Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 3.
Frage: Landwirtschaft ist mehr als Milchproduktion. Wer wird mit welchem „Geschäftsmodell“ in Zukunft sich am Markt behaupten können?
Hubert Krampe: Es ist richtig, das Landwirtschaft mehr ist als Produktion. Der Vermarktung unserer Erzeugnisse kommt zukünftig eine noch größere Bedeutung zu. In der Veredelung unser Produkte, besonders bei Milch, hat Deutschland eine weltweit führende geschätze Vielfalt und Qualität. Dieses Potenzial muß noch mehr genutzt werden, besonders von unseren bauerneigenen Genossenschaftsmolkereien, die fast 75% der deutschen Milch verarbeiten. Im sinkenden Inlandsmarkt gibt es eine steigende Tendenz zur Regionalität. Es wäre ein großer Fortschritt, wenn dieser Trend anhalten würde und die Landwirtschaft damit
Veröffentlicht am 16.09.2015
Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 2.
2. Frage: In unserer geltenden (sozialen) Marktwirtschaft regeln Angebot und Nachfrage die Preise. Fordert die Landwirtschaft eine Sonderstellung?
Hubert Krampe: Selbstverständlich unterliegen auch die landw. Produkte den Gesetzen des Marktes. Das merken wir wie oben beschrieben, augenblicklich schmerzlich bei der Milch. Die Landwirtschaft möchte hier auch keine Sonderstellung. Was aber festzustellen ist, so unterliegen unsere Produkte immer mehr dem marktgeschehen des Weltmarktes. Bei Milcherzeugnissen werden von Deutschland 40% exportiert und ebensoviel importiert. Somit wirken sich Wechselkurse, klimatische und politische Ereignisse meist sofort auch auf unseren Märkten aus. Dies bewirkt auch ein Auf und Ab der Preise vor Ort. Das dieses Preistal z.Zt.aber so lange anhält und wenig Aussicht auf kurzfristige Besserung ist, macht uns doch
Veröffentlicht am 15.09.2015
Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 1.
- 1. Frage: Die Bauern klagen (wieder) über den Milchpreisverfall. Ist das ein hausgemachtes Problem durch Überproduktion?
Hubert Krampe: Die guten Milchwirtschaftsjahre 2013/14 (der Milchpreis war längere Zeit bei über 40 Cent) haben dazu geführt, dass der einzelne Landwirt versucht hat, alle seine betrieblichen Ressourcen auszuschöpfen. Das war zu dem Zeitpunkt unproblematisch, weil der Markt das Produkt Milch ohne Problem aufnahm. Besonders der Export war so aufnahmefähig, dass die preisbestimmenden Discounter in den Preisverhandlungen keine Chance hatten die Preise zu drücken. Das änderte sich ab Mitte 2014 als
Veröffentlicht am 14.09.2015
Vorankündigung: Rhade liegt mitten im Grünen. Ringsherum Felder, Wiesen und kleine Waldstücke. Unübersehbar, dass hier Land- und Viehwirtschaft betrieben wird. Die Gruppe der Landwirte ist nicht mehr sehr groß, dafür aber deren Probleme. Jetzt ist es der rasant gesunkene Milchpreis, der die Bauern auf die Straße und „Palme“ bringt. Um mehr über die Hintergründe der aktuellen Diskussion zu erfahren, haben wir Hubert Krampe 3 Fragen gestellt. Siehe untenstehend. Die Antworten erfolgen in den nächsten Tagen.
- Frage: Die Bauern klagen (wieder) über den Milchpreisverfall. Ist das ein hausgemachtes Problem durch Überproduktion?
- Frage: In unserer geltenden (sozialen) Marktwirtschaft regeln Angebot und Nachfrage die Preise. Fordert die Landwirtschaft eine Sonderstellung?
- Frage: Landwirtschaft ist mehr als Milchproduktion. Wer wird mit welchem „Geschäftsmodell“ in Zukunft sich am Markt behaupten können?
Veröffentlicht am 13.09.2015
Neubürgermeister düpiert Altbürgermeister
Gestern noch Lob, heute der Fußtritt. Lambert Lütkenhorst ist nicht nur enttäuscht, sondern verwundert und empört. So seine Aussagen in der Dorstener Zeitung. Die Entscheidung, WinDor ohne Diskussion von oben herab umzustrukturieren, zeigt einmal mehr, dass Tobias Stockhoff „mit dem Kopf durch die Wand“ will. „So wie er es auch als CDU-Vorsitzender praktiziert hat“, so politische Weggefährten im „Hintergrundgespräch“ unter der Hand. Wenn der 2. Geschäftsführer (Aleff) in öffentlicher Sitzung sein Unverständnis über die (einsame) Entscheidung des Neubürgermeisters, WinDor neu aufzustellen, äußert, dann gehört das schon in den Bereich DISTANZ. Wie da auf Dauer erfolgreiche Wirtschaftsförderung weitergeführt werden soll, entzieht sich dem Beobachter von außen. Nach dem „Fall Paul“, der Wicherschulentscheidung und der WinDor-Krise, wächst die Zahl der selbst verursachten Dorstener Baustellen. Sachliches Krisenmanagement ist nun gefragt. Besserwisserei ist fatal für unsere Stadt. Der Altbürgermeister hat ein Zeichen gesetzt.
Ein Kommentar der Rhader SPD
Veröffentlicht am 12.09.2015