Wie gehabt. Neubausiedlung in Rhade. Kommunalpolitik Was im Großen geht, muss auch im Kleinen möglich sein

Neue Dorstener Bebauungspläne müssen künftig ganz anders aussehen

Wer in Rhade mit offenen Augen die neue Bebauung am Alten Sportplatz betrachtet, kommt zu dem Urteil: eigentlich wie immer. Andere Zeiten zwingen aber zu anderen Entwürfen. Beispiele sind in Coesfeld, siehe dazu unseren Bericht vom 22. April 2024 mit der Schlagzeile: „Bezahlbarer Wohnraum? Ein Blick über den städtischen Tellerrand nach Nordkirchen (Kreis Coesfeld)“ und auch in Nachbarländer ermöglicht ein kostenloses Studium. Heute blicken wir nach Wien. Dort entsteht ein neuer Stadtteil für einige tausend Einwohner. Der erste Erschließungsschritt war, das Bebauungsgelände an den öffentlichen Personennahverkehr anzuschließen. Ökologisches Bauen unter Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen ist Pflicht. Das ganze Areal ist barrierefrei, Bordsteine gibt es nicht. Autos sind in diesem neuen Quartier kaum zu sehen. Parallel zu den Häusern, wird die soziale Infrastruktur, Schulen, Kitas, Arbeitsplätze, Freizeiteinrichtungen, mitgedacht. Unterschiedliche Wohnformen, wie Miet- und Eigentumswohnungen entstehen nebeneinander und sorgen so für eine sogenannte soziale Durchmischung. Ein Drittel der dort lebenden Bevölkerung ist in kommunalen Gemeindewohnungen untergebracht. 60% des gesamten Wohnraums wird staatlich gefördert. Die durchschnittliche Kaltmiete über alle Wohnungen der Stadt liegt unter 10 Euro/qm. Wir sprechen von Wien! Dorsten ist nicht Wien. Trotzdem würde auch hier ein entsprechender Bebauungsplan wichtige Zukunftszeichen setzen.

Rhader Anregung in Richtung Dorstener Rathaus und Stadtrat. Grundlage ist der Bericht „Von Wien lernen“ aus VORWÄRTS 04/2024         

Veröffentlicht am 13.08.2024

 

Holger Lohse, Technischer Beigeordneter der Stadt Dorsten. Foto: Stadt Dorsten Kommunalpolitik Hat Dorsten Zukunft? (Teil 1)

Holger Lohse, technischer Beigeordneter, blickt optimistisch nach vorn

Einer der die Lippestadt an allen Ecken und Enden kennt, ist der technische Beigeordnete der Stadt Dorsten. Holger Lohses Aufgabengebiet ist äußerst anspruchsvoll. Alle Entscheidungen zur Zukunftssicherung Dorstens, die durch seine Hände gehen, sind nicht sofort vorzeigbar, weil mit längeren „Lieferzeiten“ verbunden. Das erfordert großen Erklärungs- und Überzeugungsbedarf. Wir haben Holger Lohse drei Fragen gestellt, dessen Antworten wir in dieser Woche in drei Teilen veröffentlichen werden.

Frage: NRW meldet Finanzprobleme. Könnte das beschlossene Rhader Dorfentwicklungskonzept an geänderten Förderbedingungen scheitern?

Holger Lohse: Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen basiert auf unterschiedlichen Förderprogrammen des Landes, die sich wiederum differenziert finanzieren (EU, Bund, Land usw.). Im Voraus ist nicht einschätzbar, welche Kontingente tatsächlich in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen werden und welche Flexibilität der Fördergeber z.B. bei Mittelumschichtungen haben wird. Es sieht aktuell allerdings nicht danach aus, dass Förderprojekte durch die geänderten Bedingungen in Gefahr geraten. Maßnahmen, zu denen auch eine Förderung zugesagt wurde, sind auch für das Land bindend. Dies trifft z.B. auch auf Maßnahmen im Forks Busch zu. Im Rahmen der traditionell vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster ist sichergestellt, dass die Stadt Dorsten frühzeitig über Änderungen informiert werden würde. Zugleich würde eine konstruktive Suche nach Lösungen erfolgen.

Wird am Mittwoch, 14.08.2024 mit Teil 2 fortgesetzt

 

Veröffentlicht am 12.08.2024

 

Allgemein Eine wahre Hundegeschichte aus den USA

Es war einmal ein kleiner süßer Hund. So wie alle Hunde, wenn sie jung sind. Er, es war ein Rüde, wuchs schnell und wurde von allen verwöhnt. Das war nicht gut für seine Entwicklung. Er wurde arrogant und fühlte sich allen anderen Vierbeinern überlegen. Da er ständig um sich biss, legten sich seine Artgenossen demutsvoll vor ihn, um nicht "gefressen" zu werden. Dadurch stieg er im Rudel auf, bis er ganz oben war. Widerspruch beantwortete er mit Verachtung und psychischer Gewalt. Hundefrauen betrachtete er als Freiwild. Seine Überheblichkeit kannte keine Grenzen, weil er wirklich glaubte, ein von Gott Auserwählter zu sein, der seine Rasse schützen müsse. Obwohl sein Fell struppig, farblos und stumpf war, beleidigte er alle Artgenossen, die nicht so waren wie er, als minderwertige Mischlinge, die nichts zu sagen hätten. Jetzt hat er wohl überzogen. Jetzt hat eine Hundedame, viel jünger, intelligenter und erheblich besser aussehend, ihr Halsband in den Ring geworfen, um alle Vierbeiner gleichberechtigt vertreten zu wollen. Schlechte Zeiten für den größenwahnsinnigen Köter, der sich erstmals seit Jahren nervös zeigt und mit fletschenden Zähnen und besonders lautem Gebell versucht, seine Stellung zu bewahren. Schon ist erkennbar, dass sich das Rudel vom alt gewordenen "Leitwolf" nach und nach abwendet. Ob er anschließend sein Gnadenbrot im Zwinger erhalten wird, ist nicht ausgeschlossen.

Eine Rhader Wochenendgeschichte

Veröffentlicht am 10.08.2024

 

Europa Tobias Cremer - unser Mann für Europa (Teil 2)

Eine starke Stimme für NRW und das Ruhrgebiet

Er ist jung und bestens ausgebildet, die Sozialdemokratie in Brüssel zu vertreten. Tobias Cremer kommt aus Bochum und hat in Dorsten mehrfach für die Europawahl, für die SPD und für sich geworben. Nun hat er es geschafft und ist einer von 720 Abgeordneten. Interessant ist, wie er die sozialdemokratische Unterstützung zur Wahl von Ursula von der Leyen zur konservativen Kommissionspräsidentin begründet: „Am Ende ist es darum gegangen, möglichst viele sozialdemokratische Inhalte in Europa durchzusetzen. Das heißt konkret: in Europa für bezahlbare Mieten zu sorgen, den Green New Deal sozial gerecht zu gestalten, Europa auf der Welt zu stärken, seine Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen und sicherzustellen, dass gute Arbeit in Europa auch gut bezahlt wird. Genau diese Prioritäten haben wir klar gemacht und von Ursula von der Leyen erreicht, dass in den Leitlinien der Kommission für die nächsten fünf Jahre (das ist quasi der "Koalitionsvertrag" der Kommission) diese Ziele festgehalten und mit konkreten Maßnahmen unterlegt wurden. Mit den Stimmen der Sozialdemokratie gehen somit klare Erwartungen an die Kommission einher, auf deren Erfüllung wir genau achten werden.“ 

Wir werden an dieser Stelle die Arbeit von Tobias Cremer konstruktiv begleiten. Konstruktiv heißt, auch an der Basis (Dorsten-Rhade) erkannte „heiße Eisen“ über den Zustand Europas deutlich beim Namen zu nennen und Tobias Cremer aufzufordern, zuzuhören und unsere Interessen unüberhörbar zu vertreten.

Wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 09.08.2024

 

Unser SPD-Mann im EU-Parlament: Tobias Cremer. Foto: Hompage www.tobias-cremer.eu Europa Tobias Cremer - unser Mann für Europa (Teil 1)

Eine starke Stimme für Dorsten, NRW und das Ruhrgebiet

Er ist jung und bestens ausgebildet, die Sozialdemokratie in Brüssel zu vertreten. Tobias Cremer kommt aus Bochum und hat in Dorsten mehrfach für die Europawahl, für die SPD und für sich geworben. Nun hat er es geschafft und ist einer von 720 Abgeordneten. In einem Schreiben teilt er aktuell mit, wie er seinen Wahlkreis, der von Ennepe-Ruhr-Kreis bis Steinfurt, von Bottrop und Borken bis Warendorf und Hamm reicht, künftig vertreten will. Nämlich durch regelmäßige Informationen über das, was positiv läuft, ohne das Negative auszuklammern. Er teilt mit: „Wir deutsche Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten reihen uns in die S&D Fraktion im Europarlament ein, die mit 136 Abgeordneten aus 26 Ländern nach der konservativen EVP die zweitgrößte Fraktion stellt.“ Und weiter: „Ich selbst bin seit der konstituierenden Sitzung ordentliches Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und im Unterausschuss für Verteidigung. Hier werde ich nun in den nächsten fünf Jahren die Ärmel hochkrempeln und mich mit viel Engagement kritisch konstruktiv einbringen. Es geht um nichts Geringeres als um die Sicherheit Europas und darum die Zeitenwende in Europa sozial gerecht zu gestalten. Nur wenn wir Sicherheit in allen ihren Dimensionen denken - also als äußere, innere, aber auch soziale Sicherheit - können wir gemeinsam in einen gerechten, freien und friedlichen Europa leben. Gleichzeitig gilt es aber auch in einer zunehmend multipolaren Welt die Werte und Interessen Europas selbstbewusst und in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf der Welt zu vertreten und die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimawandel oder Künstlichen Intelligenz gemeinsam anzugehen. Ich freue mich darauf hierbei meinen Beitrag zu leisten.“

Wird morgen mit Teil 2 fortgesetzt

Veröffentlicht am 08.08.2024

 

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