Einmal monatlich, und das seit über 50 Jahren, treffen sich die Rhader Sozialdemokraten zum Meinungsaustausch. So auch am kommenden Donnerstag, am 8. Februar. Um 18.30 Uhr eröffnet der Vorsitzende Christopf Kopp im Gasthaus Finke "Zur Alten Mühle" mit folgender Tagesordnung:
- Begrüßung
- Bericht des Vorsitzenden
- Bericht Achim Schrecklein, Ratsmitglied und stellv. Bürgermeister
- Die aktuelle politische Situation (Dirk Hartwich)
- Stand der Fusion
- Termine
- Verschiedenes
Die Ortsvereinsversammlung ist, wie bereits in der Vergangenheit auch, öffentlich.
Veröffentlicht am 06.02.2024
Vernachlässigte Infrastruktur wirft Fragen auf
Als die Rhader Turnhalle gebaut wurde, hat man an die gegenüberliegende Grundschule gedacht. „Kurze Beine, kurze Wege“, so ist die Standortwahl ganz gut beschrieben. Parallel wurde, direkt daneben, eine Freiluft-Weitsprunggrube mit entsprechender Anlaufbahn erstellt. Ein Wunsch, insbesondere von der Schule, aber auch aus der Bevölkerung. Geld wurde in die Hand genommen und die gute Idee umgesetzt. Seit Jahren ist aus der Weitsprunggrube eine ungepflegte, unbenutzte Abfallgrube geworden. Es handelt sich eigentlich um kostbare Rhader Infrastruktur. Sie vergammeln zu lassen, ist auch Wertverlust. Ideell und finanziell. Auch die Skaterbahn gehört in diese Kategorie. So gut wie unbenutzt, fristet sie ein trauriges Dasein in direkter Nachbarschaft zum Sportzentrum. Zur Rhader Infrastruktur gehören aber auch Straßen, Geh- und Radwege, sowie eine sichere Beleuchtung. Wer beispielsweise mit dem PKW über die Debbingstraße rumpelt, oder mit dem Fahrrad den Radweg entlang der Erler/Lembecker-Straße nutzt, oder über die seit Jahrzehnten (!) fehlende Sicherheitsbeleuchtung für Fußgänger zwischen Stuvenberg und Bahnübergang Lembecker Straße klagt, „stolpert“ über die marode Rhader Infrastruktur. Wie zuvor formuliert: Ein ideeller und materieller Wertverlust. Dass die Reparatur immer deutlich teurer als die kontinuierliche Instandhaltung ist, gehört zum Grundwissen eines gut geführten Unternehmens dazu. Und unsere Stadt ist ein riesiges kommunales Unternehmen.
Ein kritischer Zwischenruf aus Rhade in Richtung Verwaltung und Stadtrat
Veröffentlicht am 05.02.2024
Wochenendgedanken aus Rhade
Der 9. Juni kann zum Schicksalstag für Europa werden. Nämlich dann, wenn Parteien, die am äußersten rechten Rand im Trüben fischen, bei den EU-Wahlen deutlich zulegen. Das ist nicht unmöglich, aber nur dann wahrscheinlich, wenn die bisher schweigende demokratische Mehrheit ihr Stimmrecht verfallen lässt. Wer in Deutschland genau hinhört, wer nach Holland oder Ungarn schaut, wer Frankreich und andere EU-Länder im Blick hat, der weiß, was die Stunde geschlagen hat. Wer darüberhinaus das Sturmtief wahrnimmt, das sich in Amerika mit dem Namen Trump zusammenbraut, wer die latente Bedrohung, die von Putins Russland ausgeht, nicht verdrängt, der geht am 9. Juni zur Wahl, um Europa mit dem Wahlzettel zu stärken. Nur so kann der Rechtsruck, der unsere liberalen, demokratischen Strukturen aushebeln wird, gebremst werden. Dass wir auf dieser Internetseite empfehlen, SPD und Katarina Barley zu wählen, wird nicht überraschen. Wer aber Sympathie für eine andere demokratische Partei hat, sollte sie unterstützen. Alles in diese Richtung, ist besser, als gar nicht zu wählen. Denn dann profitieren die Rechten. Und genau das wollen wir alle nicht. Helfen Sie mit, dass Europa am 9. Juni den Demokratietest mit Bravour besteht.
Veröffentlicht am 03.02.2024
Prinzipienreiterei ist nicht nur in der Politik kontraproduktiv
Rolf Mützenich, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, übrigens der weitaus stärksten Fraktion, ist für seine ruhige Bewertung politischer Sachverhalte allseits geschätzt. Nun nimmt er die Schuldenbremse ins Visier, um zu verhindern, dass Deutschland vor lauter Prinzipienreiterei existenzielle Zukunftsentwicklungen verpasst. Er schreibt, dass „die Schuldenbremse in ihrer jetzigen Form ein Relikt vergangener Zeit ist, deren Regeln der aktuellen Zeit und ihren Herausforderungen angepasst werden müssen“. Seine Positionierung wird von allen namhaften Wirtschaftsweisen geteilt. Seine Botschaft, nicht länger die sogenannte schwarze Null als Glaubenssatz vor sich herzutragen, darf als deutliches Signal an den Regierungspartner FPD und ihren Finanzminister verstanden werden. Mützenich will, dass die Berechnungsformel der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse, um den Faktor „Konjunkturkomponente“ erweitert wird. Nur so können Zukunftsinvestitionen in schwierigen wirtschaftlichen und politischen Zeiten zum Wohle von Betrieben und Beschäftigten ermöglicht werden. Dazu müssen sich aber nicht nur die Liberalen bewegen, sondern auch die christdemokratische Opposition. Und hier ist unübersehbar erkennbar, dass diese zwar die Notwendigkeit erkennt, aber nicht gewillt ist, entsprechend verantwortungsvoll zu handeln. Der immer wieder zitierte Satz der Union: „Erst das Land, dann die Partei“, verkommt so zu einer Leerformel.
Rhader Bericht auf Grundlage des Kommentars „Die Schuldenbremse ist ein Relikt vergangener Zeit“ von Rolf Mützenich in Fi4-Fraktion intern
Veröffentlicht am 02.02.2024
Tausende Menschen in Dorsten setzen auf dem Marktplatz ein Zeichen für Demokratie
Erwartet waren einige Hundert, gekommen sind Tausende – Der Dorstener Marktplatz war am vergangenen Freitag, 26. Januar 2024, historischer Schauplatz für die größte Kundgebung der letzten Jahrzehnte. Das Bündnis gegen rechts hatte aufgerufen, im „Herzen der Stadt“ ein deutliches Zeichen für ein offenes, vielfältiges Dorsten und gegen die unerträglichen Fantasien und Hassparolen rechter Demagogen zu setzen. Mit Erfolg: über 5.000 Menschen folgten dem Aufruf. Neben den herausragenden Wortbeiträgen des Bündnisses gegen rechts äußerten sich auch die Kirchen, Landrat Bodo Klimpel, Bürgermeister Tobias Stockhoff und die Parteien mit klaren Statements für ein tolerantes, buntes Dorsten. Auch der Vorsitzende der SPD Dorsten, Swen Coralic, sprach zu den Teilnehmenden der Kundgebung und erhielt für seinen Beitrag den größten Beifall der Demonstranten. „Unglaublich! Diese Atmosphäre! Dem Veranstaltungsteam –dem Bündnis gegen rechts – gilt meine Hochachtung. Großer Dank! Das war ein unglaublich starkes Signal. So viele Mitmenschen, die gemeinsam eine Botschaft an die Welt gesendet haben: Liebe ist stärker als Hass! Wir sind mehr!“, fasst Swen Coralic seine Eindrücke zusammen. Der komplette Redebeitrag des Vorsitzenden der SPD Dorsten ist auf der Homepage der Dorstener Sozialdemokraten, www.spd-dorsten.de hinterlegt.
Übernommen von SPD-Dorsten
Veröffentlicht am 01.02.2024