Politikverdrossenheit wächst auch durch falsche Versprechungen
Keine Regierungserklärung ohne den Hinweis, jetzt den Radwegeausbau endlich zu forcieren. Immer verbunden mit im ersten Moment beeindruckenden Haushaltsmitteln, die entsprechend aufgestockt und bereitgestellt werden (sollen). Die schwarz-grüne Landesregierung macht da keine Ausnahme. Bereits mehrfach sind Absichtserklärungen dieser Art aus der Düsseldorfer Staatskanzlei „gestreut“ worden, um Versprechungen wie Verkehrswende, verbunden mit Klimaschutz, unters (Wähler)Volk zu bringen. Der aufmerksame Beobachter, besonders auch in Dorsten, sucht aber häufig vergebens nach Verbesserungen, die als leistungsfähiges Radwegenetz bezeichnet werden können. Dazu passt die Nachricht des zuständigen Verkehrsministeriums, dass von rund 87 Millionen Euro für gut 5 Jahre, nur 13 Millionen ausgegeben wurden. „Der Fortschritt ist eine Schnecke“, lautet ein Zitat von Günter Grass. Er könnte auch über der Regierungsmeldung des grünen Ministers stehen. Statt dessen wird wieder in den Topf mit vorgestanzten Absichtserklärungen gegriffen: „Mit mehreren eingeleiteten Maßnahmen soll das Tempo bei der Umsetzung nun deutlich gesteigert werden“, so eine Sprecherin des Ministeriums. Auch in der Lippestadt fristet die systematische Förderung des Radfahrens ein Schattendasein. Weder gibt es hier Fahrradstraßen, noch einen Beauftragten in der Verwaltung, der die Radwege-Fäden zu einem Netz knüpft. Dafür jede Menge Versprechungen, „morgen“ besser zu werden.
Rhader Zwischenruf auf Grundlage der Meldung in der Dorstener Zeitung am 28.06.2024 „Land nutzt Mittel für Radschnellwege nicht“.
Veröffentlicht am 19.07.2024
2. Dorstener Benefizlauf verdient Bestnoten
Der Aufruf, 24 Stunden am Stück im Kreis zu laufen, mag auf den ersten Blick missverständlich sein. Wer aber das Motiv der Veranstalter kennt, nämlich so Spendengelder zu akquirieren, um denen zu helfen die eher auf der Schattenseite des Lebens stehen, wird mit Chapeau reagieren. Das Dorstener Unternehmerehepaar Heike und Thomas Hein hatte die Idee, fand Gleichgesinnte und Sponsoren und schritt 2023 erstmals zur Tat. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen und löste spontan das Versprechen aus, 2024 das Event zu wiederholen. Ein Rekordmeldergebnis, beste Stimmung unter den aktiven Sportlern, den vielen Unterstützern und die Aussicht, wieder großzügig helfen zu können, sind ein beeindruckendes Fazit. Im letzten Jahr konnten 25.000 (!) Euro einigen Hilfsorganisationen übergeben werden. In diesem Jahr sollen u. a. die Dorstener Lebenshilfe, der Tierschutzverein, der Hospiz-Freundeskreis und ein Kinder-Zirkusprojekt im Treffpunkt Altstadt gefördert werden. Alle, die sich bewegt haben, dürfen stolz sein, damit etwas zu bewegen. Damit sind neben den Sportlern, insbesondere die Veranstalter und die vielen Spender und Unterstützer, siehe Banner, gemeint. Die gute Nachricht zum Schluss: 2025 soll der 3. Dorstener 24-Stundenlauf gestartet werden. Chapeau! Unsere Versprechen lautet: Wir sind wieder dabei.
Zwei Rhader haben sich bewegt, um etwas zu bewegen
Veröffentlicht am 18.07.2024
Schlaglöcher müssen ausgebessert, neue Leitplanken eingezogen werden
Wer in der Politik etwas Grundlegendes bewegen will, muss ehrgeizig, sachkundig und durchsetzungsfähig sein. Karl Lauterbach, Gesundheitsminister, scheint seinen Traumjob gefunden zu haben. Er ist vom Fach und bereit, seit Jahren liegengebliebene Probleme aufzuarbeiten. Im Gesundheitssektor tummeln sich viele Akteure, die alle am finanziellen Riesenkuchen teilhaben wollen. Wer hier alte Zöpfe abschneiden will, trifft auf geballten Widerstand der Lobbyisten. Gestern Krankenhausreform, morgen Neuaufstellung der Pflege. Daneben Aufarbeitung der Coronapandemie und der kriminellen Maskenbeschaffung. Nun hat Karl Lauterbach sich aktuell den Unmut der Apotheker zugezogen. Zur Infrastruktur einer Stadt, eines Dorfes, gehören Apotheken. Wir in Rhade leiden unter diesem Vakuum. Um das Sterben der Fachgeschäfte aufzuhalten, stattdessen Neueröffnungen zu ermöglichen, hat er einen weitreichenden Reformvorschlag der Apothekerinnung vorgelegt. So soll jede bestehende Apotheke bis zu drei Filialen und zwei kleinere Zweigstellen betreiben dürfen. Dafür muss nicht, wie bisher vorgeschrieben, in jedem Geschäft ein ausgebildeter Apotheker als Verkäufer und Berater fungieren. Statt dessen besteht das Personal dort aus pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA). Bei schwierigen Beratungsfragen kann der Apotheker aus dem Hauptgeschäft während der Öffnungszeiten per Videoschalte unterstützend eingreifen. Klingt nachvollziehbar, wird aber (noch) abgelehnt. Die Apotheker-Vertretung setzt dagegen auf höhere Zuschüsse. Karl Lauterbach steht vor der nächsten Baustelle. Mit Flickschusterei gibt er sich nicht zufrieden. Der Gesundheitsminister verdient Unterstützung von unten.
Ein Rhader Plädoyer für eine Apothekenzweigstelle vor Ort
Veröffentlicht am 17.07.2024
Karl Lauterbach setzt Sonderermittlerin ein
Die Corona-Pandemie hat tausende Menschenleben gekostet. Auf die Versorgung der Bevölkerung, u. a. mit Schutzmasken, war die damalige Bundesregierung nicht vorbereitet. So wie alle Regierungen überall auf der Welt. Dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deshalb einen Vorwurf zu machen, wäre billige Polemik im Nachhinein. Aber seine Einkaufspolitik, die Vorsorgelücke schnell und unbürokratisch zu schließen, darf heute als sehr undurchsichtig bewertet werden. Mit krimineller Energie haben es nicht wenige Personen, stellvertretend sei hier die Tochter eines früheren CSU-Generalsekretärs genannt, verstanden, Maskenaufträge zu erhalten und Millionen Euro (!) in die eigene Tasche wandern zu lassen. Auch die Berücksichtigung einer Firma aus dem Münsterland, eingekaufte Masken zu lagern und zu verteilen, erfolgte ohne Ausschreibung und wirft bis heute Fragen auf. Warum der dahinterstehende Unternehmer, der dem CDU-Bezirksverband Münsterland angehört, dessen stellvertretender Vorsitzender Jens Spahn war und ist, u. a. Fachfirmen wie DHL und DB Schenker, beides Staatskonzerne, vorgezogen wurde, gehört bis heute zu den ungeklärten Fakten. Der Eindruck, den Jens Spahn durch sein Schweigen auf klare Fragen erweckt, irritiert auch innerparteilich. Karl Lauterbach (SPD): "Wenn Fehler gemacht wurden, dann muss das auf den Tisch, und das scheint klar der Fall gewesen zu sein".
Eigener Bericht - wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 16.07.2024
Einer, der politische Verantwortung tragen will
Er ist jung, dynamisch, ehrgeizig und rundherum sympathisch. Die Rede ist von Dustin Tix, der sich anschickt, Michael Gerdes, unseren langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten im kommenden Jahr nachzufolgen. Dazu stellt er sich in Kürze innerparteilich zur Wahl. 45 Delegierte aus Bottrop, Gladbeck und Dorsten entscheiden dann, ob er 2025 als unser sozialdemokratischer Bundestagskandidat ganz oben auf dem Stimmzettel stehen wird. Die Chancen dazu stehen nicht schlecht, seine Bewerbungsrede ist offen, ehrlich und überzeugend. Der 28jährige Gladbecker hat auf der letzten Mitgliederversammlung der Rhader SPD verdeutlicht, Verantwortung übernehmen und seinen Wahlkreis offensiv und öffentlich wahrnehmbar vertreten zu wollen. Der gelernte Industriekaufmann und Betriebswirt arbeitet bei der Emscher Lippe Energie GmbH in Gelsenkirchen. Neben dem Kernthema Energie, wirbt er für gute Arbeitsbedingungen und eine starke Wirtschaft. Dustin Tix sieht den Schlüssel zum erfolgreichen Wachstum in Investitionen. „Die Schuldenbremse muss reformiert werden“, so seine unmissverständliche Botschaft. Bundeskanzler Olaf Scholz hat die letzte Bundestagswahl auch gewonnen, weil er den Begriff RESPEKT ganz oben auf seiner Agenda platziert hat. So wie jetzt auch Dustin Tix. Noch keine Garantie, aber ein starkes Zeichen für eine erfolgreiche politische Karriere. Die Rhader SPD hat ihn mit GLÜCK AUF und AUF WIEDERSEHEN verabschiedet.
Kontakt: Dustin Tix; TEL. 0151/62431515; E-Mail dustintix@gmx.de; Internet: www.dustintix.de
Veröffentlicht am 15.07.2024