Urgestein, Kärrner, Zuchtmeister, Stratege, vulkanischer Vollblut-Politiker – so wurde Herbert Wehner genannt. Eine herausragende politische Persönlichkeit der deutschen Nachkriegsgeschichte. Viele Jahre war er SPD-Fraktionschef. Heute vor 25 Jahren starb „Onkel Herbert“.
Wehner wurde 1906 in Dresden geboren. Sein Leben war geprägt von der Geschichte und von vielen Brüchen. Das brutale Vorgehen der Reichswehr 1923 gegen sächsische Arbeiter führte zum ersten Einschnitt in seinem Leben: Der in einer sozialdemokratischen Jugendgruppe organisierte Wehner wurde zum Anarchisten. Unter anderem las er die Schriften des russischen Anarchisten Bakunin und war Mitherausgeber der Zeitschrift „Revolutionäre Tat“. Im April 1927 trat Wehner in die KPD ein. Fast ein halbes Jahrhundert später, 1976, bezeichnete er diesen Schritt als „den ersten von zwei Fehlern in meinem Leben“.
Anarchist, Kommunist, Sozialdemokrat:
Veröffentlicht am 21.01.2015
Dorstener Kämmerer nimmt Währungsturbulenzen auf die leichte Schulter
Dorsten ist Pleite. Seit Jahren. Über die Gründe haben wir zig Mal berichtet. Pleite heißt, dass die Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Die Finanzlücke wird mit Krediten geschlossen. Banken bieten Kredite zu unterschiedlichen Konditionen (Zinsen und Laufzeit) an. Ein Kämmerer hat die Aufgabe, das Beste, sprich kostengünstigste Angebot für die Stadt herauszufinden. Das Kontrollorgan des Kämmerers ist der Stadtrat. Kredite bei Schweizer Banken in Franken waren lange Zeit der Renner der Kommunalwirtschaft. Risiko? Der bislang feste Wechselkurs zwischen Euro und Franken schien vertretbar zu sein. Jetzt ist etwas passiert, was die Finanzwirtschaft auf den Kopf und Dorsten vor Probleme stellt. Die Schweiz hat die Bindung der beiden Währungen aufgegeben. Ergebnis: Dorsten muss mehr Euros aufbringen, um die Kredite in Schweizer Franken abzulösen. Das heißt: Es ist ab sofort ein großes Verlustgeschäft. Der Kämmerer gibt sich betont gelassen. Etwas zu gelassen - meinen wir. Es ist nie gut „Leichen im Keller zu haben“. Die Leichen sind hier die angesprochenen Kredite. Auch wenn die Laufzeit verlängert werden kann, der Zeitpunkt der Rückzahlung kommt. Und die Dorstener Finanzprobleme werden nicht geringer.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 20.01.2015
Rhade wäre ärmer, wenn es sie nicht gäbe – die Parteien vor Ort
Sozialdemokraten mittendrin
Es ist eine überschaubare Gemeinschaft in Rhade. Fast 6000 Einwohner leben, wohnen und arbeiten teilweise hier. Prägend ist sicherlich das Zusammengehörigkeitsgefühl, das unter anderem durch unsere Kirchen und die vielen Vereine gefördert wird. Kurz: Rhade ist lebens- und liebenswert. Eine wichtige, häufig unterschätzte Rolle „spielen“ aber auch die örtlichen Parteien, die sich um das Gemeinwohl kümmern. Und hier rückt die Rhader SPD in den Fokus des aufmerksamen Betrachters. Seit fast 50 Jahren engagieren sich viele sozialdemokratisch geprägte Frauen und Männer aus unserer Mitte für unseren Lebensraum. Auf der einen Seite gilt es, das Traditionelle, das Bewährte zu pflegen, andererseits muss immer auch die Zukunft, die Weiterentwicklung vorangetrieben werden. Während ein Verein oder eine Initiative sich in der Regel auf ein Schwerpunktthema konzentrieren kann, muss eine Partei das gesamte gesellschaftspolitische Spektrum im Auge haben. Eine gewaltige, spannende Herausforderung für die ehrenamtlich engagierten SPD-Mitglieder. „Gesellschaftspolitisches Engagement macht aber auch Spaß und erweitert das eigene Wissen und Verstehen, besonders, wenn es sich um eine freundschaftlich verbundene Gruppierung wie die der Rhader SPD handelt“, so ein Motiv, sich hier parteipolitisch einzubringen.
Rhade hat Zukunft! Das gesunde Konkurrieren der Parteien ist gut. Eine bessere Zusammenarbeit in unseren zentralen Zukunftsfragen aber förderlich, um unseren Lebensmittelpunkt weiter zu stärken. Kurz: Wir brauchen Sie!
Veröffentlicht am 19.01.2015
Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,
in der ersten Sitzungswoche des Bundestages im Jahr 2015 galt es Gesicht zu zeigen – gegen Hass und Gewalt, für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland. Die Terroranschläge von Paris haben weltweit für Erschütterung gesorgt und gleichzeitig waren sie Anlass für unser Bekenntnis zu Freiheit und Rechtstaatlichkeit. Die Mahnwachen und Demonstrationen der letzten Tage haben gezeigt, dass uns unsere Demokratie und unsere Werte nicht egal sind. Mehr als zehntausend Menschen waren am Dienstagabend zum Brandenburger Tor gekommen. Die friedliche und würdevolle Mahnwache dort hat mich sehr beeindruckt. Bundespräsident Gauck hat es in seiner kurzen Rede auf den Punkt gebracht: „Wir alle sind Deutschland, unabhängig von Religion und Herkunft. […] Die Terroristen wollten uns spalten. Erreicht haben sie das Gegenteil. Sie haben uns zusammengeführt.“
Jahresauftaktklausur:
Veröffentlicht am 18.01.2015
Mischung aus Information, Kultur und Geselligkeit
„Das ist in einem Jahr gar nicht zu schaffen“, so die erste Bewertung nach einer Flut von Ideen für das Jahresprogramm, die die Rhader SPD-Mitglieder zur 1. Versammlung im neuen Jahr mitgebracht haben.
In erster Linie sind es kommunalpolitische Themen, die unter den Nägeln brennen. Dass die Umsetzung des verabschiedeten Rhader Rahmenplans hier an erster Stelle genannt wurde, wird Kenner der Rhader kommunalpolitischen Szene nicht überraschen. Eine öffentliche Veranstaltung mit den Verwaltungsautoren des Zukunftspapiers steht ganz oben auf der Agenda der Rhader Sozialdemokraten. „Wir müssen unsere Abgeordneten noch mehr als bisher in die Pflicht nehmen“, so ein weiterer Vorschlag, der zugleich mit den Themen
- Mindestlohn (Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft),
- Massentierhaltung (Problem resistenter Keime),
- sowie Ausländer- und Asyldebatte (Demografiewandel, Massendemos), verbunden wurde.
Neben der bisher unterstützten Kinderkultur vor Ort (Kasperle-Theater), könnte es weitere Veranstaltungen geben, wenn neue Partner (Rhader Vereine) dazu gewonnen werden können. Wichtig ist den Machern der Rhader SPD immer auch die Geselligkeit. So wird Christoph Kopp, Schriftführer des Ortsvereins, einen Ausflug, „SPD-Rhade on Tour“, organisieren. Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender zeigte sich abschließend zuversichtlich, dass die Mischung aus Infos, Kultur und Besichtigung nicht nur die Mitglieder des Ortsvereins, sondern auch Interessenten darüber hinaus ansprechen wird.
Veröffentlicht am 17.01.2015