Umwelt Ohne eine intakte Umwelt ist alles nichts

Eine Erkenntnis, die keinen aus der Verantwortung entlässt

Seit mehreren Wochen Regen. Zuvor monatelang Trockenheit. Frühlingstemperaturen im Dezember, unerträgliche Hitze im Juni. Wetterkapriolen, die nicht vom Himmel gefallen, sondern menschengemacht sind. Von Menschen wie Du und ich. Wenn wir so weiter machen, sägen wir den Ast ab, auf dem momentan unsere Kinder und Enkel sitzen. Wir wissen das und steuern bereits um. Wir fördern erneuerbare Energien, wir dämmen unsere Häuser, wir filtern das Abwasser in Kläranlagen. Das machen wir in der Regel nicht immer freiwillig, sondern nach Plänen der Regierung und der Parlamente. Die Akzeptanz „da unten“ für die angeordneten  Veränderungen, steigt immer dann, wenn „da oben“ verständlich kommuniziert wird. Verständlich heißt, dass die Mosaikstücke der Einzelmaßnahmen ein Gesamtbild ergeben müssen. Verständlich heißt auch, dass die daraus resultierenden Belastungen auf alle Schultern zu verteilen sind. Verständlich heißt darüberhinaus, dass starke Schultern nicht nur mehr tragen können, sondern endlich auch müssen. Verantwortlich für eine lebenswerte Zukunft in unserem Land sind aber nicht nur die Regierungen, Parlamente und Parteien. Verantwortung beginnt bereits vor und hinter der eigenen Haustür. Beginnen wir spätestens jetzt, unseren Lebensstil kritisch zu hinterfragen, ändern eingefahrene Verhaltensmuster und zeigen denen „da oben“, dass wir verstanden haben. Für die notwendigen Rahmenbedingungen dürfen wir sie aber nicht aus der Verantwortung entlassen.

Kritische Rhader Gedanken zum Jahresanfang

Veröffentlicht am 09.01.2024

 

Gesellschaft Wie Hetze im Netz unsere Demokratie unterhöhlt

Wenn Bauernproteste das Demonstrationsrecht überdehnen

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten …“, Artikel 5 Grundgesetz. Und weiter: „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln …“, Artikel 8 GG. Unser Grundgesetz gilt für demonstrierende Landwirte wie für protestierende Klimaschützer. Die wesentliche Einschränkung lautet: Bei einer unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit kann eine Versammlung vor ihrem Beginn verboten (…) werden. Nun hören wir einmal hin, wie in den sozialen Medien über unser liberales Grundrecht gedacht und gehetzt wird: „Montag geht es los. Wir haben es mit hunderten Landwirten und Unternehmern besprochen. Die Presse haben wir rausgeschmissen. Wir sind mit Transportern und Baumaschinen da. Wir machen alles zu. Dann nach Berlin. Da blockieren wir so lange, bis die den Hut nehmen“. Vorgestern der Sturm auf das US-Capitol. Gestern die gewaltsame Blockade des Vizekanzlers. Heute der Aufruf, die Bundesregierung „vom Hof zu jagen“. Und morgen?

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 08.01.2024

 

Vor vielen Jahren haben bereits Rhader SPD und Achim Schrecklein Zukunftspläne erarbeitet und vorgestellt Kommunalpolitik Dorsten: Wohin gehst du?

Beispiel Verkehrsplanung - Absichtserklärungen und Wirklichkeit

Dorsten ist eine Flächenstadt mit Zukunftspotenzial. 11 Stadtteile stärken ein Zentrum, das stellvertretend für alle den Namen Dorsten trägt. So sollte es sein. Tatsächlich sind die Probleme der Lippestadt unübersehbar groß und erwecken seit Jahren den Anschein, auf der Stelle zu treten. Immer wieder wird über Haushaltslöcher berichtet, die den Gestaltungsspielraum der Stadt und ihrer Stadtteile einschränken. Aktuell liegt das Ergebnis des Mobilitätsentwicklungsplanes auf dem Tisch. Ein wichtiges, gutes Dokument, um den Verkehr so zu lenken, dass die Mobilität nicht leidet, die Sicherheit gestärkt und das Klima nachhaltig geschützt wird. Um das, was richtigerweise erkannt wird, umzusetzen, muss geklotzt werden. Dazu ist Geld in die Hand zu nehmen und Personal einzustellen. Beides fehlt und bremst den eingeleiteten Prozess bereits vor dem eigentlichen Startschuss. Das einschränkende Zitat der Verwaltung spricht Bände: „Hierbei ist wichtig, dass diese (…) Ziele stets vor dem Hintergrund der personellen und finanziellen Kapazitäten der Stadtverwaltung zu bewerten sind“, so die Dorstener Zeitung in ihrer Berichterstattung. Als erstes Projekt wird von den extern beauftragten Verkehrsexperten ein stadtteilverbindendes „schnelles und sicheres“ Radwegenetz gefordert. Diese Forderung ist „uralt“ und wurde u. a. von der Rhader SPD immer wieder, in Verbindung mit der Einstellung eines Fahrradbeauftragten, vorgetragen. Wie war das noch mit den Absichtserklärungen und der Wirklichkeit?

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 06.01.2024

 

Landespolitik Opposition ist Mist (Teil 1)

NRW-SPD ringt um Aufmerksamkeit

Einst galt NRW als Herzkammer der deutschen Sozialdemokratie. Einst. Nachdem sie Wahlen und in der Folge Gestaltungseinfluss verloren hat, kämpft sie nun um öffentliche Aufmerksamkeit. Franz Müntefering hat der SPD vor Jahren ins Stammbuch geschrieben, dass Opposition Mist sei. Damit war die Aufforderung verbunden, um Sympathie und Zustimmung zu kämpfen. Immer, nicht nur kurz vor Wahlen. Was so logisch klingt, ist parteipolitische Schwerstarbeit. Die Landes-SPD kann ein Lied davon singen. Sie hat sich zwar neu aufgestellt, wird aber an der Basis noch nicht richtig wahrgenommen. Der Zusatz, „Die neue SPD im Westen“, soll verdeutlichen, auf einem Modernisierungskurs zu sein. An dieser Stelle soll in loser Folge berichtet werden, was unter einer neuen SPD im Westen konkret zu verstehen ist. Heute beginnen wir mit der Kurzverstellung des Führungspersonals.

  • NRW-Vorsitzende in der Doppelspitze: Sarah Philipp (40) 
  • NRW-Vorsitzender in der Doppelspitze: Achim Post (64)   
  • NRW-Generalsekretär: Frederick Cordes (37)
  • NRW-Stellv. Vorsitzende: Sanae Abdi (37)
  • NRW-Stellv. Vorsitzender: Marc Herter (47)
  • NRW-Stellv. Vorsitzender: Veith Lemmen (39)
  • NRW-Stellv. Vorsitzende: Dörte Schall (46)
  • NRW-Stellv. Vorsitzende: Svenja Schulze (55)

Ein Rhader Blick zur NRW-SPD

Veröffentlicht am 05.01.2024

 

Gesellschaft Attraktive Kulturangebote im Dorstener Jüdischen Museum

Ein Blick ins Programmheft

Eine Stadt ist erst dann richtig liebens- und lebenswert, wenn sie beispielhaft nicht nur für saubere Straßen und funktionale Schulgebäude sorgt, sondern mit unterschiedlichen Kulturangeboten die Bürgerinnen und Bürger reicher macht. Neben der Stadtverwaltung sind es nicht wenige Vereine, die zur kulturellen Vielfalt beitragen. Heute blättern wir im Halbjahresprogramm des Jüdischen Museums Westfalen, das über die Grenzen der Lippestadt Dorsten, Julius-Ambrunn-Straße 1, Zeichen setzt. Neben musikalischen Angeboten finden sich Konzerte, Vorträge, Lesungen, Filme und Ausstellungen im Programm.

Am 25. Januar startet bereits um 17 Uhr das Halbjahresprogramm mit einem besonderen Vortrag, der von Violinmusik begleitet wird. Das Instrument hat eine Geschichte zu erzählen. Roman Salyutov wird mit Alexander Lifland Text und Musik zu einer Einheit verbinden. Eine kostenlose Veranstaltung der Stadt im Jüdischen Museum zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar.

Ein Kulturtipp aus Rhade

Veröffentlicht am 04.01.2024

 

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