Bundespolitik Friedrich Merz hat sich disqualifiziert und die CDU in akute Erklärungsnot gestürzt

Wenn beide christlichen Kirchen und Angela Merkel Klartext sprechen

Der CDU-Spitzenpolitiker Friedrich Merz hat in der Vergangenheit bewiesen, politisch sprunghaft und eitel zu sein. Eigenschaften, die seine Verlässlichkeit immer infrage gestellt haben. Das hat besonders die damalige Parteivorsitzende und spätere Kanzlerin Angela Merkel festgestellt und ihn so verhindert. Nun ist er zurück und beweist nachdrücklich, nicht für hohe Ämter geeignet zu sein. Sein Coup, im Bundestag mit Stimmen der AfD, der FDP und Enthaltung der Wagenknecht-Partei, für einen eigenen, unausgegorenen und in Teilen rechtswidrigen Oppositions-Gesetzentwurf eine Mehrheit einzufahren, wird über die demokratischen Parteigrenzen hinweg scharf kritisiert. Neben Angela Merkel, die die Vorgehensweise von Merz, bewusst die Unterstützung der AfD in Kauf zu nehmen, unerwartet offen und deutlich als gravierenden politischen Fehler bezeichnet, stützen auch die beiden christlichen Kirchen die Merkel-Positionierung. Zitat: „Zeitpunkt und Tonlage der aktuell geführten Debatte befremden uns zutiefst. Sie ist dazu geeignet, alle in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten zu diffamieren, Vorurteile zu schüren und trägt unserer Meinung nach nicht zur Lösung der tatsächlich bestehenden Fragen bei. … Die nun vorgeschlagenen Verschärfungen sind nicht zielführend, … um tragfähige Antworten auf das öffentliche Sicherheitsbedürfnis zu geben. … Wir befürchten, dass die deutsche Demokratie massiven Schaden nimmt. …“

Rhader Nachdenkzeilen in Richtung CDU/CSU, um Friedrich Merz zu stoppen

Veröffentlicht am 31.01.2025

 

Gesellschaft Sollten sich die Kirchen im Wahlkampf klar positionieren? (Teil 2)

Ein Kommentar von Dr. Hans-Udo Schneider

Gerechtigkeit und Frieden zählen zu den Kernbereichen des christlichen Glaubens. Ohne Gerechtigkeit keinen Frieden, weder im Inneren noch im Äußeren und ohne Frieden geht Gerechtigkeit verloren. Deshalb konnte der frühere Bundespräsident Gustav Heinemann – ein frommer Mann – sagen: „Der Frieden ist der Ernstfall“. Kommt es zum Krieg, dann haben wir den Ernstfall nicht bestanden. Das lässt sich auch am Krieg in der Ukraine aufzeigen.

„Selig sind die Friedensstifter“- so heißt es in der Bergpredigt im Neuen Testament. Die Kirche als Institution und die vom christlichen Glauben überzeugten Menschen haben die unverzichtbare Aufgabe, die Sehnsucht nach Frieden wachzuhalten, Verhandlungen einzufordern, das Wettrüsten anzuklagen, Wege zum Frieden aufzuzeigen. Wie das geht, zeigte vor wenigen Tagen die Bischöfin der anglikanischen Kirche (Mariann Budde) im Rahmen der Amtseinführung von Trump. Mutig und mit klaren Worten stellte sie sich dessen Hetze und Diffamierung von Menschen entgegen und zeigte worauf es ankommt: Mitgefühl und Solidarität.

Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten. Er wurde dabei von der SPD und den Grünen unterstützt.

Veröffentlicht am 30.01.2025

 

Allgemein Es ist angerichtet - Forks-Busch soll zum Rhader Treffpunkt umgestaltet werden.

Pünktlich zum morgigen ersten Spatenstich, wurde das ökologisch wertvolle Kleinod Forks-Busch mit schwerem Gerät „aufgeräumt“. Die Motorsägen legten im Nu alles um, was für die Neugestaltung im Weg liegt. Auf Nachfrage handelt es sich beim Fällen auch mehrerer Bäume, siehe Fotoausschnitt, „nur“ um die Einhaltung der Verkehrssicherheitspflicht, die für die Stadt Dorsten als Grundstückseigentümer verpflichtend sei. Dass die Arbeiten nur wenige Tage vor dem Umbau-Startschuss erfolgen, ist sicherlich nicht als Zufall zu bewerten. Klarer ausgedrückt: Würde das Wäldchen Forks-Busch weiter im "Dornröschen-Schlaf" liegen und dem Umweltschutz sowie dem Kleinklima dienen, und nicht zum Treffpunkt umgebaut werden, hätte es keine "Pflegemaßnahmen" dieser Art gegeben.

Ein Rhader folgt dem Motorsägengeräusch im Forks-Busch und stellt Fragen

Veröffentlicht am 29.01.2025

 

Gesellschaft Sollten sich die Kirchen im laufenden Wahlkampf klar positionieren? (Teil 1)

Ein Kommentar von Dr. Hans-Udo Schneider

Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es üblich, dass die kath. Kirche Wahlempfehlungen für die C- Parteien aussprach. Das ist Gott sei Dank vorbei. Die mündige Staatsbürgerin braucht keine Wahlempfehlung der Kirchen, ebenso wenig wie der mündige Staatsbürger. Im Hinblick auf das kirchliche Selbstverständnis, der Frage nach dem christlichen Menschenbild, ist dagegen Positionierung gefragt. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Der Grundgesetzartikel 1 gilt für die Kirchen uneingeschränkt. Evangelische und Katholische Kirche haben aus ihrem Versagen in der Weimarer Republik und im Faschismus gelernt. Beide sprechen sich für die Stärkung der Demokratie aus und erteilen den Feinden der Demokratie eine klare Absage. Ganz anders verhält es sich allerdings in der Frage von Armut und Reichtum. Die tief gespaltene Gesellschaft ist für die Kirchen kaum noch ein Thema. Sie haben sich eingerichtet, abgefunden und die Armutsbevölkerung aus dem Blick verloren. Das ist beschämend. Im gemeinsamen Sozialwort der Kirchen (1997) gab es noch die klare Forderung nach angemessenen Löhnen, fairen Arbeitsbedingungen und der „Vorrangigen Option für die Armen, Schwachen und Benachteiligten“. An deren Umsetzung wurde nicht weitergearbeitet. Im Gegenteil: Die Kirchen haben sich im Neoliberalismus eingerichtet, von der „Ethik der sozialen Gerechtigkeit“ ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Wird übermorgen, am 30. Januar mit Teil 2 abgeschlossen

Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten. Er wurde dabei von der SPD und den Grünen unterstützt.

Veröffentlicht am 28.01.2025

 

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