Allgemein Das Jüdische Museum in Dorsten als Kulturzentrum

Das Programmheft des Jüdischen Museums Westfalen (JMW) für das 2. Halbjahr 2024, verspricht spannende, informative und bunte Veranstaltungen in unserer Stadt. Neben den wechselnden Ausstellungen im Museum, spielt der Museumsort auch als Konzertsaal und Diskussionsforum eine große Rolle. Aber damit nicht genug. Neben Amphitheater im Bürgerpark Maria Lindenhof, Kirchen, einem Kino, einer Aula finden sich weitere Aufführungsorte, verteilt über die ganze Stadt, im Programm. Das Museum ist ein großer kultureller Leuchtturm in der Lippestadt. Das Angebot, nicht zu vergessen, sich ständig zu informieren und auch entspannt Kultur zu genießen, ist überaus gelungen. Den Programmmachern ist zu wünschen, dass besonders auch die Dorstener Bürgerinnen und Bürger neugierig geworden sind, die vielen Aufführungen zwischen dem 16. August und 23. Januar 2025 zu besuchen.

Weitere Informationen: JMW, Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten. TEL. 02362-45279. E-Mail info@jmw-dorsten.de. Internet: www.jmw-dorsten.de

Ein Rhader Werbetext

Veröffentlicht am 07.08.2024

 

Gesellschaft Die kleine Geschichte hinter der Geschichte

Wer war der „Schlächter von Warschau“ und warum wird an ihn mit einer kleinen Tafel am Rathaus in Westerland/Sylt erinnert?

Vor 80 Jahren wehrten sich die Polen in Warschau gegen die menschenverachtende Besatzung durch die deutsche Wehrmacht. Nach 63 Tagen kapitulierten sie vor der unglaublichen Übermacht. Hitler befahl danach der SS, Vergeltung zu üben und alle Polen in der Stadt sofort hinzurichten. Als Einsatzleiter bestimmte Himmler den SS-General Heinz Reinefarth, der in Polen mit dem Zusatz, „Schlächter von Warschau“, genannt wird. Er leistete „ganze Arbeit“. 150.000 polnische Zivilisten, darunter Kinder und Greise wurden brutal ermordet. Dann wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Heute vor 80 Jahren. Frank-Walter Steinmeier, unser Bundespräsident, verneigte sich nun vor Ort vor den Opfern und bat um Entschuldigung und Vergebung im Namen des deutschen Volkes. Zurück zu Heinz Reinefarth. Nach kurzer amerikanischer Kriegsgefangenschaft, verspricht er mit dem US-Geheimdienst zu kooperieren. 1948 wird er erfolgreich entnazifiziert, lässt sich als Rechtsanwalt auf Sylt nieder und 1951 für 13 Jahre zum Bürgermeister von Westerland wählen. Als seine Vergangenheit öffentlich thematisiert wird, zieht er sich von allen öffentlichen Ämtern zurück, bleibt aber als Anwalt tätig. Er wird 1979 in Keitum/Sylt beigesetzt. Auf der erwähnter Erinnerungstafel am Westerländer Rathaus wird Heinz Reinefarth u. a. als Kommandeur einer Kampfgruppe bezeichnet, der mitverantwortlich für das Verbrechen in Warschau sei. Das ist aber weniger als die halbe Wahrheit.

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Eine deutsche Karriere“ vom 18.07.2024

Veröffentlicht am 06.08.2024

 

Foto: L. Taube Kommunalpolitik Der Dorfmanager - Ein Mehrwert für Rhade und Lembeck

Laszlo Taube: zuhören, vermitteln, unterstützen 

Laszlo Taube ist der erste Dorfmanager in der Geschichte der Stadt Dorsten! Wir haben ihm, der seit 13 Monaten als fester Mitarbeiter der Dorstener Stadtverwaltung für Rhade und Lembeck allen Bürger und Bürgerinnen als Ansprechpartner zur Verfügung steht, drei Fragen gestellt:

1. Wir hatten den Dorfmanager-Job vor gut einem Jahr als „personifizierten Kummerkasten“ der Stadtverwaltung für den Dorstener Norden bezeichnet. Hat sich das so bestätigt?

Laszlo Taube: Ein „personifizierter Kummerkasten“ bin ich definitiv nicht. Ein Ansprechpartner für die Belange und Anregungen der Menschen in Rhade und Lembeck schon eher. Und das ist auch gut so, denn die Menschen haben vielfältigen Gesprächsbedarf – das Spektrum ist von Anregungen bis hin zu konkreten Lösungsvorschlägen sehr breit. 

2. Wer kommt zum Dorfmanager und welche Fragen / Anregungen bringen er/sie mit?

Laszlo Taube: Zu mir kommen Eltern mit ihren Kindern, aber auch Seniorinnen und Senioren, das ist ganz unterschiedlich – genauso unterschiedlich wie die Themen, über die sie mit mir sprechen möchten. Es reicht von Hinweisen, der reinen Nachfrage, mehr Informationen bis hin zu Ideen oder sogar Projektvorschlägen. Die Kommunikation mit den Menschen vor Ort ist der wichtigste Bestandteil meiner Arbeit.

3. Wo liegt der Schwerpunkt der bisherigen Arbeit und welche Ziele stehen ganz oben auf der Agenda unseres Dorfmanagers? 

Laszlo Taube: Es wird und kann nie DEN einen Schwerpunkt geben, dafür ist das Leben vor Ort in den beiden Stadtteilen und generell in unserer Stadt zu abwechslungsreich, vielfältig und dynamisch. In jedem Fall ist es wichtig, die Menschen wahrzunehmen, ihre Bedürfnisse zu kennen und zu erkennen und natürlich jedes vorgetragene Anliegen ernst zu nehmen. Darüber hinaus möchte ich Projekte zwischen Rhade und Lembeck unterstützen und unsere Jugend besser einbinden. Eigentlich bleibt zunächst nur zu sagen: Ihr seid das Dorf! Eure Ideen sind unser Anliegen und unser Antrieb!

Veröffentlicht am 05.08.2024

 

Bundespolitik Berlin: Wird das Fell des Bären schon verteilt bevor er erlegt ist?

Merz und Lindner spielen sich die Bälle bereits partnerschaftlich zu

Zur Erinnerung. Bei der letzten Bundestagswahl mussten drei Parteien koalieren, um eine Regierung stellen zu können. Die SPD als stärkste Kraft, stellt seitdem mit Olaf Scholz den Bundeskanzler. Das Grünen-Ergebnis blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück, reichte aber für Platz zwei. Die FDP, immer schon ein Abstiegskandidat, musste sich mit Platz drei zufriedengeben. In einem Koalitionsvertrag versprachen sich die drei ungleichen Partner Freundschaft und Zusammenarbeit, um mehr Fortschritt zu wagen. Konsterniert stellt der Beobachter von außen fest, dass bereits kurz nach Antritt der Regierung Eifersüchteleien und Konkurrenzdenken, besonders unter Grünen und der FDP, die Aufbruchsstimmung verhagelte. Die dramatisch fallenden Umfragewerte sorgen besonders bei der FDP für Panik. Genussvoll befeuert die Union das (Trauer)Spiel, um die Selbstzerfleischung der Regierungsparteien zu forcieren. Christian Lindner (FDP) soll so aus dem Bündnis herausgebrochen werden und als möglicher Partner der CDU/CSU ab September 2025 zur Verfügung zu stehen. Und Lindner erfüllt die Erwartungen von Friedrich Merz bisher spielend. Olaf Scholz will Bundeskanzler bleiben. Dazu muss die SPD deutlich zulegen und Lindner (FDP) argumentativ (endlich) die rote Karte gezeigt werden. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Rhader Wochenend-Nachdenkzeilen zur Bundespolitik

Veröffentlicht am 03.08.2024

 

Allgemein Rhade - Perle des Naturparks Hohe Mark

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.

Ein Flyer wirbt für Rhade. Unser Dorf, Stadtteil von Dorsten, hat fast 6000 Einwohner und ist Teil des Naturparks Hohe Mark. Die privilegierte Lage im Grünen motiviert, zu Fuß oder per Rad die Umgebung zu erleben. Eine gute Gelegenheit, die letzten Ferien- oder Urlaubstage so zu gestalten. Wer mit offenen Augen (und Ohren) die Natur auf sich wirken lässt, ist überrascht von der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Interessant ist immer wieder zu beobachten, dass sich besonders Besucher von außen äußerst beeindruckt zeigen, wenn sie einmal rund um Rhade geradelt oder gewandert sind. Rhader nehmen das eher als Selbstverständlichkeit wahr. Das birgt aber die Gefahr in sich, zu nachlässig das Schützenswerte zu sichern. Ein Appell an alle Einheimischen, sich selbst zu überzeugen, welchen Stellenwert unsere Landschaft hat und was unbedingt getan werden muss, um Planungs-Fehlentwicklungen zu vermeiden. Nur dann behält der Satz in der Überschrift, „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“, seine Berechtigung.

Werbetext aus der Feder eines Rhader Bürgers

Veröffentlicht am 02.08.2024

 

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