Wird „Fall Paul“ ausgesessen oder aufgearbeitet?
Ein Meister des Aussitzens, ging es um unbequeme Sachverhalte, war sicherlich der langjährige Bundeskanzler Kohl. Aber auch Angela Merkel wird immer wieder vorgeworfen, lange, manchmal zu lange, abzutauchen, um erst dann, wenn sich der „Himmel aufgeklart“ hat, sich zu positionieren. Dass diese Strategie bis in die Kommunalverwaltungen ausstrahlt, kann am Dorstener „Fall Paul“ festgemacht werden. Anfangs konnte gar nicht schnell genug die Öffentlichkeit „eingebunden“ werden. Tenor: Wir haben nichts falsch gemacht, wir haben nichts zu verbergen. Heute ist eine erstaunliche Zurückhaltung festzustellen. In dieser Woche hat der zuständige Jugendhilfeausschuss getagt. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt fehlte, obwohl gefordert. In der kommenden Woche – Ratssitzung. Die Tagesordnung ist umfangreich, „Paul“ fehlt. Obwohl der Staatsanwalt im Rathaus ermittelt, obwohl der beauftragte private Träger aus der öffentlichen Kritik nicht heraus kommt, obwohl in den Nachbarstädten äußerst selbstkritisch mit den umstrittenen „pädagogischen“ Auslandserziehungsprogrammen umgegangen wird, sieht die Dorstener Verwaltung zur Zeit keinen öffentlichen Gesprächsbedarf. Um den Eindruck des Aussitzens zu vermeiden, gehört der "Fall" solange auf jede Rats-Tagesordnung, bis ein Schlussstrich gezogen wierden kann. Was spricht dagegen?
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 24.10.2015
Goldgräberstimmung in vielen Branchen
Ohne die vielen ehrenamtlich helfenden Bürger, die Herz, Zeit und eigene Mittel einbringen, wäre die wichtige Botschaft, „Wir schaffen das“, schon lange Makulatur. Ohne die engagierten hauptamtlichen Mitarbeiter in den kommunalen Verwaltungen, wäre die Betreuung, Registrierung und Unterbringung der Flüchtlinge nie und nimmer zu stemmen. Ohne die vielen professionellen Unternehmen, die sich ihren Aufwand natürlich vom Staat vergüten lassen, müsste auch Angela Merkel und Co. kapitulieren. Diese 3. Gruppe, die u. a. aus Immobilienmaklern, Bauunternehmern, Sicherheitsunternehmen und Wohlfahrtsverbänden besteht, verdient sich zurzeit eine „goldene Nase“. Wohnraum knapp – Mieten und Vermittlungsgebühr rauf. Container ausverkauft – lange Lieferzeiten und 4-facher Preis. Sicherheitsdienste und Wohlfahrtsverbände – jeder neue Flüchtling lässt den Umsatz/Gewinn steigen. Während die ehrenamtlichen Helfer reich an Erfahrung werden, definieren die anderen Akteure Reichtum ganz anders.
Eigener Bericht. Quelle u. a. ZEIT Nr. 42 „ Die Goldgrube“
Veröffentlicht am 23.10.2015
Bürgerhinweis
Am Bahnübergang Feldstraße/Schlehenweg zeigen rotweiße Hinweisschilder den vielen Radlern, wohin die Reise weiter gehen könnte. Dass da etwas verwirrend ist, zeigt das Foto deutlich. Während die Information „Borken/Heiden“, sowie „Dorsten/Lembeck“ klar ist, lässt das 3. Schild „Schermbeck/Rhade Bahnhof“ Fragen offen. Ein kleines Zusatzschild, um den Weg entlang der Bahntrasse zu nehmen, würde die offensichtliche Verwirrung auflösen. Der Bürgerhinweis an die SPD wurde inzwischen an die Verwaltung weitergeleitet.
Veröffentlicht am 22.10.2015
Heiko Maas spricht Klartext - „Rechte sind bei uns nicht integriert“
Ruhig, sachlich, aber klar, schnörkellos und direkt. So präsentiert sich der Justizminister seit Wochen in der Öffentlichkeit. So auch am letzten Sonntag bei Günter Jauch. Er lässt den Rechten, die als besorgte Bürger gestartet sind, sich aber zu Sorgenbürgern entwickelt haben, keinen Spielraum für Hetze und Aufwiegelung zu strafbaren Handlungen. Gut so. Oder besser: Endlich zeigt der Staat, in Person des Justizministers, dass Rechtsradikalität sofort verfolgt und bestraft werden muss. Heiko Maas hat mit seinem öffentlichen Auftreten viel Sympathie gewonnen. Ein Minister, der immer stärker wird. Sigmar Gabriel hat mit der überraschenden Berufung des saarländischen SPD-Landesvorsitzenden zum Bundesminister, ein „glückliches Händchen“ bewiesen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.10.2015
Klangbrücken zwischen den Kulturen – Standing Ovation
Dass Musik „grenzenlos“ alle Sinne der Menschen erreicht, ist allseits bekannt. Dennoch schaffen es herausragende Musiker und Sänger immer wieder, die Zuhörer mitzureißen und sie in eine besondere Gefühlslage zu verführen. So am frühen Sonntagabend in der ev. Kreuzkirche in Hervest. 5 Musiker der Extraklasse, ein einfühlsamer Rezitator und eine begeisternde Sängerin, Schirin Partowi mit der Gruppe AVRAM. Weltmusik heißt es im Programmheft. Dieser Begriff schien groß gewählt, traf aber in allen Belangen zu. Jiddische, arabische, französische, englische, türkische Klänge und Texte – Schirin Partowi scheint überall zu Hause zu sein. Dazu eine Ausstrahlung, die die Zuschauer vom ersten bis zum letzten Stück beeindruckte. Es ist die Dorstener Veranstaltungsreihe zur Interkulturellen Verständigung, die von den katholischen, evangelischen Kirchengemeinden, der türkischen Moscheegemeinde DITIB, dem Jüdischen Museum und Franz-Josef Stevens „gemanagt“ wird. Die Veranstalter spiegeln das Programm 1:1 wider. Juden, Christen und Muslime sind Bürger unserer Stadt, bereichern die unterschiedlichen Kulturen gegenseitig. Ein Konzert, das Lust auf mehr macht, ein Kulturangebot, das Dorsten sehr gut zu Gesicht steht, Veranstalter, die zeigen, was Zusammenarbeit „über den „Tellerrand“ möglich macht. Siehe www.brueckenschlag-dorsten.de
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 20.10.2015