Allgemein Bauen für die Ewigkeit?

St. Urbanus-Kita „stirbt“ bereits nach 60 Jahren, Einkaufszentren werden selten 50 und Brücken brechen noch früher zusammen

Egal welche Stadt man als Tourist besucht, immer ist es die Altstadt, die wie ein Magnet wirkt. Der Blick wandert entlang alter Häuser, die in der Regel deutlich mehrere 100 Jahre Geschichte erzählen können. Sie strahlen Ruhe und Gemütlichkeit aus und verführen zum Flanieren und Bleiben. Die alten Baumeister scheinen mehr vom nachhaltigen und kreativen Bauen verstanden zu haben als nicht wenige Architekten heute. Der Zeitgeist scheint momentan den Zeichenstift zu führen. Wer mit offenen Augen durch Neubaugebiete schlendert, trifft zwar auf schöne Häuser, die sich aber alle irgendwie ähnlich sind. Ob diese Quartiere jemals die Auszeichnung „Altstadt“ verliehen bekommen, darf bezweifelt werden. Wir stellen heute fest, dass erstaunlich früh die Abrissbirne anrückt, als dass über Erhalt und Sanierung gerungen wird. Nun also die Urbanus-Kita in Rhade. 60 Jahre und dann total abgängig? Gestern waren es die Einkaufszentren in Dorsten und Wulfen, die keine 50 Jahre "lebten". Und über Brücken, die plötzlich in die Elbe fallen oder in Lüdenscheid gesprengt werden müssen, soll an dieser Stelle kein Wort verloren werden. Interessant ist aber, dass z. B. die alten Bahnhöfe in Hervest und Dorsten saniert wurden und nun als Schmuckstücke unserer Stadt gelten. Warum Gebäude, wie die genannte Rhader Kita mit 60 völlig wertlos sein sollen, will dem Betrachter von außen, der den Begriff der Nachhaltigkeit auch auf Gebäude anwendet, nicht einleuchten.

Rhader Gedanken über die schnelle Abgängigkeit von Bauwerken

Veröffentlicht am 18.12.2024

 

Bundespolitik Ampel-Aus: Jetzt zeigt sich der wahre Charakter der handelnden Akteure

Rhader Nachdenkzeilen

Wer genau hinhört, vernimmt Erstaunliches. Nachdem die Ampel zerbrochen ist, wissen die daran Beteiligten plötzlich genau, warum es so kommen musste, wie es kam. Im Mittelpunkt dieser Betrachtung steht mal wieder die FDP. Sie hat monatelang falsch gespielt, den Bruch provoziert und mit dem Finger auf SPD und Grüne gezeigt. Sie hat gelogen und betrogen. Nicht nur die „Partner“, sondern auch die Wähler. Erbärmlich und völlig charakterlos ist aber, dass sie „heute“ von gemeinsamen Beschlüssen nichts mehr wissen will. Lindner und der Fraktionsvorsitzende Dürr scheinen auf der gleichen Schauspielschule gewesen zu sein. Das, was für das Theater gut ist, taugt aber nicht für den seriösen Politikbetrieb. Letztlich geraten so auch unsere demokratischen Strukturen in Gefahr. Aber auch die Grünen versuchen sich von ihrer Verantwortung abzusetzen. Die Ex-Vorsitzende Lang kann plötzlich erklären, warum es zum Scheitern der Ampel kam. So, als wäre sie nicht Teil des Problems gewesen. Ihre aktuell wiederholte Wertung, dass die Wähler sich von Regierungspolitikern „verarscht“ fühlen, sollte sie in ihren Spiegel sprechen. Verlogen und charakterlos lautet die Wertung vieler Beobachter von außen. Bliebe noch im Rückblick die Rolle der SPD. Viel zu zaghaft, immer auf Ausgleich bedacht, jedem wohl und keinem wehe. Jetzt heißt es, alles auf Anfang. Analysiert wurde genug.

Veröffentlicht am 17.12.2024

 

Diese Unterschrift ermöglicht die Neuwahlen. Bundespolitik Olaf Scholz - Allein auf weiter Flur?

Einer, der mit dem Trend ringt

Ob in Wettbüros auf Olaf Scholz gesetzt wird, wissen wir nicht. Was wir wissen ist, dass der SPD-Bundeskanzler die Umfragetabellen nicht gerade anführt. „Stimmungen sind keine Stimmen“, so hat es mal Johannes Rau ausgedrückt - und recht behalten. Olaf Scholz, der am heutigen Tag im Bundestag die Vertrauensfrage stellt, um mit dem erwarteten Negativvotum den Weg für Neuwahlen am 23. Februar 2025 ebnen will, hält es mit Bruder Johannes. Er will den Trend, der seit geraumer Zeit die Sozialdemokraten verlassen hat, als Partner zurückgewinnen. Dabei ist er Vorbild für viele Sozis im ganzen Land, die vor lauter Selbstzweifeln zu Salzsäulen erstarrt sind. Es wäre purer Selbstbetrug zu behaupten, dass in den letzten Jahren die SPD und ihre wichtigsten Akteure alles richtig gemacht hätten. Aber was wäre die Alternative? Merz mit Söder? Grüne, die in die konservative Mitte rücken? Oder der ultrarechte Rand und die zersplitterte Linke? Beide sprechen erstaunlicherweise in vielen Fällen die gleiche Sprache. Und Christian Lindner mit seiner Partei „haben Flasche leer“. So gesehen hat Olaf Scholz bei der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar gar nicht so schlechte Karten, um mit guten Argumenten die vielen „Wahrsager“ eines Besseren zu belehren.

Ein Rhader Basis-Sozi versucht, die bundespolitische Lage zu analysieren

Veröffentlicht am 16.12.2024

 

Bundespolitik Wann kommt der Nahe Osten zur Ruhe?

Ein Massenmörder aus Syrien flieht vor der Verantwortung und wird vom russischen Bruder im Geiste aufgenommen und geschützt. Ein erbärmliches, verachtungswürdiges Verhalten. Die Freude über die Befreiung Syriens wird durch die Unsicherheit, wer künftig das Land regieren wird, getrübt. Hinzu kommt, dass Nachbarländer, wie die Türkei und Israel, ihr eigenes Sicherheitsinteresse gegenüber Syrien mit dem sofortigen Einsatz militärischer Mittel verdeutlichen. Trotzdem ist die Freude vieler geflüchteter Syrer groß, eine Perspektive zur Rückkehr und zum Neuaufbau ihrer Heimat zu erkennen. Erbärmlich und verachtungswürdig ist aber das Verhalten einiger deutscher Politiker, nicht nur von der AfD, die mit Sonderflügen und Geldprämien die umgehende Ausweisung der nach Deutschland geflüchteten Menschen nach Syrien ankurbeln wollen. Besser wäre, wir würden im Zusammenwirken mit den Vereinten Nationen versuchen, für den gesamten Nahen Osten eine Friedensordnung zu erreichen, die Israel vor den mörderischen Attacken der Islamisten schützt, den Palästinensern das Recht auf Land und Selbstbestimmung einräumt und den Libanon vom terroristischem iranischen Einfluss befreit. Hierfür alle politischen Kräfte zu bündeln, würde mehr erreichen, als in Deutschland mit markigen Sprüchen Wählerstimmen fischen zu wollen. Dass in unserem Land rund 8000 syrische Ärzte in unseren Krankenhäusern arbeiten, sollte den rechten Scharfmachern zu denken geben.

Rhader Wochenend-Gedanken zur Lage im Nahen Osten

Veröffentlicht am 14.12.2024

 

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