Bundespolitik Sozial denken, sozial handeln - Warum die Sozialdemokratie Zukunft hat

Seit 160 Jahren gibt es die SPD. Keine Partei hat eine längere Geschichte. Sie kann auf erfolgreiche Phasen zurückblicken, darf aber bittere nicht ausblenden. Aktuell stellt sie den Bundeskanzler und die größte Fraktion im Bundestag. Auch in einigen Bundesländern sind sie erfolgreich und Regierungspartei. Das Fundament der SPD bilden aber die Ortsvereine. Es waren einmal über 10.000. Tendenz schnell fallend. Was unten wegbricht, bringt zeitverzögert auch das Dach ganz oben in Schieflage. Ist die Sozialdemokratie ein Auslaufmodell? Muss sie sich neu erfinden, um zu überleben? Die Antwort der Basis ist eindeutig. Die SPD hat Zukunft, wenn … Wenn das umgesetzt wird, was als unsozial da unten erkannt und beklagt wird. Umgesetzt werden kann es nur, wenn zuvor Klartext gesprochen wird. Nicht zurückhaltend und defensiv, sondern mitreißend und offensiv. Dann wird allen klar, wer die Bremser einer gerechteren Gesellschaft sind. Dann sind lähmende Koalitionen eher die Ausnahme als die Regel. An einem Beispiel, unserem Bildungssystem, soll hier die seit Jahrzehnten beklagte  Gerechtigkeitslücke aufgezeigt werden. Während in der Grundschule noch nicht zwischen Akademikerkindern und Nicht-Akademikerkindern unterschieden wird, beginnt die Schere der Ungerechtigkeit bereits mit der ersten weiterführenden Schule auseinanderzuklaffen. Am Ende der Schullaufbahn nehmen 78% der Akademikerkinder ein Studium auf. Aus der anderen Gruppe sind es nur 25%! Gerecht geht anders. Und genau hier ist offensives sozialdemokratisches Handeln gefordert. Dann hat die SPD auch Zukunft.

Rhader Zwischenruf auf Grundlage der ZEIT-Information „Ungleich“ vom 4. Juli 2024

Veröffentlicht am 24.07.2024

 

Kommunalpolitik „Rhade“ hat sich gemacht - „Lembeck“ in Schieflage

Wir, Rhade und Lembeck, sind Teil Dorstens. Genau seit 50 Jahren. Wir sind klein, aber oho! Wir bilden die Grenze nach Norden, sind aber gleichzeitig die Eingangstür in den Süden. Kurz: Wir sind wichtig und wollen mehr. Wir haben hier und da einen Baum gepflanzt, der den Namen der Lippestadt trägt. Und im Zentrum Dorstens, im Stadtkrone-Bürgerpark Maria-Lindenhof, wachsen die selbst gepflanzten Partnerbäume „Rhade“ und „Lembeck“. Ein starkes Symbol! Grund genug, beide immer mal wieder zu besuchen. Ist Wachstum vorhanden? Versprechen gesunde Früchte eine reiche Ernte? Ja, „Rhade“ kann sich sehen lassen. Der stabile Stamm wird von kräftigen Wurzeln mit Leben versorgt. Aus Dankbarkeit trägt er einige Früchte, die als eine Art Versprechen für eine noch bessere Zukunft gelten könnten. In direkter Nachbarschaft versucht „Lembeck“ mitzuhalten. Etwas übermütig geworden, wollte er zu schnell nach oben schießen. In der Folge geriet er aus dem Lot, legte sich zu Seite, als wolle er sich anlehnen. Nun musste er angeleint werden. Starke Hände legten ihm ein Stützband um. Böse Zungen sprechen von Fesseln. Genug der Wortspielerei, die die Leser weiter eigenhändig interpretieren können. Ohne Rhade und Lembeck wäre Dorsten aber deutlich ärmer. Wer will jetzt noch widersprechen?

Ein Rhader umarmt zwei Bäume

Veröffentlicht am 23.07.2024

 

Presse Alles sagen?

Nicht wenige Tageszeitungen wagen den Drahtseilakt - und stürzen weiter ab

Vielen Printmedien gehen die Abonnenten aus. Es gibt aber auch Zeitungen, die kontinuierlich gewinnen. Mit informativen Texten, mit eigenen Recherchen und Dokumentationen, die das Allgemeinwissen auffrischen. Statt diese Art des Journalismus zu kopieren, suchen andere mit Populismus und Krawallthemen ein Bild zu zeichnen, das manchmal nicht ganz falsch, aber auch nicht immer ganz richtig ist. Problematisch wird es dann, wenn die Berichterstattung mit der persönlichen Meinung des Schreibers ineinander übergeht. Was ist noch Bericht, was Meinung? Und genau diese Medien, die diesen Weg eingeschlagen haben, treffen in der Online-Welt auf eine „unschlagbare“ Konkurrenz. Ein wichtiger Grund für viele, diesen Printmedien good bye  zu sagen. Auch der (verzweifelte) Versuch, mit provokanten und populistischen Einwürfen die Leser zur persönlichen Stellungnahme zu motivieren, ist eine gefährliche Gratwanderung. Die Gefahr, dabei abzustürzen, sprich, weitere Abonnenten zu verlieren, begleitet jede Veröffentlichung dieser Art. Einen Kommentar mit MEINUNG zu überschreiben, ist fairer Journalismus. Wer Texte ins Blatt rückt, die als Gastkommentar gelten sollen, aber als unsägliche  MEINUNGSMACHE von fast allen Leserbriefschreibern bewertet werden, zahlt einen hohen Preis. „Ein Griff in die Kloake“, so kommentiert ein Dorstener Leser diese journalistische Fehlentwicklung. Recht hat er.  Alles sagen? So nicht, liebe Zeitungsmacher.

Ein Rhader blättert in der Tageszeitung

Veröffentlicht am 22.07.2024

 

Gesellschaft Ist das Abwenden von Politik eine Lösung?

Ein Plädoyer für mehr Allgemeinbildung und gesellschaftspolitische Teilnahme

Zur Zeit blicken wir gebannt in die USA. Die Schüsse auf Trump zeigen eindringlich, wohin Hetze und persönliche Herabsetzung führen können. Warum lassen sich Massen so manipulieren, dass sie den politischen Kontrahenten die Pest, wenn nicht gar mehr an den Hals wünschen? Dass wir in Deutschland davor nicht gefeit sind, beweisen die menschenverachtenden, mörderischen Taten der Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945. Obwohl unser Land als Heimstatt der klugen Menschen, also als das Land der Dichter und Denker galt, hat die Mehrzahl der Bevölkerung alles bisher Gelernte beiseite geschoben, um aktiv und passiv den Tätern den (gehobenen) Unterstützungsarm zu reichen. Nie wieder! Mit unserem Grundgesetz wurden vor 75 Jahren die Weichen so gestellt, dass im Mittelpunkt unseres Handelns die Menschenwürde steht. Und zwar uneingeschränkt. Mehr Demokratie wagen! Mehr (Allgemein)Bildung vermitteln! So will sich  Deutschland vor politischen Schaumschlägern und Lügnern schützen. Dass was scheinbar funktionierte, gerät aktuell in Schieflage. Die letzte Europawahl lässt den aufgeklärten Zeitgenossen zweifeln, ob das Bildungssystem, hier wie da, eine Schutzmauer vor demokratieverachtendem Populismus bietet. Diejenigen, die sich von der Tagespolitik angewidert abwenden, sind, vielleicht ungewollt, auch ein Teil des Problems. Statt gesellschaftspolitischer Passivität, ist das aktive Eintreten für Demokratie gefragt. Nie wieder ist nämlich jetzt!

Eine Rhader Meinung zum Wochenende

Veröffentlicht am 20.07.2024

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007863276 -