Allgemein Berlin/Dorsten: Leseraum für TTIP- und „Paul“-Akten

Wirklichkeit und Satire liegen oft nah beieinander

Berlin: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat in Berlin einen Leseraum für Bundestagsabgeordnete der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach Anmeldung, unter Aufsicht (!), ohne Handy oder Fotoapparat, dürfen sie geheime Akten zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) lesen. Sprechen dürfen sie über ihre dort gewonnenen Erkenntnisse nicht (!). Zur Erinnerung: Der Bundestag ist das Kontrollorgan der Regierung. Achtung: Das ist Wirklichkeit – keine Satire!

Dorsten: Bürgermeister Tobias Stockhoff hat in Dorsten einen Leseraum für Ratsmitglieder vorgesehen. Nach Anmeldung und unter Aufsicht (!) dürfen Ratsmitglieder ohne Handy oder Fotoapparat, geheime Akten zum Fall „Paul“ lesen. Sprechen dürfen sie über ihre dort gewonnenen Erkenntnisse nicht (!). Zur Erinnerung: Der Stadtrat ist das Kontrollorgan der Stadtverwaltung. Achtung. Das ist Satire – keine Wirklichkeit!

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 29.01.2016

 

Ortsverein In eigener Sache

Rhader Internetseite wird aufgefrischt

Wegen überörtlicher Umstellungsarbeiten wird unsere Internetseite voraussichtlich in der Zeit vom 27. bis 29. Januar nicht aktualisiert. Danach werden wir, wie in den Jahren davor, täglich über kommunale, regionale, internationale Geschehnisse berichten und kommentieren. Wir sind nach wie vor sehr beeindruckt über die Zahl unserer Seitenaufrufe und Leser. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden weiter über alle Ereignisse um uns herum, kritisch,  aber auch selbstkritisch, berichten. Um es mit Ranga Yogeshwar zu sagen: „Bleiben Sie uns treu, empfehlen Sie uns weiter“.

Veröffentlicht am 26.01.2016

 

Gesellschaft Flüchtlingsinformation: Sternstunde in Rhade

Wir schaffen das  – Lembecker Ehrenamtliche überzeugen nachhaltig

Die St. Urbanuskirche in Rhade war gestern Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Nachricht, dass im Michaelisstift 100 Flüchtlinge untergebracht werden, mobilisierte das ganze Dorf. Und es waren ehrenamtliche Flüchtlingshelfer aus der Nachbargemeinde, die eingeladen und informiert haben, was Rhade tun kann, um die Herausforderung gemeinsam mit Lembeck zu bewältigen. Es war die Art und Weise der Information, die die vielen gebannt zuhörenden Besucher tief beeindruckte.

Ob Joachim Thiehoff als Moderator, Bürgermeister Tobias Stockhoff, der gastgebende katholische Pastor, der Sozialamtsleiter Rentmeister, das „Organistenteam“ aus Lembeck, der Vertreter des Malteser Hilfsdienstes, Frau Wahl vom Verband der ev. Kirchengemeinde und besonders die 3 vortragenden Integrationslotsen aus Lembeck, und, und und – sie alle wuchsen in ihrer sachlichen und dennoch berührenden Information über sich hinaus. Lang anhaltender Beifall nach jedem Wortbeitrag zeigten, dass die ehrenamtlichen (!) Veranstalter den Nerv der Zuhörer voll getroffen haben und so erfolgreiche Werbung für Mitmenschlichkeit, solidarische Hilfe und Motivation zum Mitmachen vermittelt haben. Ein Besucher sprach im Hinausgehen den legendären Satz von John F. Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“. Fazit: Rhade und Lembeck werden künftig eng zusammenarbeiten und beweisen, dass der Satz: „Wir schaffen das“ zumindest vor Ort seine Berechtigung erfährt.

Eigener Beitrag - Wird in mehreren Beiträgen fortgesetzt 

Veröffentlicht am 26.01.2016

 

Aufarbeitung von unten. Nachzulesen unter: www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de Gesellschaft 27. Januar: Holocaust-Gedenktag

Wir dürfen nicht vergessen

Vor 71 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Das ganze Ausmaß der Katastrophe, von Hitler-Deutschland ausgehend, brennt sich in unser Gedächtnis ein. Menschen, die einen anderen Glauben hatten, Menschen, die anders waren, Menschen, die nicht so wollten wie die selbsternannten „Herrenmenschen“, wurden grausam umgebracht. Alles vergessen? Vergessen, wenn schon wieder „Ungläubige“ barbarisch ausgelöscht werden? Nein, der 27. Januar, von der UN zum Holocaust-Gedenktag ausgerufen, muss uns weltweit mahnen, endlich aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Deshalb denken wir heute, auch in Dorsten an die Verbrechen, die unter unseren Augen, unseren jüdischen Bürgern, in unserer Stadt angetan wurden: Demütigung – Verfolgung – Ermordung! 

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 26.01.2016

 

Kommunalpolitik „Paul“: Die Stunde der Wahrheit …

Stadtrat muss über SPD-Antrag abstimmen

Am Mittwoch, 27. Januar um 17 Uhr tagt der Dorstener Stadtrat im Rathaus. Punkt 9 der Tagesordnung verspricht einige Spannung. Die SPD hat nämlich beantragt, das nicht weisungsgebundene Rechnungsprüfungsamt (RPA) mit einer Überprüfung zu beauftragen, ob es in den letzten Jahren bei der externen Betreuung von Jugendlichen, der Fall Paul steht stellvertretend für weitere „Sonder-Erziehungsmaßnahmen“ durch  private Anbieter, zu Fehlverhalten gekommen ist. Fehlverhalten kann z. B. bedeuten, dass „in Obhut“ genommene Kinder nicht vorschriftsmäßig betreut, verbindliche Richtlinien nicht eingehalten und Privatanbieter Leistungen in Rechnung gestellt haben, die nicht komplett erbracht wurden. „Mit Kindern Kasse machen“, so TV-Berichte, die u. a. auf Dorsten und „Paul“, der mit 11 Jahren (!) nach Ungarn zur sonderpädagogischen Einzelerziehung „verbracht“ wurde, aufmerksam machten. Die Stadtverwaltung konnte, obwohl ziemlich unter Druck stehend, anfangs noch den Eindruck, „alles richtig gemacht zu haben“, offensiv vermitteln. Das hat sich aber geändert. Recherchen von außen haben nämlich schnell gezeigt, dass die angekündigte lückenlose Aufklärung, eher einer gewaltigen Rechtfertigungsmaschinerie entsprach. Inzwischen ermittelt auch die Staatanwaltschaft Essen. Die RPA-Untersuchung könnte, ohne dem Ergebnis vorgreifen zu wollen, endlich zeigen, dass „man“ im Rathaus verstanden hat. So wie in Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und anderen Städten. Der Antrag der SPD im Wortlaut: 

Veröffentlicht am 25.01.2016

 

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