Sigmar Gabriel zum Tode Egon Bahrs:
Egon Bahr ist tot. Der frühere enge Vertraute des SPD-Kanzlers Willy Brandt und Ex-Bundesminister starb im Alter von 93 Jahren. Die deutsche Sozialdemokratie und viele Menschen in Europa trauern um einen „mutigen, aufrichtigen und großen Sozialdemokraten, den Architekten der deutschen Einheit, Friedenspolitiker und Europäer“, zeigt sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in seinem Nachruf tief bestürzt.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zum Tode Egon Bahrs:
Die deutsche Sozialdemokratie trauert um Egon Bahr. Wir nehmen Abschied von einem großen Sozialdemokraten und Staatsmann, der uns bis in die jüngsten Tage stets ein kenntnisreicher Ratgeber und verlässlicher Freund war.
Egon Bahrs Wirken für Deutschland und Europa hatte bereits zu Lebzeiten historische Bedeutung erlangt. Sein Leben und
Veröffentlicht am 20.08.2015
Heute Startschuss im Carola Martius-Haus
Wenn sich heute Abend um 19 Uhr hoffentlich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Auftaktveranstaltung der so genannten Rhade-Konferenz im Carola Martius-Haus treffen, sind die Rhader Sozialdemokraten natürlich mittendrin. „Ein runder Tisch für Rhade mit Rhadern könnte unseren Ort aus dem Dornröschenschlaf wecken“, so ein langjähriger Beobachter der hiesigen Kommunalpolitik. „Die Erwartungen sollten zu Beginn aber nicht zu hoch geschraubt werden“, so Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der Rhader SPD. Und weiter: „Wir erwarten auf jeden Fall Offenheit gegenüber allen Themen, die Rhade betreffen. Jeder sollte mitmachen und gehört werden“.
Veröffentlicht am 20.08.2015
Große Koalition auf Parteienebene geplant
Sauer auf die CDU ist die Parteispitze der SPD. Obwohl strikte Geheimhaltung vereinbart war, prescht jetzt die CDU mit ihrem Strategiepapier „Meine CDU – 2017“ vor. Tatsächlich ist es eine Kopie aus dem Willy Brandt-Haus mit dem Arbeitstitel „Meine SPD – 2017“. Es ist nicht das erste Mal, dass die Christdemokraten, egal ob in Berlin, Düsseldorf oder in Dorsten, schamlos von der Konkurrenzpartei abschreiben. Nur so ist es zu erklären, dass sich CDU und SPD inhaltlich so ähnlich geworden sind. Jetzt sollte, so die Planung der Generalsekretäre, unterstützt von einer renommierten Unternehmensberatungsgesellschaft, still und leise eine Parteienfusion 2020 vorbereitet werden. Beide Volksparteien leiden nämlich unter Mitgliederschwund, sind überaltert, zu männlich und grau. In getrennten Papieren ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zielgruppe bei beiden Parteien für Neumitglieder gleich ist und die Ideen zur Nachwuchsgewinnung praktisch identisch sind. „Warum dann nicht gleich zu einer Einheit verschmelzen?“, so das bis gestern unter Verschluss gehaltene Geheimpapier „Fahimi – Tauber“.
„Natürlich“, so Yasmin Fahimi, SPD-Generalsekretärin der SPD auf Nachfrage der Rhader SPD, „ natürlich erwarten wir aufgeregte Diskussionen".
Der Arbeitsname der dann neuen, großen Partei soll, so Recherchen unseres Ortsvereins, SDU (Sozialdemokratische Union) lauten. Interessant ist, dass die noch existierenden kleineren Parteien signalisiert haben, ebenfalls mitzumachen. So kann es tatsächlich im Jahr 2020 zu einer neuen deutschen Einheitspartei, der Name wird aber nicht gerne gehört, kommen. Die Erwartung der Macher: „Wir können dann alle Fragen schnell und einmütig verabschieden. Lästige Diskussionen und krampfhaft gesuchte Alternativen halten uns nicht mehr auf. Unser Plan ist alternativlos!“
Eine nicht ernst gemeinte Kommentierung aus Rhade zur aktuellen Parteienkrise
Veröffentlicht am 19.08.2015
Rhader SPD trifft sich heute
Wie geht es weiter mit Rhade? Rand- oder Landgemeinde? Spannende Fragen warten auf Antwort. Am Donnerstag, 20. August, 19 Uhr, Carola Martius-Haus, wollen Bürgerinnen und Bürger aus Rhade mit der Dorstener Verwaltung über Chancen und Risiken einer neuen Form der Bürgerbeteiligung diskutieren. Mit dabei: Die Rhader Sozialdemokraten, Motor dieser Entwicklung seit vielen Jahren. Heute wollen sie intern darüber beraten, welche Erwartungen an das neue, mögliche Gremium gestellt werden. Gasthaus Pierick, 19.30 Uhr.
Veröffentlicht am 18.08.2015
Rat- und Hilflosigkeit der Politik mit den Händen zu greifen
Hautnah wird uns das ganze Elend der Flüchtlinge ins Wohnzimmer übertragen. Seit Wochen tägliche Horrornachrichten und Bilder. Hand aufs Herz: Wer würde sein Land, seine Stadt, seine Heimat bei dieser unerträglichen Gewalt und der schier unfassbaren Zerstörung nicht versuchen, zu verlassen? Die Menschen suchen verzweifelt Schutz und Hilfe. Können wir diese Herausforderung auf Dauer stemmen? Es sind nämlich nicht nur die jetzt angekommenen Menschen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Afrika, es sind noch Hunderttausende, die sicher leben wollen. Jenseits ihrer zerstörten Heimat. Durch die EU geht ein gewaltiger Riss. Unter den 28 Ländern, die sich gern auch Wertegemeinschaft nennen, gibt es nicht wenige, die die "Schotten dicht" machen. So geht das nicht! Da können „wir“ noch so hohe Zäune und Mauern bauen, der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen. Es sei denn, wir helfen vor Ort Strukturen aufzubauen, die den Menschen dort eine Perspektive geben. In welcher Zeit? Wer? Wie? Mit welchen Mitteln? Das sind klare Fragen. Ich kenne aber keinen Politiker, keine Partei, keine internationale Institution, die darauf hilfreiche Antworten geben kann. So bleibt es beim sporadischen Helfen und Löcher stopfen. Rat- und Hilflosigkeit ist mit den Händen zu greifen. Siehe oben.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 17.08.2015