Barbara Hendricks, SPD-Umweltministerin zum 29. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in der Ukraine
Am 26. April 1986 explodierte der Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl. Die Atomruine muss dauerhaft und sicher von der Umwelt abgeschirmt werden. Wir dürfen nicht riskieren, dass die in den letzten 29 Jahren erzielten Fortschritte wieder zunichte gemacht werden, weil sich die internationale Gemeinschaft nicht auf die Finanzierung für Maßnahmen zum sicheren Einschluss einigen kann. Dazu Barbara Hendricks:
Veröffentlicht am 26.04.2015
Prominenter Gastreferent in der Dorstener VHS
Er hatte das „schönste Amt neben Papst“. Er war Minister und Vizekanzler. Er war in der aktiven Politik ein Macher mit klarer, verständlicher Ansprache. Er war 1994 in Rhade und hat dem rührigen SPD-Ortsverein als NRW Arbeits- und Sozialminister persönlich zum 25jährigen Jubiläum gratuliert. Jetzt ist er im Unruhestand. Er – das ist Franz Müntefering, einer auf den die SPD immer zählen konnte und der die Partei zweimal als Vorsitzender führte. Gut, dass er sich nicht aufs „Altenteil“ zurückgezogen hat, sondern in beeindruckender Art und Weise den Demografiewandel in Deutschland begleitet.
Am Dienstag, 28. April ist er ab 19.30 Uhr im Forum der Dorstener VHS zu Gast. Sein Thema: WENIGER – ÄLTER – BUNTER. Wer Franz Müntefering kennt, weiß, dass das eine beeindruckende und nachdenklich machende Veranstaltung sein wird. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich. VHS: 02362-664160-61
Veröffentlicht am 25.04.2015
Wussten sie,
- dass dabei ca. 1 Million Menschen vom Osmanischen Reich umgebracht wurden?
- dass die heutige Türkei Rechtsnachfolger des Osmanischen Reichs ist?
- dass die Türkei den Begriff „Völkermord“ immer noch mit „allen Mitteln“ verhindert?
- dass der Papst sich davon nicht beeindrucken lässt und Völkermord sagt, wo Völkermord war
- dass unsere Bundesregierung aus diplomatischer Rücksicht gegenüber Ankara bis gestern um den Begriff Völkermord rumeierte?
- dass Deutschland im 1. Weltkrieg mit dem Osmanischen Reich verbündet war?
- dass der Hauptverantwortliche des Völkermords in Deutschland 1919 „Asyl“ erhielt?
- dass das der ehemalige Großwesir des Osmanischen Reichs war und Talat Pascha hieß?
- dass er am 15.3.1921 in Berlin durch einen armenischen Studenten auf offener Straße „hingerichtet“ wurde?
- dass dadurch die Gräuel des Völkermords an den Armeniern erstmals richtig von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden?
Eigener Bericht. Grundlage: Die ZEIT Nr. 16 vom 16. April 2015, „Völkermord an den Armeniern: Deutsche Mitwisser“
Veröffentlicht am 24.04.2015
Atomkraft – eine saubere Energie? Der Mythos ist endgültig dahin
Strom aus Atomkraft zu gewinnen und sich dabei über Jahrzehnte eine goldene Nase zu verdienen, war für EON, Vattenfall, RWE und ENBW einfach. Den hochradioaktiven Restmüll nach der Abschaltung zu entsorgen, entwickelt sich aber zur Jahrtausendaufgabe. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission kommt jetzt zu folgenden vorläufigen Ergebnissen:
- Ein Endlager wird es wahrscheinlich erst in 100 Jahren geben
- Die Rückstellungen der o. a. Konzerne reichen bei weitem nicht aus
- Da die verantwortlichen Unternehmen planen, die „Altlast ATOM“ aus dem eigenen Konzern auszulagern, muss die Rückstellungssumme sofort in einen öffentlich kontrollierten Fonds überstellt werden
Fazit: Die Energiekonzerne sind bereits jetzt nicht in der Lage, die vereinbarten Rückstellungen in Höhe von ca. 36 Milliarden Euro bereitzustellen, da sie sich auch in vielen Unternehmensbeteiligungen „verstecken“. Die Kommission geht von mindestens 70 Milliarden Euro Endlagerkosten aus. Also wird der Steuerzahler einspringen müssen. Die Atomenergie war eine einzige Kalkulationslüge. Von wegen billig und sauber.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 23.04.2015
Creativ Quartier Fürst Leopold erfüllt die Erwartungen nicht
An Superlativen mangelte es nie. Dort wo früher hunderte „Kumpels“ arbeiteten, sollten nun, nach dem Aus der Zeche, die mindestens gleiche Anzahl Kultur- und Eventbesucher das Areal an der Halterner Straße bevölkern. Die Macher um den Investor Tempelmann ließen mahnende Stimmen nie gelten. Jetzt, so die örtliche Presse, soll es (wieder) einen Neuanfang geben. Die Programmvorstellung ähnelt den vorherigen. Trotzdem kann man allen Beteiligten nur wünschen, dass da „endlich kontinuierlich Leben in die Bude kommt“. Da mit dem Bergbauverein aber ein agiler Kultur-Konkurrent in direkter Nachbarschaft auftritt, und die Stadt mit ihrem Polderprojekt ebenfalls die gleiche Zielgruppe anziehen will, ist Skepsis für das Creativ-Quartier angesagt. Eine lebendige Kulturlandschaft gehört zu den wichtigen Standortfaktoren einer Stadt. Dorsten lebt, aber die Gefahr sich zu verzetteln, schwebt über den gutwilligen Akteuren. Vielleicht wäre ein Kulturbeauftragter der Stadt, der ein unverwechselbares Gesamt-Lippestadtkonzept mit allen Beteiligten entwerfen könnte, eine Überlegung wert.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 22.04.2015