Berlin. Im Jüdischen Museum wird aktuell an das Schicksal der niederländischen Juden, die von den Nazis verfolgt, deportiert und ermordet wurden, erinnert. Curt Bloch, ein Dichter, schaffte es unterzutauchen, dort zu schreiben - und zu überleben. Das folgende Gedicht ist hochaktuell und fordert uns auf, wachsam zu sein:
Vielleicht kommen euch die Gedichte,
Die ich in eurer Sprache schrieb,
In spät‘ren Zeiten zu Gesichte.
Und täten sie‘s,
Wär mir‘s recht lieb.
Und lest ihr sie,
Müsst ihr nicht denken,
Die sind nun nicht mehr aktuell,
Drum kann man sich das Lesen schenken,
Drum weg damit und
Möglichst schnell.
Ihr wähnt euch endgültig entflohen,
Den Schatten der Vergangenheit.
Und denkt nicht dran,
Dass euch bedrohen,
Der gleiche Schmerz,
Das gleiche Leid.
Wenn man euch eure alten Fehler
Nun wiederum vergessen lässt,
So führt ein neuer Puppenspieler
Euch zu‘nem neuen Schlachtefest.
Curt Bloch
Veröffentlicht am 16.03.2024
Rückblick Bürgerforum (3)
Bereits am 6. März berichteten wir über den aktuellen Rhader Dorfentwicklungsplan, über den nach wie vor engagiert und kontrovers diskutiert wird. Klar ist, das der zentrale Kirchplatz ein Herzstück für Rhade sein könnte. Ein Platz der Begegnung und der Kommunikation. Klar ist aber auch, dass die derzeitigen Gewohnheiten, dort zentral zu parken, in krassem Widerspruch zu den Zukunftsideen des beauftragten Planungsbüros stehen. Parkraum im Dorfkern ersatzlos zu streichen, führt seit Jahren zu Unverständnis und Unmut, besonders der Anlieger. In einem Schreiben an die Verwaltung, das von einem langjährigen Begleiter der örtlichen Kommunalpolitik verfasst wurde, wird angeregt, parallel und zeitgleich mit dem Wegfall von Parkflächen auf dem Kirchplatz, Ersatzflächen in der Nähe in Dorfrandlage anzulegen. Nur so kann „die Kuh vom Eis gezogen werden“, ist sich der Briefschreiber sicher. Leider gibt es, trotz der Bitte um Rückantwort, bisher keinerlei Reaktion der Verwaltung.
Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 15.03.2024
Wer etwas Dauerhaftes mit seinem Gegenüber vereinbaren will, schließt einen Vertrag. Als die Menschen sich noch vertrauten, reichte ein Handschlag zur Besiegelung. Heute ist die Welt komplizierter geworden. Nein, nicht die Welt, sondern die 8 Milliarden Bewohner dieses Erdballs. Um das friedliche Miteinander zu regeln, sind schriftliche Verträge unverzichtbar. Neben bilateralen Vereinbarungen zwischen zwei Staaten sind es besonders die Verträge, auf die sich (fast) alle Nationen geeinigt haben. Die Rede ist von der Charta der Vereinten Nationen. Rund 200 Länder haben sich im Artikel 2 zu folgendem Verhalten verpflichtet:
- Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel so bei, daß der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden.
- Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Aktuell brechen viele Staaten diesen unterschriebenen Vertrag und ermuntern so weitere, die UN-Charta „mit Füßen zu treten“. Hier, Unterdrückung, Gewalt und Vertreibung, dort, eine mit den Händen zu greifende Ohnmacht der vertragstreuen Staaten. Was tun? Augen und Ohren verschließen? Einfach weiter so? Das käme einer Kapitulation unserer demokratischen Werte gleich.
Ein Rhader Zwischenruf
Veröffentlicht am 14.03.2024
Auch über die Zukunft der Rhader SPD wird diskutiert
Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten hat zur monatlichen Versammlung eingeladen und folgende Tagesordnung vorläufig festgelegt:
1. Begrüßung
2. Tagesordnung
3. Bericht des Vorsitzenden
4. Bericht Achim Schrecklein, Ratsmitglied und stellv. Bürgermeister
5. Stand der Fusion zum geplanten SPD-DORSTEN-NORD-Ortsverein
6. Termine
7. Verschiedenes
Diese Ortsvereinsversammlung ist, wie bereits in der Vergangenheit auch, öffentlich und wir bitten um zahlreiche Teilnahme. Versammlungsort ist das Gasthaus Finke. Der Beginn wurde auf 18.30 UIhr festgelegt.
Veröffentlicht am 13.03.2024
Vermutlich geklautes Rhader Ortseingangsschild wurde durch ein neues ersetzt
Am 30. und 31 Januar machten wir an dieser Stelle öffentlich, dass das Ortseingangsschild RHADE, von Lembeck kommend, nicht mehr vorhanden ist. Gemerkt hat es kaum einer. Auch die Verwaltung zeigte sich überrascht. Aber sie hat den Hinweis umgehend aufgegriffen und um ein neues Schild beim Tiefbauamt des Kreises RE gebeten. Nach 5 Wochen signalisiert das gelbe Schild mit dem Schriftzug, „Rhade - Stadt Dorsten - Kreis Recklinghausen“, Foto, in eine geschlossene Ortschaft zu fahren und parallel vom Gaspedal zu gehen. Das ist insofern wichtig und ein entscheidender Aspekt der Sicherheit, weil die Kreisstraße nun 3 Kilometer fast schnurgerade durch bewohntes Gebiet führt. Sie trägt den Namen Lembecker- und Erler Straße und ist seit vielen Jahren Stein des Anstoßes. Fehlendes Begleitgrün, zu hohe Geschwindigkeiten, Radwege, die mehrfach die Straßenseite wechseln, dabei teils in unzumutbarem Zustand sind, sowie in Teilbereichen ungeordnetes Parken, rufen nach grundlegender Verbesserung. Ob der Ruf über die Dorstener Verwaltung auch im zuständigen Kreishaus Recklinghausen gehört wird, ist mehr als eine Hoffnung. Wir sagen, es ist eine Pflichtaufgabe!
Veröffentlicht am 12.03.2024