KFZ-Verkehr gilt als Hauptproblem
Die privilegierte Lage Rhades, mitten im Grünen gelegen, ist ein Garant für hohe Lebensqualität. Als Wermutstropfen darf aber der fließende und ruhende KFZ-Verkehr genannt werden. Die zentrale Straßenachse zerschneidet auf drei Kilometer Länge das über 800 Jahre alte Rhade. Sie dient als Autobahnzubringer und Verteiler in die rechts und links entstandenen Wohnsiedlungen. Seit Jahren werden die Bürger vor Ort gefragt, was in ihrem Lebensumfeld verbesserungswürdig ist. Ganz oben auf dem Forderungskatalog findet sich der Begriff VERKEHRSBERUHIGUNG. Neudeutsch ENTSCHLEUNIGUNG. Um das Ausmaß des Problems zu verdeutlichen, sollen folgende Zahlen helfen: Die Zahl der zugelassenen KFZ betrug in Deutschland im Oktober 2023 69,3 Millionen, darunter waren 49,1 Millionen PKW. Weiter ansteigende Tendenz. Im Durchschnitt steht ein PKW 23 von 24 Stunden eines Tages. Steht heißt, er nutzt eine Parkfläche. Die rechnerische Größe für einen Parkplatz beträgt 12 m2. So groß, wie ein durchschnittliches Kinderzimmer. Wer mit offenen Augen durch Rhade geht oder fährt, kommt an parkenden Autos nicht vorbei. Manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Dorsten arbeitet an einem sogenannten Mobilitätskonzept. Es sollte um ein Zukunftsprojekt PARKEN erweitert werde. Eine Anregung in Richtung Rathaus: Rhade wäre bestens geeignet, dazu als Muster für die Gesamtstadt ausgewählt zu werden.
Eigener Bericht auf Grundlage des ADFC-Berichts „Öffentlicher Abstellraum“ aus RADWELT 1.2024
Veröffentlicht am 26.03.2024
Kreisverwaltung RE reagiert auch nicht auf Nachfragen eines Stadtratsmitglieds
Unübersehbar zeigen seit Monaten rot-weiße Sicherungsbaken im Bereich des Rhader Mühlenteichs an, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Die Vermutung, dass die Böschung stabilisiert werden muss, scheint in die richtige Richtung zu gehen. Aber es tut sich nichts. Seit Monaten! Also fragen wir wieder nach. Übrigens erstmals im August 2023! Der erste Ansprechpartner ist immer die eigene Stadtverwaltung. Diese antwortet umgehend und zeigt mit dem Finger nach Recklinghausen. Kreisstraße! Also fragen wir dort nach. Antwort sinngemäß: Dir geben wir keine Antwort, das haben wir gegenüber der Dorstener Verwaltung und dem zuständigen Ausschuss bereits getan. Informiere dich da. Gesagt getan. Frage an Achim Schrecklein, SPD-Ratsmitglied aus Rhade. Was hat denn der Kreis gemeldet? Er hört bei zuständigen Ausschussmitgliedern nach. Ergebnis: Nichts Genaues weiß man. Also schreibt Achim Schrecklein nun direkt den Kreis an. Eine Antwort hat er bisher, obwohl der Vorgang nicht mehr ganz frisch ist, auch noch nicht bekommen. Fazit: Wer etwas erreichen will, darf nicht aufgeben. Deshalb wird dieser Text nicht nur hier veröffentlicht, sondern eine Kopie erhalten Stadt, Kreis, Ratsmitglieder und die örtliche Presse. Unser Versprechen lautet: Wir bleiben am Ball und berichten weiter.
Veröffentlicht am 25.03.2024
Warum wir unsere liberalen Strukturen verteidigen müssen
Wenn weder ein gekröntes Haupt, ein kirchlicher Würdenträger, noch ein krimineller Despot ein Land regiert, sondern das Volk von unten nach oben entscheidet, kann man von Demokratie sprechen. Deutschland wurde vor nur 79 Jahren von einem diktatorischen System befreit und konnte so schrittweise lernen, wie das funktioniert. Und wir sind gut damit gefahren. Nachdem „der Muff von 1000 Jahren“ aus den Kleidern geschüttelt wurde, schafften es konkurrierende Parteien, den besten Weg in eine Wohlstandsgesellschaft zu ebnen. Krisen wurden bewältigt, ohne den Pfad der Demokratie zu verlassen. Also könnten wir als Erfolgsmodell weltweit dienen. In Wirklichkeit nehmen aber gerade sogenannte Demokraturen, die Vorstufe zur Diktatur, Fahrt auf. Ob Ungarn, die Slowakei, beides EU- und Nato-Länder, viele Staaten in Arabien, Afrika, Russland, China, Südamerika, sie alle setzen auf „den starken Mann“. Das geht selten gut. In Haiti ist erschreckend zu sehen, wie ein Land und die Bevölkerung in den Abgrund gerissen werden. Banden „regieren“ inzwischen das Land. Nur der eigene Vorteil zählt. Menschenleben nicht. Was tun? Wegsehen? Ignorieren? Oder doch eingreifen? Die UN wäre die einzige Institution, die jetzt eine „autoritäre“ Entscheidung pro Humanität treffen müsste. Demokratie kann dann erst am Ende einer Entwicklung stehen. Deutschland dient dann doch als gutes Beispiel. Aber auch wir müssen wachsam bleiben, um unseren Status Quo zu verteidigen.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 23.03.2024
Eine Koalition wird mit Zusammenwachsen, Vereinigung, Zusammenschluss definiert. In der Politik ist es ein zeitlich begrenztes Bündnis unterschiedlicher Parteien. Eine Koalition wird immer dann verabredet und vereinbart, wenn eine Partei alleine nicht regieren kann und auf Bündnispartner angewiesen ist. Sie ist immer dann erfolgreich, wenn allen Akteuren in dieser Koalition Respekt, Vertrauen und Kollegialität entgegengebracht wird. Eine Selbstverständlichkeit. Sollte man meinen. Aktuell knirscht es gewaltig im Gebälk, weil unterschiedliche Auffassungen, wie Ziele erreicht werden können, nicht untereinander geregelt werden, sondern öffentlich und gegeneinander. Interessant dabei ist, dass die größte Koalitionspartei, die SPD, ständig als Zielscheibe von Unterstellungen und Beleidigungen herhalten muss. Nicht nur von der Opposition, sondern von einigen, die sich eigentlich als Partner der gemeinsamen Regierungspolitik verstehen sollten. Sie treten dabei laut, rechthaberisch, selbstgerecht, sogar beleidigend auf. Sie glauben, damit beim Wähler zu punkten. Ein Irrglaube. Wenn nicht umgehend die sprichwörtliche Vernunft die Oberhand in der Koalition zurückgewinnt, werden sich am Ende nur Verlierer wiederfinden.
Rhader Klartext in Richtung Scholz, Habeck, Lindner
Veröffentlicht am 22.03.2024
Fusion mit weiteren Ortsvereinen verzögert sich
Es ist kein Geheimnis, dass Parteien in der Wertschätzung von jungen Menschen nicht besonders hoch eingestuft werden. Die Gründe sind so vielfältig, dass der Versuch, sie alle wieder aufzuzählen, gar nicht erst unternommen wird. Die Auswirkungen sind es, die zwingen, Entscheidungen zur Zukunftssicherung zu treffen. Die Rhader Sozialdemnokraten haben über Jahrzehnte gezeigt, wie Parteiarbeit geht. Dennoch ist der Nachwuchsmangel mit den Händen zu greifen. „Nur gemeinsam sind wir stark“, so die Überlegung der Rhader SPD, über einen Zusammenschluss mit anderen Ortsvereinen nachzudenken. Inzwischen haben Lembeck, Wulfen und Deuten signalisiert, dabei sein zu wollen. Viele interne Gespräche haben seitdem stattgefunden, die Kreis-SPD hat sie begleitet. Obwohl alles gesagt und dokumentiert wurde, verzögert sich der mögliche Zusammenschluss zum „SPD-Ortsverin Dorsten-Nord“ weiter. Christoph Kopp, Vorsitzender in Rhade, hat nun mitgeteilt, dass wohl erst nach den Sommerferien (2024) eine Entscheidung getroffen werden kann. „Gut Ding will Weile haben“, so ein Sprichwort, 1669 geschrieben, das zum Fusionsverfahren der Dorstener Sozialdemokraten zu passen scheint. Andere kontern mit, „Wer zu spät kommt, bestraft das Leben“.
Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 21.03.2024