen Identität. Ein politischer Ortsverein muss vor Ort präsent sein. Die Erfahrung zeigt, dass mit einer Fusion sofort die Anzahl der Aktiven nochmals sinkt. Und zwar unwiderruflich.
Ein Lösungsansatz: Fusion von oben angeordnet geht gar nicht. Fusion nur nach intensiver Diskussion, in kleinen Schritten, unter Abwägung aller Argumente, ohne Zeitdruck. Wenn Fusion, dann im ersten Schritt versuchsweise auf Zeit, um Erfahrung zu sammeln. Die Rückkehr zu alten Strukturen muss möglich sein!
Ein Kommentar aus Rhade zur öffentlichen Berichterstattung der Dorstener Zeitung über Fusionen in Kirchen, Vereinen und politischen Parteien
Veröffentlicht am 18.06.2016