Allgemein Sonntagsgedanken aus Rhade

Nachrichten der letzten Woche erzeugen Schwindelgefühle

  • Fluchtbewegung ungebremst. Lösungsansätze verpuffen schon im Vorfeld an EU-„Partnern“
  • Verhältnis zwischen Seehofer und Merkel zerrüttet. Ehe (GroKo) vor dem Aus?
  • Deutsche Tornados können nur am Tag in Syrien eingesetzt werden. Cockpit-Beleuchtung blendet Piloten
  • Bundeswehreinsatz in Mali (Afrika) soll ausgeweitet werden. Von der Leyen schließt neuen Einsatz in Libyen nicht aus
  • Frank-Walter Steinmeier rackert sich ab. Endlich ein Erfolg im Konflikt mit dem Iran. Ungelöste Probleme warten „nur“ noch in Polen, Ungarn, Marokko, Tunesien, Algerien, Ukraine, Türkei, …
  • Dass ein Flüchtling mit mehreren Identitäten in Deutschland leben kann, ist ein Unding. Dass aber der letzte Paris-Attentäter, registriert in Recklinghausen, über insgesamt 28 (!) Identitäten verfügte und sogar per Flugzeug nach Schweden reisen konnte, zeigt gnadenlos auf, dass bei uns etwas gewaltig aus dem Ruder gelaufen ist.
  • In Davos treffen sich wieder die Reichen und Einflussreichen. Ein weltweites „soziales“ Netzwerk der besonderen Art
  • Die Deutsche Bank wieder mit Milliardenverlust. Mehr als 5 Milliarden Euro (!) müssen jetzt für anhängige Schadenersatzklagen bereitgestellt werden. Hochachtung vor den Bankern? Verachtung und Ächtung wären angebracht
  • Landtagswahlen in 3 Bundesländern steigern die Nervosität aller Parteien. Das Fernsehen und das Aussehen scheinen die wichtigsten Kriterien der politischen Auseinandersetzung zu sein

Veröffentlicht am 24.01.2016

 

Hans-Peter Müller , SPD-MdL u.a. für Rhade, reagiert auf Hinweis sofort Schule und Bildung Eine Bertelsmann-Studie lässt aufhorchen - Gleich und gleich gesellt sich gern

Freie Grundschulwahl führt zu sozialer Trennung - SPD-Landtags-abgeordnete reagieren sofort

Die Diskussion über die Schließung der Wichern-Grundschule hat sich noch nicht gelegt, da legt die Bertelsmannstiftung mit einer Studie den Finger in die nächste Wunde. Es geht dabei um die freie Grundschulwahl in NRW. Kurz: Privilegierte Eltern (mit größerem Geldbeutel) suchen sich für ihre Kinder Grundschulen in Wohngebieten aus, in denen kaum Kinder aus nicht so glatten sozialen Verhältnissen beschult werden. Damit wird aber einer sozialen Trennung Vorschub geleistet. Verbindliche Schulbezirksgrenzen, die von Fall zu Fall angepasst werden, könnten Schulschließungen und die jetzt beanstandete soziale Trennung der Kinder verhindern, so die Forderung der Rhader SPD vor Wochen. Hans-Peter Müller und Michael Hübner, beide SPD-Landtagsabgeordnete u. a. für Dorsten, reagierten sofort auf die Stellungnahme der Rhader Sozialdemokraten. Ihre Antworten werden die Dorstener Verwaltung und den Rat zum Handeln „zwingen“. Im Wortlaut: …

Veröffentlicht am 23.01.2016

 

Kommunalpolitik 3 Fragen der Dorstener Zeitung an Hans-Willi Niemeyer

Thema: Unterbringung der Flüchtlinge 

  1. Frage: 100 Flüchtlinge sollen im Michaelisstift an der Rhader Straße in Lembeck untergebracht werden. Ziel ist, dass diese Menschen mittelfristig in Rhade oder Lembeck heimisch werden sollen. Gibt der Wohnungsmarkt in beiden Ortsteilen das überhaupt her?

Antwort Hans-Willi Niemeyer, SPD Rhade: Das Michaelisstift gilt, so unsere Information, als Übergangswohnheim. Das heißt, dass die dort untergebrachten Flüchtlinge registriert und mit Bleibeperspektive ausgestattet sind. Sie dezentral in allen Dorstener Stadtteilen und Wohnsiedlungen, nicht nur in Rhade und Lembeck, unterzubringen, ist der einzig wirksame Schlüssel zur erfolgreichen Integration.

  1. Frage: Die Rhader SPD spricht sich für dezentrale Unterbringung der Zuwanderer aus. Welches Konzept haben sie vor Augen?

Veröffentlicht am 22.01.2016

 

Auch wir in Dorsten und Rhade sind gefragt, wenn es um den Abbau von Ungerechtigkeit geht Gesellschaft Schwer zu ertragen – Soziale Ungleichheit auf dem Höhepunkt

62 Superreichen stehen 3,5 Milliarden Arme gegenüber

Oxfam, eine sehr angesehene, seriöse englische Hilfsorganisation schlägt Alarm. Die Weltöffentlichkeit zeigt sich schockiert. Zumindest kurzfristig. Nach einer Studie verfügen nur 62 Superreiche über ein Vermögen, das dem entspricht, was die Hälfte der armen Menschheit weltweit gerade zum (Über)Leben zur Verfügung hat. Da hilft keine Sternsinger-Aktion, da helfen keine Spenden von so genannten Gutmenschen (Unwort des Jahres), da hilft nur kompromisslose Steuerpolitik weltweit und untereinander abgestimmt. Ob sich nach der großen, ersten Empörung etwas ändert? Nach der weltweiten Aufmerksamkeit, die die Studie erzielt hat, sollte man die Hoffnung nicht ganz aufgeben und unsere Politiker immer wieder daran erinnern, mehr als bisher dafür zu tun, dass die soziale Ungleichheit abgebaut wird. Auf dem jetzt beginnenden Weltwirtschaftsforum in Davos, dem Treffpunkt der Reichen und Einflussreichen, wäre eine gute Gelegenheit, die Wende einzuläuten.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 21.01.2016

 

Gesellschaft Wenn Märchen auf Realität trifft

Eine Begegnung in der Kälte

Sonntagabend. Es ist lausig kalt. Gut gekleidete Theaterbesucher strömen ins Essener Colosseum. Schwanensee. Musik von Peter Tschaikowski. Ballett aus St. Petersburg. Hochkultur. Eintrittspreis 50 Euro und mehr. Drinnen ein fantastisches Märchen. Draußen die bittere Realität in Person eines freundlichen Zeitungsverkäufers. „Guten Abend, viel Spaß“, so die wirklich nette Begrüßung, verbunden mit der Bitte, die Straßenzeitung fiftyfifty für 1,90 Euro zu kaufen. Es sind sehr wenige Besucher, die ein Herz für den frierenden Verkäufer und den Anspruch von fiftyfifty zeigen, nämlich „Obdachlose von der Straße zu lesen“. Dabei lohnt sich das Lesen dieser anspruchvollen, informativen und gesellschaftskritischen Straßenzeitung allemal. Zum Abschluss die Bitte: Künftig dem fiftyfifty-Straßenverkäufer eine Zeitung abzukaufen und sich über www.fiftyfifty-galerie.de  zu informieren. DANKE!

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 20.01.2016

 

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