Allgemein Gedankensplitter 6

"Der Begriff der Diversität wird in seinem Gebrauch in der Regel auf den Sachverhalt der sexuellen Vielfalt verengt, integriert in eine Zwangsbeglückungsstrategie Regenbogenfahnen schwenkender Heilsbringer, die auch gerne zum Mittel der positiven Diskriminierung greifen, um ihre Sicht der Dinge der Zivilgesellschaft zu oktroyieren. Begriff und Sachverhalt sollten dagegen weiter gefasst werden. Unverkürzt verstandene Diversität befördert so mit einer Vielfalt von Impulsen in allen gesellschaftlichen Bereichen maßgeblich Innovation und Fortschritt. Diversität als Maßstab freier Meinungsäußerung ist meines Erachtens geradezu das Lebenselixier einer demokratisch verfassten Gesellschaft, nicht die Konformität des Denkens, die in Gestalt scheinaufklärerischer, oft besserwisserisch-woker Mainstreamübereinkunft und Selbstvergewisserung daherkommt. Oder in Abwandlung eines Wortes der Philosophin Hanna Arendt: Der öffentliche Diskurs erfordert Denken ohne Geländer."

Friedhelm Fragemann

Anmerkung: In loser Folge werden hier Gastkommentare sowie Gedankensplitter zur Information und Förderung der offenen Diskussion eingestellt. Bisher veröffentlichte Gedankensplitter von Friedhelm Fragemann findet der Leser auf dieser Internetseite am 17.8., 6.9., 30.9., 18.10., und 12.11.2024.

 

Veröffentlicht am 07.12.2024

 

Presse Für Sie gelesen: Der politische Rundumschlag nimmt keinen aus

Ulrich Breulmann (Ruhr Nachrichten) legt den Finger in offene Wunden

Er ist bekannt für seine direkte Art, nimmt kein Blatt vor den Mund und schreibt so, wie viele von uns denken. Die Rede ist vom Ruhr-Nachrichten-Redakteur Ulrich Breulmann. Er hat das Privileg, in unregelmäßigen Abständen, seine persönliche Meinung auf der Seite zwei der genannten Tageszeitung unverblümt darzulegen. Dabei deckt er nicht für möglich gehaltene Missstände auf und setzt so eine wichtige öffentliche Diskussion in Gang. So lebendig kann eine gedruckte Zeitung sein. Aktuell nimmt er die Berliner Politiker und ihre Parteien aufs Korn. An vorderster Stelle Christian Lindner und die FDP. Unter der Überschrift „Bagatellisieren, leugnen und lügen“ rechnet er gnadenlos mit dem „erbärmlichen Schauspiel“, das Lindner und Co. seit Monaten aufführen, ab. Damit, so Breulmann, haben sie „das Urvertrauen in unsere Demokratie erschüttert“. Leider endet hier nicht der lesenswerte kritische Text, sondern wird, vermutlich wegen der inhaltlichen Ausgewogenheit, auf fast alle anderen Bundespolitiker und deren sie tragende Parteien ausgeweitet. Auch diese Zeilen sind absolut lesenswert, hätten aber einen höheren Stellenwert, würden sie losgelöst von der eingangs zitierten berechtigten Abrechnung mit der FDP-Inszenierung dargelegt. So setzt sich beim Leser fest, dass Politik und Politiker alle in einen Sack gehören, auf den man einschlagen sollte. Das Urvertrauen in Demokratie wird so aber auch nicht gestärkt.

Rhader Zeitungskritik

Veröffentlicht am 06.12.2024

 

Hauswurfwerbung der Rhader SPD 1975 Kommunalpolitik Dorsten-Rhade wird 50

Kein Grund zur Feier?

2025 steht kurz bevor. Zeit für Rückblicke und Festlegung guter Vorsätze für das neue Jahr. Auch die politischen Parteien, u. a. in Rhade, Lembeck und Wulfen, sowie die Lippestadt-Verwaltung, werden sicherlich daran erinnern, dass sich im Januar die Kommunale Neuordnung zum 50sten mal jährt. 1975 wurde nämlich aus Rhade, Dorsten-Rhade. Der Rhader Bürgermeister Hugo Lammers (CDU) verlor sein Amt, der Gemeinderat seine Funktion. Nun wurde Rhade von Dorsten aus „regiert“. Um die Orts- und Sachkenntnis der Rhader Bürger nicht vollends zu verlieren, unterstützte der gemeinsame Bezirksausschuss Rhade/Lembeck, bestehend aus 15 Personen, die für die CDU und die SPD ehrenamtlich wirkten, die Verwaltung und den 51-köpfigen Stadtrat. Das Aus für diesen kostenlosen Dorsten-Mehrwert kam Ende der 1990er Jahre. Dass Rhade, besser Dorsten-Rhade, trotzdem heute lebens- und liebenswert ist, kann im neuen Dorsten-Buch „Elf Stadtteile - Eine Stadt“ nachgelesen werden. Über die Entwicklung unseres Lebensmittelpunktes in den vergangenen 50 Jahren wird in mehreren Teilen ab sofort erinnert. Ob das „Goldjubiläum Dorsten-Rhade“ 2025 vor Ort gefeiert wird, steht in den Sternen. Die Leser dieser Internetseite werden aber an der geplanten Zeitreise virtuell beteiligt.

Rhader Erinnerungen (Teil 1)   

Veröffentlicht am 05.12.2024

 

Soziale Medien - wer hat noch die Übersicht und Kontrolle? Gesellschaft Fluch oder Segen? Smartphones in Kinderhand

Australien will Nutzung an Mindestalter koppeln

Australien will nicht länger zusehen, wie TikTok und Co. die Entwicklung der unter 16jährigen negativ beeinflussen. In einem Interview mit der ZEIT, nennt der an der Uni Ulm auf dem Gebiet Soziale Medien lehrende Prof. Christian Montag, Fakten. Danach sei eine Regulierung des Zugangs, wie in Australien, empfehlenswert. Da sich Jugendliche in der Phase der persönlichen Identitätsfindung befinden, müssen Eltern und Schule erste Berater und Controller der eigenen Kinder sein. Unterstützt vom Gesetzgeber, der die Betreiber aller sozialen Medien verpflichten muss, für die Inhalte endlich Verantwortung zu tragen. Tatsächlich sind „Fake-News, politische Propaganda mit Rassismus und Pornografie, …, Verleumdung und Belästigung, die vor einem riesigen Publikum stattfinden“, dramatische Störfaktoren für die individuelle Entwicklung. Auch die Aufforderung, sich an Mutproben zu beteiligen, sie zu filmen und ins Netz zu stellen, hat in einigen Fällen bereits zum Tod geführt. Besonders junge Mädchen lassen sich von Fotos verführen, werden unzufrieden mit ihrem Körper, entwickeln nicht selten Essstörungen, die in psychischen Krankheiten münden. Christian Montag nennt u. a. als Lösung, den von der EU ins Leben gerufenen „Digital Service Act“ konsequent anzuwenden, um den Jugendschutz entscheidend zu stärken, so der Wissenschaftler abschließend.

Rhader Nachdenkzeilen auf der Grundlage des ZEIT-Berichts „Besonders die Mädchen leiden“ vom 28. 11.2024          

Veröffentlicht am 04.12.2024

 

Aufbruchstimmung bei der SPD. Foto Photothek Bundespolitik Nur noch 82 Tage, dann haben wir Klarheit über die politische Richtung in unserem Land (Teil 1)

SPD will die drohende soziale Kälte verhindern

Die SPD ist zwar als stärkste Kraft aus der letzten Bundestagswahl hervorgegangen, war aber gezwungen, mit Grünen und Freidemokraten zu koalieren. Was anfangs wie ein politisches Frühlingserwachen, wir wollen mehr Fortschritt wagen, aussah, endete durch unvorhergesehene globale Verwerfungen in einem Desaster. Drei seien genannt: Putins Krieg gegen die Ukraine, Corona-Pandemie und Energie-Krise. Obwohl der Bundeskanzler Olaf Scholz bis zur Selbstverleugnung versuchte, „den Laden“ zusammenzuhalten, verhakten sich  seine „Partner“ Habeck und Lindner in einem nicht mehr zu entwirrenden Selbstgerechtigkeits-Knäuel. Das bittere Ende ist bekannt. Jetzt gilt für alle Parteien und Kanzlerkandidaten, mit Zukunftsperspektiven die Öffentlichkeit zu überzeugen. Versuchen wir in Kurzform die Unterschiede zu benennen. Die SPD mit Olaf Scholz setzt darauf, den inneren, sozialen Frieden zu verteidigen und den äußeren nicht mit Säbelrasseln zu gefährden. Die CDU bietet Friedrich Merz auf, der seine Vorliebe für den „Klub der Besserverdienenden“ nicht verstecken kann. Hätte er im Februar Erfolg, droht neben der klimatischen auch eine soziale Kälte. Die Grünen wirken erstaunlich orientierungslos. Dass sie sich plötzlich auch für die Lieferung weit reichender Raketen aus deutscher Produktion in die Ukraine aussprechen, geschieht im Gleichschritt mit der FDP und der Union. Qual der Wahl? Wichtig ist, die 82 Tage bis zur Wahl, aufmerksam zu verfolgen.

Wahlinformationen aus Rhade. Wird fortgesetzt.

Veröffentlicht am 03.12.2024

 

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