Bundespolitik Zur Lage der Bundes-SPD: Ein Kommentar von Dustin Tix

„ Das treibt mich an …“

Am 16. Dezember stellt Bundeskanzler Olaf Scholz im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage, anschließend wird am 23. Februar neu gewählt. Dustin Tix, SPD-Bundestagskandidat für Dorsten, Bottrop und Gladbeck, kommentiert vor diesem Hintergrund die Ausgangslage der Bundes-SPD wie folgt:

„Wie wir alle wissen, war die Ampel mit ihren drei sehr unterschiedlichen Koalitionspartnern von Anfang an ein schwieriges Bündnis. Zum Schluss hat die FDP Gesetzesvorhaben systematisch blockiert und die Zusammenarbeit sabotiert. Bundeskanzler Olaf Scholz und die sozialdemokratischen Bundesminister*innen haben in den vergangenen drei Jahren alles darangesetzt, unter diesen schwierigen Voraussetzungen das bestmögliche für unser Land herauszuholen – und die Koalition irgendwie zusammenzuhalten, damit sie ihrem Regierungsauftrag gerecht werden kann.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat das Land sicher durch eine Zeit historischer Krisen geführt. Trotz der schwierigen Voraussetzungen ist es gelungen, den Mindestlohn zu erhöhen, grundlegende Reformen im Bereich Gesundheit und Pflege durchzusetzen, ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen, die Energiewende voranzutreiben, die Digitalisierung zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen. Es verwundert aber nicht, dass unter den gegebenen Umständen nicht immer sichtbar war, wofür wir als SPD stehen.

In den nächsten Wochen und Monaten bis zur Bundestagswahl haben wir gemeinsam die Möglichkeit, klar und deutlich zu sagen, für wen wir Politik machen. Für alle, die jeden Tag hart arbeiten – für Pflegekräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Beschäftigte im Handwerk oder bei der Polizei. Für Menschen, die zu Hause Kinder betreuen, Angehörige pflegen, sich ehrenamtlich engagieren oder nach einem langen Arbeitsleben den verdienten Ruhestand genießen wollen. Das treibt mich an – und ich hoffe, dass wir bis zur Wahl möglichst viele Menschen davon überzeugen können, dass das der richtige Weg ist.

Ich freue mich über alle, die mich dabei unterstützen wollen! Wer das tun möchte, schreibt einfach eine kurze E-Mail an wahlkampf@dustintix.de oder ruft an unter der Telefonnummer 0151/65482397.“

Veröffentlicht am 13.12.2024

 

Gesellschaft Seriöse Spendenaufrufe verdienen Unterstützung

„Öffne Dein Herz und Dein Portemonnaie“

Wer genau hinsieht kommt am Elend dieser Welt, manchmal direkt vor der eigenen Haustür, nicht vorbei. Es ist u. a. das Verdienst der öffentlichen und privaten Medien, mit emotionalen Bildern und der Unterstützung vieler Sternchen, Stars und Politiker aufzuzeigen, was wir Zuschauer nicht sehen konnten, vielleicht nicht gerne sehen wollten. Hier ist es der Hunger, der in vielen Ländern grassiert, dort sind es Krankheiten, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie (noch) gibt. Nicht zu vergessen, die Folgen von schrecklichen Kriegen, die nach Beendigung und Hilfe geradezu schreien. Und immer sind es Hilfsorganisationen oder Stiftungen, die nicht nur „Erste Hilfe“ leisten, sondern Projekte ins Leben rufen, die als „Hilfe zur Selbsthilfe“ verstanden werden wollen. Chapeau! Aber ohne Geld ist alles nichts. Daher sind Fernsehsendungen wie, „Ein Herz für Kinder“, wichtige Türöffner für den Verstand, das Gefühl und den Geldbeutel der Nichtbetroffenen. Die Spendeneingänge, einige zig Millionen, beweisen eindrucksvoll, dass das Soziale in unserem Inneren nur wachgeküsst werden muss, um Solidarität mit den Schwächeren unserer Gesellschaft großzügig zu zeigen. Die privat angestoßenen Hilfsprojekte erinnern aber auch daran, dass Politik Lücken zu schließen hat. Blicken wir genau hin, welche Partei verstanden hat, oder welche sich hinter Leerformeln versteckt.

Rhader Aufruf, mit eigener Spende ein Zeichen zu setzen

Veröffentlicht am 12.12.2024

 

Kommunalpolitik Dorsten: Ein Einkaufszentrum mutiert zur Dauerbaustelle

Erneuter Besitzerwechsel wirft Fragen auf

1982 wurde das erste Einkaufszentrum am Kanal mit großen Erwartungen für die ganze Stadt eröffnet. Erst hieß es Wilma-, dann Lippetor-Center. Seine etwas verschachtelte Bauweise sollte keinen zu großen Kontrast zu den Altstadthäusern in der Nachbarschaft bilden. Es dauerte aber nicht lange, bis erste Leerstände signalisierten, dass das bestehende Konzept aus Geschäften, Arztpraxen und Gastronomiebetrieben nicht trug. Umbauten, Verkleinerungen folgten, die Krise blieb. Dann das Versprechen eines Investors, mit einem Abriss, Neubau und neuem Namen (Mercaden) das Einkaufen in Dorsten zu einem unvergessenen Erlebnis zu machen. Als sein Gebäudeplan der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, begannen parallel kritische Nachfragen. Insbesondere wollte den Skeptikern nicht einleuchten, warum der riesige Neubau den Zugang zur attraktiven Kanalpromenade im wahrsten Sinne des Wortes verbaute. 2016 dann die Eröffnung und nicht viel später der erste Besitzerwechsel. Alle Versuche, das Konzept „schön zu reden“, begleitet von öffentlichen Lobeshymnen, ist aus wirtschaftspolitischen Aspekten absolut nachzuvollziehen. Ein Negativimage, einmal in der Welt, hat Bestand. Aber die Hoffnungen vom Aufbruch erfüllten sich nicht. Ein verändertes Einkaufsverhalten (online) sorgte für Geschäftsaufgaben vor Ort und Investoren-Besitzerwechsel in den Bankenetagen. Mit kostspieligen Umbauten (2020) sollte der sogenannte turn around erreicht werden. Anscheinend erfolglos. Jetzt wieder ein neuer Besitzer, ein neues Center-Management und angekündigtes optisches Aufhübschen. Innen und außen. Bleiben aber weiter die Kunden und die erwarteten Umsatzzahlen aus, droht Dorsten eine neue Leerstands-Ruine.

Ein Rhader Blick über Lippe und Kanal in die Dorstener Altstadt    

Veröffentlicht am 11.12.2024

 

Allgemein Adventskonzert lässt Urbanus-Kirche beben

Brillante Stimmen und virtuose Instrumentalisten begeistern Zuhörer

Vor 1 1/2 Jahren gastierte Uta Wiedersprecher & Band erstmals im Rhader Carola Martius-Haus. Am Ende dankten die begeisterten Zuhörer mit Standing Ovation. Ein Grund für den Veranstalter, „Förderverein ev. Kirche in Rhade“, eine Wiederholung ins Auge zu fassen. Christian Löer, engagierter Organisator, im Nebenberuf selbst Musiker, konnte am letzten Freitag ein erwartungsvolles Publikum und 8 Musiker in der fast voll besetzten Urbanus-Kirche begrüßen. Piano, Geige, Klarinette/Saxophon, sowie zwei Gitarren sorgten für einen besonderen Sound im Gewölbe der Rhader Kirche, der unter die Haut ging und das Publikum vom ersten Takt gefangen nahm. Es waren dann die beiden Sängerinnen, die mit ihrem brillanten Gesang für die Abrundung eines besonderen Hörgenusses sorgten. Tosender Applaus nach jedem Lied zeigte allen Musikern, dass ihre musikalische Reise durch die Adventszeit begeistert angekommen ist. Unvergessen bleibt auch, wie die Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählt wurde. Ob in ruhiger Balladenform oder mal rhythmisch begleitet, mit Bildern auf Videoleinwänden ergänzt -  es war ein gelungener, neugierig machender Einstieg in die Vorweihnachtszeit. Dem Förderverein mit seinen vielen Helfern und Unterstützern sei Dank für diesen besonderen kulturellen Rhader Beitrag, der unüberhörbar nach Fortsetzung ruft. „Kultur ist Lebensmittel - Rhade kann mehr davon gebrauchen“, so endete der Bericht am 26. April 2023 nach dem Konzert im CMH auf dieser Seite. Der Satz hat nichts von seiner Aktualität verloren. Die Zuhörer, die am Ende des Adventskonzerts stehend und anhaltend applaudierten, unterstreichen das Bedürfnis nach der Ausweitung eines lokalen Kulturangebots.                 

Bericht eines Rhader Konzertbesuchers

Veröffentlicht am 10.12.2024

 

Gesellschaft Aktuell: Diktatoren und ihr Wahn, unsterblich zu sein

Syriens Machthaber Assad flieht vor der Wirklichkeit und entzieht sich der Verantwortung

Er ist nur einer von vielen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nach „oben gespült“ wurden, dort Macht ausübten, den Bezug zur Realität verloren, Oppositionelle mundtot machten, zu brutalen Unterdrückern eines ganzen Volkes wurden. Hitler und sein angepeiltes 1000jähriges Reich verschwanden nach 12 Jahren. Die DDR hatte keine 50 Jahre Bestand. Blicken wir über unsere Grenzen, dann erkennen wir viele Spiegelbilder, die dem des aktuellen in Syrien gleichen. Das unterdrückte Volk erhebt sich, stellt plötzlich fest, Kraft genug zu besitzen, um die mörderischen Schergen in die Flucht zu schlagen. Dass die Befreier nicht selten zu neuen Unterdrückern mutieren, soll nicht unterschlagen werden. Das Beispiel Nicaragua steht stellvertretend für diese Fehlentwicklung. Die heutige Erkenntnis lautet aber, dass Diktatoren überall auf der Welt immer dann „vom Hof gejagt werden“, wenn die bis dahin unterdrückte Bevölkerung aufsteht und Widerstand leistet. Gestern Südafrika. Heute Syrien. Morgen …?

Rhader Nachdenkzeilen. Der Bericht über des Rhader Konzert folgt am Dienstag.

Veröffentlicht am 08.12.2024

 

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