Breite Themenpalette garantiert höchste Aufmerksamkeit
Es war Britta Faust, die zu Beginn höchst emotional über ihre positiven Erfahrungen als sogenannte Integrationslotsin mit 2 je 5-köpfigen Flüchtlingsfamilien berichtete und dafür Anerkennung und hohe Aufmerksamkeit bei den vielen Teilnehmern der monatlichen Versammlung der Rhader SPD erzielte.
„Was würdest du machen, wenn du Regierung wärst?“, so eine der Fragen, die die Teilnehmer per Fragebogen über die Bewältigung der Flüchtlingskrise spontan beantworten sollten. Die Idee, einmal so die Meinung aller Interessenten „abzufragen“, sorgte für eine interessante Abwechslung in der Diskussionsrunde. Über die Fragen und Ergebnisse morgen mehr. Die Rhade-Konferenz am 15. Februar wirft ihre Schatten voraus. Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender, warb darum, sich unbedingt daran zu beteiligen. „Egal ob Mitglied einer Partei, eines Vereins oder einfach so interessiert. Es geht um Rhades Zukunft“.
Weitere Themen:
- Der Fall „Paul“ und kein Ende
- Die Dorstener Netzgesellschaft – Eine Erfolgsgeschichte
- Der Rhader Rahmenplan – Die Blaupause für künftige Diskussionen
- Die Idee, den „Alten Sportplatz“ zu bebauen, nimmt Gestalt an
- Der Kasper kommt auch wieder nach Rhade
Morgen mehr auch zu diesen Themen
Veröffentlicht am 12.02.2016
„Bricht Europa auseinander, schafft sich Deutschland ab?“
Heute treffen sich, wie an jedem 2. Donnerstag im Monat, Mitglieder und Freunde der Rhader SPD, um zuzuhören, mitzudiskutieren und sich einzumischen. Da die Welt seit geraumer Zeit „verrückt“ spielt, gibt es ausreichend Themen, die unter den Nägeln brennen: Fluchtbewegung und die heimische Flüchtlingsbetreuung, Europa und die Solidarität, die SPD und die Umfragen, Rhade und die Bürgerbeteiligung, usw, usw. Heute, Donnerstag, 11. Februar, 19.30 Uhr, Gasthaus Pierick.
Veröffentlicht am 11.02.2016
Heute*) findet wieder ein Ritual der Parteien statt, das in die Jahre gekommen ist. Der politische Aschermittwoch. In Bayern zu Hause, hier eher fremd. Dennoch verzichtet keine Partei auf die Gelegenheit, mal so richtig Klartext zu reden. Nicht selten in bierseliger Stimmung wird in der Regel der politische Konkurrent lächerlich gemacht und verbal verdroschen. Stimmung! Ist das Werbung für die eigene Partei? Fühlen sich junge Menschen, außerhalb der Parteien, davon (noch) angesprochen? Die Probleme der Nation und damit auch die der politischen Akteure sind so gewaltig, dass sich schon fast von alleine verbietet, mit Rundumschlägen Stimmung zu machen.
Ein Denkanstoß aus Rhade
*) Durch das schreckliche Zugunglück sind in Bayern und einigen anderen Bundesländern die Aschermittwochsveranstaltungen kurzfristig abgesagt worden!
Veröffentlicht am 10.02.2016
Fluchtbewegung spaltet Parteien, Regierung und EU
Was macht unsere Regierung (CDU/CSU/SPD), wenn die restlichen 27 europäischen Partner sich weiter weigern, bestimmte Kontingente an Flüchtlingen zu übernehmen? Was macht unsere Regierung, wenn weiter Flüchtlinge aus Arabien, Afrika und Asien an unserer oder der EU-Außengrenze stehen? „Die Antwort weiß nur der Wind“, so ein Liedtext, der exakt widerspiegelt, dass es keine einfachen, schlüssigen und schnellen Antworten gibt. „Wir müssen die Fluchtursachen, Krieg, Armut, Hunger, … beseitigen und solidarisches Handeln der EU-Partner einfordern“, so die (theoretische) Vorgabe unserer Regierung. Das wird aber Jahre, besser Jahrzehnte dauern, bis greifbare Erfolge erkennbar sind. Bis dahin werden wir lernen müssen, zu teilen. Auf diese Wahrheit unsere Gesellschaft vorzubereiten, wäre die richtige Antwort unserer Politiker. Stattdessen, wird fast täglich eine „neue Sau durchs Dorf getrieben“. Gewinnen werden am Ende die, die zwar keine demokratischen Antworten auf die Weltkrise haben, aber mit flotten Sprüchen punkten. Hatten wir das nicht schon mal?
Eigener Bericht (Die Rhader SPD wird am Donnerstag, 11. Februar um 19.30 Uhr im Gasthaus Pierick auch über dieses Thema offen und öffentlich diskutieren.)
Veröffentlicht am 09.02.2016
Ein (unheimlicher) Blick in die Zukunft
Heute: Ich treffe zufällig einen Bekannten, tausche belanglose Freundlichkeiten aus – das war’s.
Morgen: Ich treffe zufällig einen Bekannten, meine Kamera in der Brille erkennt ihn sofort und spiegelt mir parallel auf die Netzhaut: Name, Datum des letzten Treffens und Inhalt des belanglosen Gesprächs.
Zukunftsfantasie? Seit Jahren wird in Übersee und Europa genau daran geforscht, unser Gehirn mit einem externen Speicher leistungsfähiger zu machen, Vergesslichkeit zu minimieren und Vergangenes zu jedem Zeitpunkt präsent zu haben.
In den USA ist es Professor Thad Starner, der die Google Brille mit seinem System kommunizieren lässt, das mit einer 5-Finger-Tastatur in der Hosentasche gesteuert wird und jede Begegnung aufzeichnet und speichert. Seit Jahren! „Die Erweiterung meines Gehirns“, so seine Bewertung.
In Dublin (Irland) forscht Professor Cathal Gurrin, ebenfalls seit Jahren, an dem gleichen Thema, hier Lifelogging genannt. Seine Brillenkamera macht pro Minute 2 Fotos, außer wenn er schläft. Gurrin: „Unser lausiges Gedächtnis speichert so schlecht, wir werfen alles durcheinander, wir vergessen – das, was wir im Kopf haben, ist nicht die Realität.“
Das soll unsere Zukunft sein? Nicht wenige Leser, wie auch der Unterzeichner dieser Geschichte, schütteln sicherlich jetzt den Kopf und fragen sich, ob diese Aussicht unser Leben reicher macht.
Dirk Hartwich
Quelle: ZEIT, Nr. 4, 21.01.2016, Ressort Wissen: Die perfekte Erinnerung von Eva Wolfangel
Veröffentlicht am 08.02.2016