Wo es Gewinner gibt, sind die Verlierer nicht weit
Gestern mussten sie noch mit Staatsknete gerettet werden, heute melden sie Gewinne in Milliardenhöhe. Die Rede ist nicht von unseren Banken, die diesen erstaunlichen „turn around“ bereits hinter sich haben, nein, diesmal sind es die Energieversorger, die richtig Kasse machen. Gestiegene Beschaffungskosten, Wegfall staatlicher Subventionen, höhere Umlagen und Abgaben, sowie nach oben angepasste Netznutzungentgelte, haben sich in den aktuellen Verbrauchsrechnungen niedergeschlagen. Das ist nachvollziehbar. Aber wieso können beim Durchreichen der gestiegenen Kosten an den Endverbraucher parallel Gewinne in Milliardenhöhe verbucht werden? War da nicht mal die Rede von einer ÜBERGEWINNSTEUER? Während in den Konzernzentralen die Sektkorken knallen, üben wir uns im Energiesparen. Nicht nur, um unseren Geldbeutel zu schonen, sondern weil wir verstanden haben, dass die eingeleitete Energiewende klimabedingt alternativlos notwendig ist. Aber wenn der Eindruck sich verstärkt, dass die Verbraucher als „Melkkuh“ für die Energiekonzerne gelten, dann muss der Staat eingreifen. Die Idee der Übergewinnsteuer muss mehr als eine Drohkulisse sein. Sie muss beschlossen werden. Jetzt!
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 24.02.2024
Stadt befürchtet negative Auswirkungen in Rhade und Lembeck
Das Rhader Einkaufszentrum ist ein Einkaufsmagnet mit begrenztem Sortiment. Grund ist, dass die Geschäftsräume komplett ausgelastet sind. Neben einer Erweiterung könnte ein Drogeriemarkt den Standort erheblich stärken. Da Lembeck aber befürchtet, „abgehängt“ zu werden, empfiehlt ein städtisches Gutachten die Ansiedlung dort zu planen. Im Gegensatz zu Rhade, kann Lembeck aber bisher (noch) kein passendes Grundstück präsentieren. Nun plant Heiden ebenfalls einen Drogeriemarkt auf 700 qm Verkaufsfläche zu genehmigen. Dorsten ist darüber nicht amüsiert und macht erhebliche Bedenken wegen eines möglichen Kaufkraftabflusses aus dem Dorstener Norden geltend. Vorliegende Gutachten aus Dorsten und Heiden kommen, wenig überraschend, zu gegenteiligen Erkenntnissen. Noch ist aber, wegen der offenen Lembecker Grundstücksfrage nicht entschieden, ob Lembeck oder doch Rhade der bessere Standort für einen Drogeriemarkt wäre. Ob dieses Abwarten einer Selbstblockade gleich kommt, die die Nachbarkommune Heiden dankend annimmt, soll hier nicht vertieft werden. Richtig ist aber, dass im konkurrierenden Geschäftsleben derjenige Erfolg hat, der zur richtigen Zeit, die richtige Idee hat und die Umsetzung nicht auf die lange Bank schiebt. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, so eine politische Weisheit, die für die Dorstener Wirtschaftsförderung und gleichermaßen für die Stadtentwicklung gilt.
Ein Rhader Zwischenruf auf Grundlage des DZ-Berichts Ende Januar, „Stadt kritisiert Bau-Pläne in Nachbarstädten“
Veröffentlicht am 23.02.2024
Veröffentlicht am 22.02.2024
SPD in Leer lebt Bürgernähe - „Seid selbstbewusst!“
Es ist immer gut, über den Tellerrand zu blicken, um zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Das gilt für alle Lebensbereiche, Politik inklusive. Die Sozialdemokraten im ostfriesischen Leer haben mit ihrem Neujahrsempfang eindrucksvoll bewiesen, welche Bedeutung politische Teilhabe für unsere Gesellschaft hat. Im Bürgersaal herrschte eine gastfreundliche Atmosphäre, der bis auf den letzten Platz mit erwartungsvollen Zuhörern gefüllt war. Der erste Applaus galt dem Vorsitzenden der 207-köpfigen SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, als er den Versammlungsraum betrat. Eine Wertschätzung, die einer Persönlichkeit galt, die immer allen Gesprächspartnern höflich und respektvoll gegenübertritt. Rolf Mützenich nahm in seiner Rede die konzentriert zuhörenden Besucher mit, die innen- und außenpolitischen Themenfelder besser zu verstehen. Er warb hochengagiert, immer wieder von Applaus unterbrochen, dafür, unsere Demokratie zu stärken, sowie uneingeschränkte Menschenwürde vorzuleben. Ein Plädoyer für sozialdemokratisches Denken und Handeln. Rolf Mützenich machte mit seinem Auftreten Mut. Mut, sich selbst zu positionieren und für eine friedlichere Welt aktiv einzutreten. Beeindruckend an dieser Veranstaltung waren aber auch die kurzen, treffenden Wortbeiträge des Landrats, des Europa- und der örtlichen Bundestagsabgeordneten Anja Troff-Schaffarzyk. Fast beschwörend bat sie alle Demokraten, selbstbewusst zu sein, um der Gefahr von rechts mit erhobenem Haupt entgegenzutreten. So motiviert, traten die Besucher einer besonderen SPD-Veranstaltung den Heimweg an.
Ein Rhader Besuchsbericht eines faszinierenden SPD-Neujahrsempfangs in Niedersachsen auf Einladung von Helmut Burghardt, SPD Heisfelde-Nüttermoor.
Veröffentlicht am 22.02.2024
Veröffentlicht am 21.02.2024