Ungarische Flüchtlinge werden willkommen geheißen
Ungarnaufstand 1956. Die Menschen wehren sich gegen Bevormundung und demonstrieren für Freiheit und Demokratie. Die Regierung lässt auf die friedlich Demonstrierenden schießen. Später greift der Warschauer Pakt unter Führung der Sowjetunion mit Panzern ein. Der Traum von Freiheit ist ausgeträumt. Eine Fluchtwelle hatte bereits vorher eingesetzt. Viele Ungarn, darunter eine große Anzahl Musiker, "stranden" in Marl, unserer Nachbarstadt. Sie werden willkommen geheißen. Kleinere Mehrfamilienhäuser werden eigens gebaut, um eine schnelle Integration zu ermöglichen. Das Orchester Philharmonia Hungarica entsteht und verhilft Marl und NRW zu besonderer Aufmerksamkeit. Ungarn ist heute Mitglied der europäischen Union und somit Mitglied dieser Wertegemeinschaft. Offensichtlich nur auf dem Papier. Die jetzt Regierenden haben nichts gelernt und vergessen, wie sie behandelt wurden, als die Not am größten war.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 20.09.2015
Früchte des Zorns
1939 wurde der hoch gelobte und vielfach ausgezeichnete Roman von John Steinbeck veröffentlicht. Authentisch, dramatisch und mitfühlend zeichnet er das Bild von Flüchtlingen in Amerika, die versuchen, ins "gelobte Land" Kalifornien zu kommen. Bitterste Armut, verursacht durch eine lange Dürreperiode, hat sie veranlasst, die Heimat zu verlassen und einen Neuanfang im Westen zu wagen. Auf dem Weg dahin erleben sie Ablehnung, Hass und Ausbeutung. Untergebracht in eigens geschaffenen Lagern vegetieren sie dahin und - geben die Hoffnung nicht auf.
Wer die täglichen Bilder des Flüchtlingstrecks im TV sieht, kann es kaum glauben, dass John Steinbeck 76 Jahre zuvor etwas beschrieben hat, das sich heute erschreckend wiederholt.
Wirklich lesenswert.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 19.09.2015
Polderprojekt zeigte, was in der Lippestadt möglich ist
Nun ist der Dorstener Herbst da. Künstlerisch betrachtet. Nach 70 Tagen wurde in Dorsten ein Kunst- und Kulturprojekt beendet, das Furore machte und die Bürger ohne Einschränkung mitnahm. Eine Idee wurde zum Selbstläufer. Marion Taube hat das Lob, dass sie und ihre Mitstreiter von der Öffentlichkeit erhält und erhalten hat, absolut verdient. Das Besondere ist nämlich, dass sie "mit ohne Geld", dafür mit unendlicher Begeisterung und mitreißender Motivation 70 Tage lang den Menschen in unserer Flächenstadt ein ganz neues Gefühl des Miteinanders und der "barrierefreien" Begegnung ermöglichte. Jetzt gilt es, den gesponnenden Faden aufzugreifen. Kultur in einer Stadt ist nämlich ein immer noch unterschätzter Standortfaktor. Interessant und nachdenklich machend ist, dass es überwiegend private Initiativen und Initiatoren sind, die Dorsten ein neues, sympathisches Gesicht geben. Kultur für alle! Dorsten hat 70 Tage bewiesen, dass es das gibt und auch "nachgefragt" wird. Ein Lichtblick. Aber auch eine Aufforderung an das städtische Kulturamt, sich umfassender, kreativer und offener als bisher zu positionieren.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 18.09.2015
Polderprojekt zeigte, was in der Lippestadt möglich ist
Nun ist der Dorstener Herbst da. Künstlerisch betrachtet. Nach 70 Tagen wurde in Dorsten ein Kunst- und Kulturprojekt beendet, das Furore machte und die Bürger ohne Einschränkung mitnahm. Eine Idee wurde zum Selbstläufer. Marion Taube hat das Lob, dass sie und ihre Mitstreiter von der Öffentlichkeit erhält und erhalten hat, absolut verdient. Das Besondere ist nämlich, dass sie "mit ohne Geld", dafür mit unendlicher Begeisterung und mitreißender Motivation 70 Tage lang den Menschen in unserer Flächenstadt ein ganz neues Gefühl des Miteinanders und der "barrierefreien" Begegnung ermöglichte. Jetzt gilt es, den gesponnenen Faden aufzugreifen. Kultur in einer Stadt ist nämlich ein immer noch unterschätzter Standortfaktor. Interessant und nachdenklich machend ist, dass es überwiegend private Initiativen und Initiatoren sind, die Dorsten ein neues, sympathisches Gesicht geben. Kultur für alle! Dorsten hat 70 Tage bewiesen, dass es das gibt und auch "nachgefragt" wird. Ein Lichtblick. Aber auch eine Aufforderung an das städtische Kulturamt, sich umfassender, kreativer und offener als bisher zu positionieren.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 18.09.2015
"Penny" rüstet auf
Gestern stand hier noch ein kleines, altes Haus. Ein Stück Rhader Geschichte. „Heute“ hat der Abrissbagger „Nägel mit Köpfen gemacht. Der Discounter Penny, zum REWE-Konzern gehörend, wird hier einen Parkplatz errichten. Gut für die einkaufenden Rhader. Vielleicht auch ein Signal, dass der Konkurrent zum EDEKA-Geschäft im Rhader Einkaufszentrum mit seiner Investition bleiben wird. Ob aber der Parkplatz zum Rhader Ortsbild passt? Da bleiben Zweifel.
Veröffentlicht am 17.09.2015