1,3 Mio. Euro für A31-Regenwasserbehandlungsanlage
Es verbietet sich, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Manchmal hilft es aber, die Maßstäbe zurechtzurücken. Die Stadt Dorsten weiß vor Schulden nicht in den Schlaf zu kommen. Geld für Investitionen, vergleiche hierzu unsere Hinweise auf die Sanierung des Kindergartes Stuvenberg, fehlt an allen Ecken und Kanten. Und dann teilt die NRW-Autobahnniederlassung Hamm per Presse (Dorstener Zeitung) stolz mit, eine so genannte Regenwasserbehandlungsanlage für 1,3 Millionen (!) Euro im Parkplatzbereich Kalter Bach/Elwen zu errichten. Damit wird das Regenwasser auf 2 Kilometer Autobahn, einschließlich der genannten Parkplätze so vorgeklärt, dass es in den Kalten Bach und Wienbach weiter fließen kann. Wo ist es denn in den Jahren vorher hingelaufen? Und wo fließt das Wasser außerhalb des 2-Kilometer Einzugsbereichs hin? Was ist mit dem Reifenabrieb und den Ölresten auf den übrigen hunderten Kilometern? Fragen über Fragen. Auf der einen Seite die ständige Klage wegen leerer Kassen, andererseits leisten wir uns einen Perfektionismus, der Kopfschütteln verursacht.
Veröffentlicht am 09.12.2014
Rhader SPD analysiert die Antworten des Technischen Beigeordneten
- Frage (Kurzform*): Ist der Rhader Rahmenplan ein Schubladendenpapier?
Antwort Holger Lohse (Kurzform*): Nein, wir nutzen ihn wo es geht und wenn Geld da ist. Die EU fördert den ländlichen Raum mit einem neuen „Leader-Projekt“.
Die Rhader SPD sagt dazu: Wir sehen unsere Befürchtung bestätigt, dass der Rhader Rahmenplan die Entwicklung des Stadtteils nur sporadisch begleitet, anstatt ihn zu prägen. Der Hinweis auf die Haushaltslage ist älter als der Plan und hilft nicht weiter. Das EU-Projekt LEADER, noch im Entwicklungsstadium, ist ein guter Ansatz, den ländlichen Raum zu stabilisieren. Das bedeutet aber nicht, die eigenen Hausaufgaben (Umsetzung Rahmenplan) zu vernachlässigen.
- Frage (Kurzform*): Warum werden die geplanten Kreisverkehre in Rhade nicht sofort gebaut?
Antwort Holger Lohse (Kurzform*) Wir wollen das, der Kreis RE im Prinzip auch, aber es gibt zu wenig Verkehr und Unfälle. Und Geld hat der Kreis im Moment dafür auch nicht.
Die Rhader SPD sagt dazu:
Veröffentlicht am 09.12.2014
Kosten für KiGa Stuvenberg laufen aus dem Ruder
Seit Wochen wird am Kindergarten Stuvenberg saniert und umgebaut. Schweres Gerät ist im Einsatz. Die Rhader SPD hat bei der Verwaltung kritisch (13.11.) nachgefragt. Die Antwort: Erweiterung um 8 U3-Plätze und Sanierung der Bausubstanz. Geplante Kosten: 455.000 Euro. Das wollten wir gar nicht glauben. Doch die Wahrheit ist viel brisanter. Aufgeschreckt durch die Rhader SPD-Information und die Presseberichterstattung darüber, wird sich am Dienstag, 9.12., der Bauausschuss mit „dem Fall“ beschäftigen. Die Vorlage für die Ausschussmitglieder ist umfangreich und ernüchternd. Die geplanten Kosten lassen sich auch nicht annähernd einhalten. Über 30% Steigerung wird bis jetzt angenommen.
- Legionellen im Trinkwasser sorgen für den Umbau des Trinkwassersystems
- Das Dach ist marode und muss erneuert werden
- Die Elektrotechnik entspricht nicht dem Stand der Technik
- Im Baukörper stecken Schadstoffe, die gesondert entsorgt werden müssen
- Usw., usw.
Fazit der Verwaltung:
Veröffentlicht am 08.12.2014
Veröffentlicht am 07.12.2014
Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,
letzte Schicht bei Opel in Bochum. Wieder ein Industriebetrieb weniger. Ein Thema, das die ganze Region betrifft. Schade und tragisch ist die Schließung allemal. Das Bedauern allein hilft aber nicht weiter. Schließlich befinden wir uns seit Jahrzehnten im Wandel. Wir müssen aktiv für die Region und ihre Menschen werben. Wir haben ein großes Potential an Fachkräften, das ist ein Pluspunkt, wenn es um die Aufmerksamkeit von Investoren geht. Bei der Ansiedlung neuer Unternehmen kommt es zudem auf unsere Infrastruktur an. Hier muss sich was tun. Die Botschaft ist in Berlin angekommen. Gestern hat sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel dafür ausgesprochen, dass der Bund mehr Geld für die Verkehrsinfrastruktur nach NRW leitet. Das wäre ein richtiger und guter Schritt.
Jetzt wird international der Tag des Ehrenamts gefeiert – ein wichtiger Anlass, wie ich finde. Ohne freiwilliges Engagement würde vieles nicht funktionieren. Ehrenämter sind sinnstiftend und fördern Vertrauen. Menschen, die sich engagieren, identifizieren sich stärker mit der Region in der sie leben. So entsteht demokratische Kultur. Für 23 Millionen Menschen in Deutschland gehört freiwilliges Engagement wie selbstverständlich zum Leben dazu, ob im Nachbarschaftsverein, im Sportverein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Exemplarisch für die vielen Ehrenamtlichen in Bottrop, Gladbeck und Dorsten werde ich die THW-Ortsgruppe Gladbeck-Dorsten besuchen und den dortigen Helfern für ihren Einsatz danken. Das Technische Hilfswerk ist ein gutes Beispiel dafür, wie sinnvoll ehrenamtliche Arbeit ist und welchen konkreten Nutzen sie für die Gesellschaft hat.
Mit freundlichen Grüßen nach Rhade
Ihr Michael Gerdes
Veröffentlicht am 07.12.2014