Wenn das internationale Erschrecken am größten ist, egal ob durch Naturkatastrophen oder Kriege verursacht, dann treffen sich die wichtigsten (reichen) Akteure auf der Weltbühne zu so genannten Geberkonferenzen. So auch jetzt in London, um das Elend der Menschen in und um Syrien zu lindern und die Fluchtbewegung nach Europa (Deutschland) aufzuhalten. 70 Länder haben zugesagt, 9 Milliarden Euro dafür „zu geben“. Darunter Deutschland den Großteil von 2,3 Milliarden. Das ist gut und alternativlos. Noch ist es aber nur eine internationale Absichtserklärung. In der Vergangenheit haben sich nämlich viele Geberkonferenzen nachträglich als reine Angeberkonferenzen herausgestellt.
Einladung zur 1. Versammlung des Bürgerforums Rhade / Rhade-Konferenz
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 20. August 2015 trafen sich im CMH Rhade mehr als 70 Rhader Bürgerinnen und Bürger auf Initiative unseres Bürgermeisters Tobias Stockhoff, um über die Einführung einer sogenannten Rhade-Konferenz zu beraten. Diese Konferenz könnte als „Stimme der Bürgerschaft“ Gruppenmeinungen zu öffentlichen, politischen oder auch anderen Themen von öffentlichem Interesse und des unmittelbaren Lebensumfeldes erfassen und ggfs. in Partnerschaft mit der Stadtverwaltung Lösungen zu offenen Fragen erarbeiten. Das sich in der Auftaktveranstaltung gebildete Organisationsteam hat in intensiven Gesprächen die möglichen Inhalte und Vorschläge zu konkreten Zielsetzungen dieser Konferenz erarbeitet. Wir laden Sie herzlich ein, an der 1. Rhader Konferenz
am 15. Februar 2016 um 19:30 Uhr im CMH Rhade teilzunehmen.
Wesentliche Themen werden natürlich Diskussionen und Abstimmungen über das Selbstverständnis und die zukünftigen Ziele der Konferenz und deren Teilnehmer sowie erste Auseinandersetzungen mit Projektideen sein. Auch aufgrund der aktuellen anspruchsvollen Situation rund um die Flüchtlinge in Dorsten wurde Bürgermeister Tobias Stockhoff als Gast geladen. Er wird zu seinen Erkenntnissen und Erwartungen bezüglich der Flüchtlingssituation in Dorsten für heute und morgen referieren.
Mit freundlichen Grüßen Im Namen und Auftrag des Organisationsteams Bürgerforum Rhade
Seit einigen Monaten haben die Rhader Sozialdemokraten ihr Format einer fest strukturierten, offen Mitgliederversammlung geändert. Offen und öffentlich ist sie immer noch, die zu diskutierenden Themen werden aber erst zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam festgelegt. Als Auswahl schlägt der Vorsitzende Hans-Willi Niemeyer für den kommenden Donnerstag vor:
Die Rhade-Konferenz oder das Bürgerforum Rhade. Welche Themen brennen uns unter den Nägeln?
Die internationale Fluchtbewegung und die Auswirkungen in Dorsten und Rhade? Wie bringen wir uns persönlich, wie kann sich der SPD-Ortsverein einbringen?
Der Stadtrat. Seine Aufgaben, seine Verantwortung.
Ist der Rechtsruck in Übersee, Europa und Deutschland zu verhindern?
Ein alter Filmtitel (1974) sagt mehr als lange Kommentare. Angst essen Seele auf! Anders ausgedrückt, das politische Geschäft mit der Angst verändert ganze Gesellschaften. Heute beobachten wir einen gefährlichen Rechtsruck in Europa und unserem Land. In einem Interview mit der Dorstener Zeitung (2.2.2016) sagt dazu Fritz Stern (90): „Ich glaube, wir stehen vor einem Zeitalter der Angst, der von rechts aus gesehen politisch ausgenutzten Angst. Und man merkt ja schon am Beispiel von Polen, wie zerbrechlich die Freiheit ist. Es ist ein Schock, mit welcher Schnelligkeit in Polen ein autoritäres System errichtet wird“. Fritz Stern, der 1938 aus Deutschland in die USA emigrieren musste, ist ein hoch angesehener und dekorierter Historiker. Er fordert uns also indirekt auf, vor den rechten Angstmachern nicht zu kuschen. Gerade wir Sozialdemokraten, mit unserer Geschichte, können und müssen selbstbewusst gegen AFD und Co. auftreten. Angst war schon immer der schlechteste Ratgeber.
Zu Deinem 90. Geburtstag wünsche ich Dir im Namen der deutschen Sozialdemokratie, des SPD-Parteivorstandes und auch ganz persönlich herzlich alles Gute.
Du bist noch Teil einer Generation, für die Frieden und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind. Die Brutalität des Zweiten Weltkrieges musstest Du am eigenen Leib erfahren. Als Dir nach Kriegsende das ganze Ausmaß der Zerstörung und der Verbrechen bekannt wurde, wusstest Du, dass dies ohne starkes gesellschaftliches Engagement nicht überwunden werden konnte. Dieses Verantwortungsbewusstsein und sicher auch Deine christliche Erziehung brachten Dich schließlich zur Politik.
Der Weg zur SPD war damit allerdings noch nicht vorbestimmt. Gegen Ende Deines juristischen Studiums in Marburg prüftest Du mit Deiner Dir eigenen Genauigkeit und in systematischer Abwägung, welche Partei Deinen Vorstellungen am besten entsprechen würde. Dass Du diese Entscheidung so wohlüberlegt getroffen hast, machte sie ...