Ein Schriftsteller bringt es auf den Punkt und kennt die Lösung
Er ist Juraprofessor und hoch geehrter Schriftsteller. Sein Buch „Der Vorleser“ wurde millionenfach verkauft und gelesen. Die Rede ist von Bernhard Schlink, heute 79 Jahre alt. In einem Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT bewertet er den politischen Aktivismus der Straße sehr kritisch. Namentlich nennt er u. a. Fridays for Future. Sein hartes Urteil, das bringt nichts, irritiert im ersten Moment, darf aber als Aufforderung verstanden werden, die wichtigen Anliegen in die Institutionen zu tragen. Konkret sagt er: „Wer etwas verändern will, muss in die Institutionen, die Parteien, die Gewerkschaften, die Verbände, die Kirchen. Mich freut das Engagement der Jungen, aber ich hoffe, es findet seinen Weg in die Institutionen. In ihnen werden die Jungen mit Widerständen konfrontiert, müssen sie bewältigen und wachsen daran, in der Bewegung bleiben sie bei sich, fühlen sich gut, moralisch und historisch im Recht. Darin zu verharren ist eine Versuchung, die ich von meiner Generation kenne.“ Eine interessante Parallele zur 1968er Generation, die zum „Marsch durch die Institutionen“ aufrief, um unsere Demokratie zu stärken. Wer also will, dass unsere Freiheit stabilisiert wird, kommt ohne die Mitgliedschaft in einer der von Bernhard Schlink genannten Institutionen nicht aus. Die SPD ist dazu auch ein Angebot.
Rhader Appell auf Grundlage des ZEIT-Interviews „Beeindruckt Sie Aktivismus, Bernhard Schlink?“ vom 20 Juni 2024
Veröffentlicht am 27.06.2024
Das Engagement der Kindergarten- und Grundschuleltern im Ort verdient höchste Anerkennung. Immer wieder überraschen sie mit guten Ideen, um die Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. So auch am letzten Samstag, als sich der Rhader Sportplatz in einen Spiel-, Begegnungs- und Kommunikationstreffpunkt verwandelte. Auf einem Flohmarkt für Spielzeug, Bücher und Textilien, konnte der Besucher Schnäppchen aller Art erwerben. Er konnte sich erfrischen, sich stärken, mit den Kindern spielen und sich über „dit un dat“ austauschen. Der Beobachter stellte fest, dass das über mehrere Stunden bestens funktionierte. Dass das Wetter, nach tagelangem Regen, sich von der besten Seite zeigte, war ein weiterer Garant für das Gelingen des Kinderfestes.
Beobachtungen eines Festbesuchers
Veröffentlicht am 26.06.2024
Schaltet sich die Ampel selbsttätig aus? - Die SPD zeigt eine Sollbruchstelle auf!
Der Zeitrahmen, um den Bundeshaushalt für 2025 aufzustellen, ist eng gesetzt und läuft im Juli ab. Noch ist eine Einigung untereinander nicht in Sicht. Noch wird gepokert. Noch gibt sich der Finanzminister unnachgiebig, für viele eher uneinsichtig. In der SPD rumort es gewaltig. Ständig neue Provokationen des eigentlichen Regierungspartners FDP sorgen für die sogenannte geballte Faust in der Tasche. Wieder einmal soll, so die Freidemokraten, ganz unten der Rotstift angesetzt werden, um ganz oben Freiraum für Steuersenkungen zu erzielen. „Nicht mit uns“, so Teile der SPD, die den Sozialstaat in Gefahr sehen und über ein Mitgliedervotum laut nachdenken. Inhalt stark verkürzt: Sollte sich die SPD in den Haushaltsberatungen nicht durchsetzen, um die soziale Gerechtigkeit im Land zu stabilisieren, darf auch über ein Ende der Ampelregierung nachgedacht werden. Olaf Scholz, sozialdemokratischer Bundeskanzler, hat in mehreren Interviews am Wochenende unmissverständlich erklärt, dass es keinen Sozialabbau geben werde. Ist damit die Kuh vom Eis? Wer dem Finanzminister Lindner ins Gesicht blickt, sieht ein professionelles Pokerface. Nun müssen aber alle Karten aufgedeckt werden. Erst dann wissen wir, ob aus dem scheinbaren Spiel, bitterer Ernst wird, bei dem alle verlieren.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 25.06.2024
Was lange währt, wird endlich gut!
Monatelang engten rot-weiße Baken den Rad- und Fußweg an der Lembecker Straße, in Höhe des Mühlenteichs ein. Mehrfache Hinweise an die Stadt- und Kreisverwaltung schienen ungehört zu bleiben. Nun wurde doch die Böschung stabilisiert, die Baken abgebaut. Warum Rhader Fußgänger und Radfahrer ein Jahr mit der Einschränkung leben mussten, bleibt rätselhaft. Eine mögliche Straßenreparatur für Kraftfahrzeuge wäre sicherlich "von jetzt auf gleich" erfolgt, ist sich ein Rhader Bürger sicher.
Veröffentlicht am 24.06.2024
Jugendstudie liefert wichtige Hinweise
Nachdem an dieser Stelle in 2 Artikeln „bittere Nachlese zur EU-Wahl“ veröffentlicht wurde, soll heute über einen wichtigen, eigentlich alternativlosen Lösungsansatz informiert werden. In einer Jugendstudie wurden 16 - 17jährige Erstwähler befragt. Erste Erkenntnisse: Sie wählen anders als ihre Eltern. Während SPD und Grüne, die sich für die Herabsetzung des Wahlalters eingesetzt haben, geradezu abgestürzt sind, liegen Union und AfD mit ca. 16% fast gleichauf. Viel besser schneiden die kleinen Parteien mit zusammen rund 28% ab. Nachfragen ergaben, dass junge Wähler in der Breite nicht genau wussten, warum sie welche Partei wählen sollen. Bauchgefühl und einfache Slogans kommen an. Ein wichtiger Hinweis, dass künftig politische Bildung im Zentrum der schulischen Bildung stehen muss. Nur in der Schule wird die Jugend komplett als Gruppe erreicht. Also muss, so die Empfehlung der Wissenschaftler, politische Bildung auf dem Stunden- und Lehrplan in allen Schulformen und in der Lehrerausbildung verankert werden. Der Fachbegriff, Nachrichtenkompetenz zu erwerben, bzw. zu vermitteln, gilt als entscheidend, um unsere demokratischen Strukturen nicht der Gefahr auszusetzen, weiter ausgehöhlt zu werden. Nur 3% der Unterrichtszeit werden aktuell politischer Bildung gewidmet. Auch hier stolpern wir wieder über einen föderalen Flickenteppich. In einigen Bundesländern gibt es überhaupt keine entsprechenden Pflichtstunden. Dass 16jährige bei der Europawahl mitbestimmen durften, aber nicht bei der kommenden Bundestagswahl, sorgt nicht nur bei der Jugend für Kopfschütteln.
Rhader Erkenntnisse nach dem Studium des ZEIT-Artikels „Der Politik trauen sie wenig zu“ vom 13.06.2024
Veröffentlicht am 22.06.2024