Die Rhader Wiesen: Wer hier überdüngt, vergiftet das Grundwasser Umwelt Die Nitratdiskussion – Eine Beobachtung von außen

Aufgeregtheit trifft auf Sachlichkeit

Der Umweltminister aus NRW veröffentlicht den Nitrat- und Nährstoffbericht. Ergebnis: Das Grundwasser, u. a. im Dorstener Norden, wird vergiftet, die Nitratgrenzwerte überschritten. Öffentliche Fragen nach den Verursachern lösen eine Lawine aus. Reflexartige Positionen und Gegenpositionen verhärten die Fronten. Stellungnahmen, Leserbriefe, Kommentare. Da können noch so viele Emotionen und Aufgeregtheiten im Spiel sein - die Nitratwerte in unserem Grundwasser sind gesundheitsgefährdend und lassen sich nicht wegdiskutieren. Es war die „Wasserexpertin“ der RWW, die unaufgeregt, sachlich und wissenschaftlich die Probleme beschrieb und Lösungswege aufzeigte. Die 16 Mitglieder des Umweltausschusses, 7 Verwaltungsmitarbeiter, eine Pressevertreterin und ca. 20 Zuhörer verfolgten hoch konzentriert, die Ausführungen der Dipl.-Geologin. Fazit: Pauschale Beschuldigungen führen fast immer in die Sackgasse. Verantwortlich an der gemessenen Nitratmisere sind viele. Die Landwirte müssen ihre schwarzen Schafe beim Namen nennen. Die Verbraucher können mit ihrem Verhalten „Berge versetzen“. Die Politik hat nicht nur Rahmenbedingungen zu formulieren, sondern die Pflicht, sie auch zu kontrollieren. Eine Sternstunde der öffentlichen Diskussion im Dorstener Fachausschuss.

Eigener Bericht 

Veröffentlicht am 15.02.2015

 

Kommunalpolitik Nebenbei bemerkt: Ein SPD-Ortsverein im Blickpunkt

Rhader Sozialdemokraten setzen Zeichen

  • Wer hat die unglaubliche Kostenexplosion beim Erweiterungsbau des Kommunalen Kindergartens Stuvenberg öffentlich gemacht?
  • Wer hat beim ersten Bürgermeisterbesuch im Heimathaus aktiv für mehr Bürgerbeteiligung geworben?
  • Wer hat es mit Hartnäckigkeit geschafft, dass das irreführende Autobahnhinweisschild nach Raesfeld geändert wird?
  • Wer war es, dass der Fuß- und Radweg entlang der Lembecker Straße zwischen Stuvenberg und Bahnlinie mit rotweißen Baken etwas mehr abgesichert wird?
  • Wer hat die öffentliche Diskussion über die Rhader/Dorstener Nitratgrenzwert-Überschreitung im Grund- und Trinkwasser eingeleitet?
  • Wer hat über die geplante neue Tankstelle öffentlich und mit dem künftigen Betreiber eine viel besuchte Informationsveranstaltung durchgeführt?
  • Wer setzt sich kontinuierlich für Rhade und seine Bürgerinnen und Bürger ein?

Viele Fragen – aber nur eine Antwort:

Es ist immer die Rhader SPD!

 

Veröffentlicht am 14.02.2015

 

Überrascht war die Rhader SPD und die Raiffeisen e. G. über das riesige Interesse. Foto: Jürgen Heinisch Arbeit und Wirtschaft Rieseninteresse an Tankstellenplanung in Rhade

Öffentliche SPD-Veranstaltung erhielt Lob von allen Seiten

90 Bürgerinnen und Bürger ließen den Karneval links liegen und strömten ins Gasthaus Pierick. Bis auf den letzen Platz war der Saal besetzt, um zu hören, zu sehen und zu fragen, was sich in Rhade künftig tut. „Eine Tankstelle für Rhade“ lautete die Pressemitteilung, die elektrisierte.

Erst waren es Gerüchte, dann konkretere Infos unter der Hand, jetzt endlich Gewissheit. Die Raiffeisengenossenschaft Hohe Mark e. G. baut in Rhade auf dem alten Standort der aufgegebenen Tankstelle Wessels eine neue Anlage mit Waschstraße, Shop und Bistro. Die SPD reagierte sofort und konnte den künftigen Betreiber gewinnen, die Planung öffentlich vorzustellen. Heiner Schulte, Rhader Bürger und Mitarbeiter der Genossenschaft erfüllte die Aufgabe souverän und informativ. Achim Schrecklein, SPD-Ratsmitglied und engagierter Wirtschaftsförderer hatte zuvor kenntnisreich ins Thema eingeführt. Klar wurde, dass die Bauvoranfrage positiv in der Verwaltung als reine Formalie behandelt wird, da das infrage kommende Gebiet als Mischgebiet immer Bestand hatte und somit einer Genehmigung nichts im Wege steht. Dass damit keine öffentliche Bürger-, sprich Anliegerbeteiligung verbunden ist, überraschte dann doch. Möglich wäre nur eine Akteneinsicht mit Widerspruch, wenn sich die persönliche Betroffenheit bestätigt. Es waren dann auch die direkten Anlieger, die mit großen Bauchschmerzen Fragen nach der Lärmbelastung und den Verkehrsströmen stellten. Heiner Schulte konnte viele Fragen beantworten, dennoch gab es Lücken, die nur die Verwaltung schließen könnte. Dass sie nicht mit am Tisch saß, stieß auf  Unverständnis, insbesondere beim Veranstalter. „Bei den jahrelangen Rahmenplanberatungen wurde doch gerade die frühzeitige Bürgerinformation und Beteiligung gemeinsam herausgearbeitet. Jetzt ist der Fall eingetreten, dass den Worten Taten folgen müssten“, so Dirk Hartwich, der die spannende Veranstaltung für den erkrankten Vorsitzenden Hans-Willi Niemeyer leitete. Heiner Schulte ging auf die Kritiker zu und versprach, in einer weiteren Inforunde, möglichst mit der Stadtverwaltung, alle offenen Punkte konstruktiv, wenn machbar, zu berücksichtigen. Achim Schrecklein wird parallel, ebenfalls in Gesprächen mit der Verwaltung, einen neuen Termin versuchen zu vereinbaren. Beeindruckend, dass nach dem offiziellen Ende der Rhader SPD-Information, viele blieben, um in Gruppen untereinander weiter zu diskutieren. Ein untrügliches Zeichen, dass das Thema, eine Tankstelle für Rhade, mehr war als eine Routineveranstaltung.

Wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 13.02.2015

 

So ähnlich wird sie aussehen. Die neue Rhader Tankstelle. Bild: Raiffeisen Hohe Mark Kommunalpolitik Heute: Infoveranstaltung über Infrastrukturverbesserung

Eine Tankstelle für Rhade

Die Mitteilung der Raiffeisengenossenschaft Hohe Mark, auf dem Gelände der früheren Tankstelle Wessel eine neue „Tanke mit Shop, Bistro und Waschstraße“ errichten zu wollen, hat die Rhader SPD zum Anlass genommen, eine öffentliche Informationsveranstaltung ausschließlich zu diesem Thema anzubieten.

Am heutigen Donnerstag, 12. Februar wird Heiner Schulte, Rhader Bürger und Mitarbeiter der Raiffeisen-Genossenschaft, das Projekt präsentieren.

Achim Schrecklein, SPD-Ratsmitglied und Mitglied im Wirtschaftsausschuss wird kurz ins Thema einführen. Beginn: 19.30 Uhr, im Saal des Gasthauses Pierick.

 

Veröffentlicht am 11.02.2015

 

Das waren noch Zeiten als wir Wasser aus dem Brunnen trinken konnten. In Rhade schon zum Museumsstück erhoben Umwelt Nitrat im Wasser: Ohrfeige für die Landwirtschaft

Vortrag der RWW-Wasserexpertin beeindruckt Fachausschuss

Es waren Fragen der Rhader SPD, die die Öffentlichkeit vor einigen Tagen elektrisierte und die Kommunalpolitiker zum Handeln veranlassten. Zu hohe Nitratwerte wurden im Dorstener Norden im Grundwasser gemessen. Wo? Wie viel? Durch wen? Und nun?

Angela Herzberg, Dipl. Geologin der RWW (Rheinisch Westfälische Wasserwerke) redete Klartext. In Rhade werden im Sickerwasser zur Zeit Nitratkonzentrationen gemessen, die der Trinkwasserwirtschaft große Sorgen bereiten. Das Sickerwasser ist auf dem Weg nach unten, ca. 3 Meter pro Jahr, und nicht aufzuhalten. Es wird das Grundwasser nachhaltig schädigen. Dass die (Über)-Düngung der landwirtschaftlichen Flächen in unserer Region als Verursacher benannt wird, kann nicht länger bestritten werden. Eine Kooperation der RWW mit den Landwirten vor Ort ist nur bedingt erfolgreich. Angela Herzberg: 1/3 der mitmachenden Landwirte verdienen Lob, weil sie die Grenzwerte durch verantwortliches Handeln positiv beeinflussen. Ein weiteres Drittel ist bereit, sich zu bessern, die gemessenen Werte zeigen das aber noch nicht. Und das letzte Drittel ist beratungsresistent, sprich nicht kooperativ. Da die Kooperation auf Freiwilligkeit beruht, darf geschlussfolgert werden, dass wir mit dieser Großzügigkeit nicht weiter kommen. Auf die Frage der SPD, ob eine Verschärfung der gesetzlichen Verordnungen nötig sei, erfolgte ein klares JA!.

Eigener Bericht, wird fortgesetzt 

Veröffentlicht am 11.02.2015

 

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