Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,
letzte Schicht bei Opel in Bochum. Wieder ein Industriebetrieb weniger. Ein Thema, das die ganze Region betrifft. Schade und tragisch ist die Schließung allemal. Das Bedauern allein hilft aber nicht weiter. Schließlich befinden wir uns seit Jahrzehnten im Wandel. Wir müssen aktiv für die Region und ihre Menschen werben. Wir haben ein großes Potential an Fachkräften, das ist ein Pluspunkt, wenn es um die Aufmerksamkeit von Investoren geht. Bei der Ansiedlung neuer Unternehmen kommt es zudem auf unsere Infrastruktur an. Hier muss sich was tun. Die Botschaft ist in Berlin angekommen. Gestern hat sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel dafür ausgesprochen, dass der Bund mehr Geld für die Verkehrsinfrastruktur nach NRW leitet. Das wäre ein richtiger und guter Schritt.
Jetzt wird international der Tag des Ehrenamts gefeiert – ein wichtiger Anlass, wie ich finde. Ohne freiwilliges Engagement würde vieles nicht funktionieren. Ehrenämter sind sinnstiftend und fördern Vertrauen. Menschen, die sich engagieren, identifizieren sich stärker mit der Region in der sie leben. So entsteht demokratische Kultur. Für 23 Millionen Menschen in Deutschland gehört freiwilliges Engagement wie selbstverständlich zum Leben dazu, ob im Nachbarschaftsverein, im Sportverein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Exemplarisch für die vielen Ehrenamtlichen in Bottrop, Gladbeck und Dorsten werde ich die THW-Ortsgruppe Gladbeck-Dorsten besuchen und den dortigen Helfern für ihren Einsatz danken. Das Technische Hilfswerk ist ein gutes Beispiel dafür, wie sinnvoll ehrenamtliche Arbeit ist und welchen konkreten Nutzen sie für die Gesellschaft hat.
Mit freundlichen Grüßen nach Rhade
Ihr Michael Gerdes
Veröffentlicht am 07.12.2014
Anmerkung eines Zeitungslesers aus Rhade
Seit Tagen bewegt unsere Nachbarn im Westen ein umstrittenes Grundstücksgeschäft. Wenn daran nicht der Bürgermeister Mike R. und sein als Architekt arbeitender Bruder Lars R. beteiligt wären, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Der Tatbestand: Ein Grundstück, ca. 8000 qm Grünfläche wird vor ca. 9 Jahren zwangsversteigert. Der Käufer: Lars R., der Architekt. Der wahrscheinliche Preis: ca. 35.000 Euro (Zeitungsmeldung). Der damalige Kämmerer: Mike R., heute Bürgermeister. Mitten durch das Grundstück verläuft der Schermbecker Haupt-Abwasserkanal. Das scheint, so die Aussagen, nicht allen Beteiligten bekannt gewesen zu sein. Egal, jetzt benötigt die Gemeinde Schermbeck das Grundstück, um den eigenen Kanal weiter „bewirtschaften“ zu können. Der Rückkauf: Lars R. ist verkaufswillig. Der Preis wird mit der Gemeinde Schermbeck verhandelt. 205.000 Euro hat jetzt die Nachbargemeinde auf den Tisch zu legen. Eine Wertsteigerung in 9 Jahren von 485 Prozent. Alles OK? Es sind nicht nur Schermbecker, die irritiert sind. Ein Begriff taucht in der gesamten Presse-Berichterstattung überhaupt nicht auf: Befangenheit. Der kritische Leser wundert sich, dass der amtierende Bürgermeister in diesem Fall überhaupt öffentliche Aussagen und Wertungen abgibt, bzw. abgeben darf. Ein seltsames Geschäft. In Schwaben sagt man dazu: Es hat ein Geschmäckle.
Der Zeitungsleser: Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 06.12.2014
Warum in die Ferne schweifen? Das Gute ist so nah.
Es werden immer mehr, die die „Welt“ zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Besonders Radreisen sind in. Ganze Regionen leben inzwischen davon. Auch Rhade ist dabei, sich mit den Nachbarkommunen auf diesem Gebiet neu zu positionieren. Vergleiche dazu den Bericht auf dieser Seite vom 4. Dezember: Qualitätsmarke Hohe Mark – Rhade ist dabei. Gute Beispiele, wie das aussehen kann, gibt es genug. Ein besonders gelungenes ist die Buchvorstellung der Ruhr von der Quelle bis zur Mündung. 219,3 Kilometer. 7 Autoren, darunter der aus Rhade stammende Journalist Jörn Hartwich, beschreiben unsere nächste Nachbarschaft mit faszinierenden Artikeln. Besonders beeindruckend: Die großformatigen Farbbilder aus allen Blickwinkeln und der Luft lassen die Lust, sofort zu starten und unsere direkte Nachbarschaft zu erkunden, merklich ansteigen. Die eingeflochtenen spannenden und informativen Reportagen tragen die Überschriften: Sport, Wohnen, Kultur, Freizeit, Wirtschaft und Natur. Also für jedes Interesse ist etwas dabei.
Das Buch ist im Verlag hellblau GmbH und Co.KG, Essen erschienen. ISBN: 978-3-937787-34-3, Preis 29,90 Euro
Veröffentlicht am 05.12.2014
Der ländliche Raum organisiert sich gegen den Abstieg
Es ist eine Binsenweisheit. Der ländliche Raum leidet an Überalterung, Landflucht, Arbeitsplatzmangel, Infrastruktur- und Versorgungsdefiziten. Kurz: Er ist dabei, unattraktiv zu werden. Gegensteuern ist gefragt. Aber wie? Klar ist, dass eine Kommune allein organisatorisch und finanziell überfordert ist. Deswegen haben sich jetzt Raesfeld, Rhade, Lembeck, Heiden, Reken, Haltern, Olfen und Dülmen zusammengeschlossen, um einen Wettbewerb der EU, Leader genannt, zu gewinnen. Das Ziel, gemeinsam für die Region Hohe Mark mit den genannten Partnern ein Zukunftskonzept zu formulieren, das die Juroren der Europäischen Union überzeugt und Fördermittel in Höhe von über 300.000 Euro fließen lässt. Profitieren sollen alle Menschen, die in dem Gebiet leben und arbeiten, sowie viele Gäste, entweder als Tagesausflügler oder als Übernachtungstouristen. Auf 2 Kreativworkshops wurden so viele gute Ideen gesammelt, dass Hoffnung besteht, Rhade und Nachbarn in eine bessere Zukunft zu führen. Ein Teilnehmer aus Rhade, mit viel Erfahrung ein Zukunftskonzept zu formulieren, war auch dabei. Dirk Hartwich von der Rhader SPD. Er wird in den nächsten Tagen das Projekt genauer vorstellen.
Veröffentlicht am 04.12.2014
Auf unserer Homepage haben wir schon oft über den Stadtstärkungspakt und den damit verbundenen Zwängen und Auswirkungen auf den städtischen Haushalt berichtet. Nun meldet sich Michael Hübner, einer von zwei Dorstener Landtagsabgeordneten und kommualpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zu Wort, nachdem die Beratungsfirma Ernst & Young eine Studie zur Finanzsituation der Kommunen veröffentlicht hat.
Michael Hübner, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag: „Die Studie belegt ganz klar: Die Kommunen, auch unsere Städte Dorsten & Gladbeck, benötigen dringend eine Entlastung bei der Eingliederungshilfe. Diese Kosten verschlingen jedes Jahr hunderte Millionen Euro. Hier muss die Bundesregierung endlich handeln. Wir setzen uns massiv dafür ein, dass Berlin endlich reagiert. Von der NRW-CDU ist dazu nichts zu hören, sie duckt sich weg."
Und weiter:
Veröffentlicht am 03.12.2014