Was wir von Immanuel Kant immer noch lernen können
Er wurde vor 300 Jahren geboren und ist lebendiger denn je. Ein deutscher Philosoph, der weltweit verehrt, gelesen und studiert wird. Im Alter von 71 Jahren hat er die Schrift „Zum ewigen Frieden“ verfasst. Eine Antwort auf die weltweit geführten Kriege und das Einsetzen von Gewalt zur Durchsetzung egoistischer Ziele. Die Rede ist von Immanuel Kant, einem Gelehrten aus Königsberg, der seine Stadt zwar nie verlassen hat, aber sein Denken der internationalen Entwicklung widmete. Der Begriff Vernunft zieht sich wie ein roter Faden durch seinen Aufruf, nach einem Völkerrecht zu leben, das alle Menschen, ohne Ausnahme, als gleichwertig anerkennt. Sein Denken führte u. a. dazu, dass nach 1945 die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ verabschiedeten. Aktuell wird das Völkerrecht an vielen Orten der Welt brutal missachtet. Auch von den Staaten, die sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet haben, auf militärische Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ziele zu verzichten. Sie sollten (wieder) Immanuel Kant lesen. Putin hat 2005, im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, Kant als gemeinsamen Landsmann von Deutschen und Russen bezeichnet und der Kalingrader Hochschule den Namen „Immanuel Kant Universität“ verliehen. „Ich erinnere daran, dass Kant kategorisch dagegen war, zwischenstaatliche Meinungsverschiedenheiten durch Kriege zu lösen …“, so Putin bei der Einweihung. Heute tritt er das Vermächtnis von Immanuel Kant mit Füßen.
Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage des ZEIT-Berichts „Peace - Wer die Kriege der Welt beenden will, muss seine Bücher lesen …“ vom 4.1.2024
Veröffentlicht am 10.02.2024
Rotweiße Absperrgitter signalisieren seit Monaten, hier soll sich was tun
Wer den Geh- und Radweg zwischen Stuvenberg und Bahnlinie nutzt, lebt gefährlich. Fehlende Laternen werden seit Jahrzehnten (!) beklagt, der Grünstreifen, der die Straßenfahrbahn vom Geh- und Radweg trennen soll, ist mit den Leit- oder Warnbaken absolut unzureichend gesichert. Von der Fahrbahn abgekommene KFZ haben wieder tiefe Spuren in Richtung Geh- und Radweg hinterlassen. Metallene Leitplanken schützen alle Verkehrsteilnehmer vor einem Sturz in tiefere Lagen. Diese sind aber in einem Teilbereich, nahe dem Mühlenteich, reparaturbedürftig. Absperrgitter zeigen an, Vorsicht walten zu lassen. Eine Stelle, die nicht verkehrssicher ist, so die Interpretation des Betrachters. Und weiter: Hier wird in Kürze repariert. Ein Trugschluss. Seit Monaten führen die Absperrgitter ein Leben in Vergessenheit. Aktuell fehlt eine Leitbake, die bisher den Beginn der möglichen Baustelle angezeigt hat. Achim Schrecklein, SPD-Ratsmitglied aus Rhade, und stellvertretender Bürgermeister, hat mehrfach den Sachverhalt dem Rat und der Stadtverwaltung geschildert und aufgefordert, den Kreis RE als Straßenbaulastträger tätig werden zu lassen. Seit August 2023 (!) fordern wir auf mehreren Wegen, dem Satz, „Gefahr erkannt - Gefahr gebannt“, Geltung zu verschaffen. Bisher vergebens. Nun haben wir auch Laszlo Taube, unseren Dorfmanager für Rhade und Lembeck gebeten, den geschilderten Vorgang auf seine To-do-Liste zu setzen.
Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 09.02.2024
Ein Faktencheck
Die Populisten der gesamten Opposition im Bundestag haben es mit gezielten, böswilligen Interpretationen über das Bürgergeld geschafft, die öffentliche Meinung negativ zu beeinflussen. Die Regierung und die sie unterstützenden Fraktionen von SPD/Grünen/FDP blicken erschüttert auf die gestreuten Fake-News. Zeit, einmal die Fakten sprechen zu lassen:
- Definition Bürgergeld: Menschen, die keine Arbeit haben oder nicht genug verdienen, um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familie zur bestreiten, sind berechtigt, Bürgergeld zu erhalten.
- 5,4 Millionen Menschen sind Bürgergeld-Empfänger.
- 1,5 Millionen davon sind Kinder und Jugendliche - Rest von 5,4 Mio. = 3,9 Mio.
- 2,2 Millionen stehen davon dem Arbeitsmarkt (z. B. Studium, Kinderbetreuung, Pflege …) nicht zur Verfügung - Rest von 3,9 Mio. = 1,7 Millionen.
- 1,7 Millionen sind also arbeitslos. Im Umkehrschluss, sie ständen eigentlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.
- 950.000 Arbeitslose sind Deutsche, 750.000 Arbeitslose sind Ausländer.
- 2/3 der Arbeitslosen haben keine abgeschlossene Ausbildung.
- Von den ausländischen Arbeitslosen kommen 169.000 aus der Ukraine, 124.000 aus Syrien, 113.000 aus EU-Ländern und 39.000 aus Afghanistan.
- Die Zahl der Erwerbstätigen hat im letzten Jahr den Rekordwert von über 45 Millionen Menschen überschritten.
Fazit: Wichtig zu wissen ist noch, dass von den deutschen Arbeitslosen nicht wenige aus gesundheitlichen Gründen momentan nicht vermittelbar sind, und von den Ausländern viele, die Deutschlernprogramme durchlaufen. Wer sich zweimal im Jahr weigert, Arbeit anzunehmen, erhält 2 Monate lang kein Bürgergeld. Wer jetzt noch behauptet, mit Bürgergeld besser da zu stehen, als zu arbeiten, kann a) nicht rechnen und streut b) gezielt Falschmeldungen.
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Was machen die eigentlich?“ vom 25.01.2024
Veröffentlicht am 08.02.2024
Überraschend wurde Sandy Meinhardt als Nachrückerin einer verstorbenen SPD-Abgeordneten in den Düsseldorfer Landtag berufen. Später folgen auf dieser Internetseite weitere Informationen. (Nachricht Dorstener Zeitung am 7.2.2024)
Veröffentlicht am 07.02.2024
Informatives Referat von Dr. Hans Udo Schneider und eine spannende Diskussion
Neben Schulen und staatlichen Weiterbildungseinrichtungen gibt es viele Vereine, Stiftungen und Initiativen in unserer Stadt, die mit interessanten Informationsangeboten den Blick weiten und unser Leben reicher machen. So setzt in Wulfen der sogenannte evangelische Männerkreis, eine irritierende und aus der Zeit gefallene Bezeichnung, immer wieder Themen, die motivieren, zuzuhören, nachzudenken und mitzureden. So auch in der letzten Woche, als Hans Udo Schneider über Antisemitismus, die Entstehung und die Folgen referierte. Ein Vortrag, der die vielen Zuhörer, darunter nicht wenige Frauen, auf eine Zeitreise durch die Geschichte der jüdischen Existenz fesselnd mitnahm. Er eröffnete mit wichtigen Begriffserklärungen (Antisemitismus / Semitismus), zeigte Formen der Judenfeindschaft seit der Antike über das Mittelalter bis in die heutige Zeit auf, motivierte die Zuhörer, über judenfeindliche Stereotype nachzudenken, klammerte den aktuellen Nahostkonflikt nicht aus und regte an, über das Gehörte zu diskutieren. Und hier zeigte sich, dass weiterer Gesprächsbedarf besteht, weil auch unterschiedliche Sichtweisen vorhanden sind. Der Wulfener evangelische Männerkreis hat eindrucksvoll bewiesen, für alle Geschlechter und Religionen offen zu sein. Ein Gewinn, nicht nur für Wulfen, sondern für unsere Stadt.
Ein Teilnehmerbericht aus Rhade
Veröffentlicht am 07.02.2024