Genau hier punktet die SPD gegenüber der lokalen Konkurrenz beeindruckend
Dass Dorsten zwar liebenswert aber arm ist, begleitet die Bürger der Lippestadt seit Jahrzehnten. Die Kunst des Stadtrates besteht alljährlich darin, die zur Verfügung stehenden Finanzen so einzusetzen, dass die Begriffe GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT keine Leerformeln sind. Wer die Haushaltsreden des Bürgermeisters und die der im Dorstener Rat vertretenen Parteien analysiert, erkennt gravierende Unterschiede. Dirk Groß, Fraktionsvorsitzender der SPD hat sie in seinem sehr politischen und informativen Redebeitrag herausgestellt. So beklagt er eindringlich, dass nicht ständig Weltuntergangsstimmung gepredigt werden darf, sondern mit Zukunftsperspektiven zum Mitmachen geworben werden sollte. Begriffe wie, „über unsere Verhältnisse leben“, u. a. vom Bürgermeister genutzt, um uns alle auf den enger zu schnallenden Gürtel vorzubereiten, sind immer dann unangebracht, so Dirk Groß, wenn sie pauschal, statt differenziert vorgetragen werden. Das Gleiche gilt für die Bewertung „von oben“, WIR müssen Standards senken. Nicht ganz falsch, aber ohne weitere Erläuterungen, was damit gemeint sein könnte und wer das WIR verkörpert, verursachen solche Einwürfe eher Hoffnungslosigkeit und lokalpolitische Depressionen „da unten“. Dirk Groß untermauert seine Kritik mit finanzierbaren Vorschlägen auf allen kommunalen Politikfeldern. Die Rede endet mit folgendem Zitat: "Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden." (Jaques Tati, franz. Regisseur und Schauspieler).
Eine Rhader Kurzbetrachtung der SPD-Haushaltsrede im Dorstener Stadtrat. Auf Wunsch wird die Rede per E-Mail zugestellt. (gross-dirk.alex@t-online.de)
Veröffentlicht am 30.11.2024
So Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Lindner- Rausschmissrede Anfang November. Was war daran missverständlich oder falsch?
Veröffentlicht am 30.11.2024
Veröffentlicht am 29.11.2024
Ein Blick auf die Kanzlerkandidaten
Am 23. Februar wird ein neuer Bundestag gewählt. Er wird kleiner als die letzten sein. Die Zweitstimme entscheidet allein, welche Partei wieviel Abgeordnete stellt.
- Olaf Scholz, SPD: „Titelverteidiger“ mit großer Berufserfahrung. Nervenstark und verantwortungsvoll. Hanseat durch und durch. Zurückhaltend, fleißig, kenntnisreich und zielstrebig. Einer, der an sich und seine Arbeit unerschütterlich glaubt und immer ein Ziel vor Augen hat. Bewertung: Kann Kanzler.
- Friedrich Merz, CDU: „Erster Herausforderer“. Politprofi mit Brüchen in der Karriere. Nach der Zurücksetzung durch Angela Merkel, „Flucht“ zum internationalen Kapitalmarkt. Rückkehr mit der Aussage: „Merkel-Regierung gibt grottenschlechtes Bild ab“. War nie Minister, hat nie eine Regierung angeführt. Bewertung: Sprunghaft.
- Robert Habeck, Grüne: Gilt als fleißig und ehrgeizig. War Landesminister in Schleswig Holstein und Bundesminister in der Ampelregierung. Wunsch und Wirklichkeit klaffen in seiner politischen Biographie häufig auseinander. Bewertung: Sollte als Minister eine zweite Chance erhalten.
- Christian Lindner, FDP: Selbstbewusst und überheblich. „Besserwisser“ auf allen Politikfeldern. Unzuverlässiger Team-Player. Wurde vorzeitig vom amtierenden Bundeskanzler vom Platz gestellt. Bewertung: Keine Vertragsverlängerung verdient.
- Alice Weidel, AfD: Spielt gerne mit gezinkten Karten und verfügt über ein Weltbild, das nur schwarz-weiß kennt. Ist politisch am äußersten rechten Rand angesiedelt. Dort tummeln sich alle, die unsere Demokratie aushebeln wollen. Bewertung: Keinesfalls wählbar!
Rhader Bewertungstabelle
Veröffentlicht am 29.11.2024
Unverantwortliche Forderungen nach Neustart der Kernkraft und Dauerbetrieb der Kohlekraftwerke werden lauter
Es kann alles so einfach sein. Du hast mehr im Portemonnaie, wenn Kernkraftwerke wieder ans Netz gehen und Kohlekraftwerke im Dauerbetrieb laufen. So wirbt zum Beispiel eine Rechtsaußenpartei aktuell um Wählerstimmen. Verantwortung für morgen? Fehlanzeige. Der Faktencheck: Die Bundesgesellschaft für Endlagerung teilt regelmäßig mit, wann und wo mit einem Endlager für den Müll der Kernkraft gerechnet werden kann. Zitat: „Die ersten Kernkraftwerke gingen hierzulande in den 1960er-Jahren ans Netz. Bis der Standort für das sichere Endlager gefunden und die Abfälle in einigen Hundert Metern Tiefe endgelagert sind, werden weitere Jahrzehnte vergehen. Und damit nicht genug: 500 Jahre lang - so will es das Gesetz - sollen die Abfälle bergbar sein.“ Zwei Seiten weiter heißt es: „Eine Lagerstätte muss für die Dauer von einer Million Jahre angelegt sein“. Wer nach diesem Kenntnisstand jetzt noch nach einem Neustart der Kernkraft ruft, hat nur sich und nicht die folgenden Generationen im Blick. Wer die Klimakonferenzen, wie jetzt in Baku, nicht völlig ignoriert, kann nicht guten Gewissens weiter die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas fordern. Hören wir, was Konfuzius (551-479 v. Chr.) dazu sagt: „Wenn der Mensch nicht über das nachdenkt, was in ferner Zukunft liegt, wird er das schon in naher Zukunft bereuen.“
Rhader Appell, auch das MORGEN im Blick zu haben
Veröffentlicht am 28.11.2024