Die schweigende Mehrheit ist aufgewacht
Dorsten. Am kommenden Freitag, am 26. Januar, wird der Marktplatz um 17.30 Uhr zur offenen Protestbühne in unserer Stadt. Das Bündnis „Dorsten gegen rechts“ ruft dazu auf, für unsere Demokratie aufzustehen. Für Demokratie zu demonstrieren, heißt parallel, gegen alle Feinde unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung. Während die einen in Hinterzimmern geheime Szenarien zur Re-Migration entwerfen, versuchen andere, als Wolf im Schafspelz verkleidet, mit Falschmeldungen und Halbwahrheiten Wählerstimmen zu gewinnen. Und dass diese unheilvolle Doppelstrategie droht, erfolgreich zu sein, hat nun die sogenannte schweigende Mehrheit in unserem Land erkannt. Sie zeigt den Rechten die rote Karte und mischt sich ein. Unsere Demokratie muss verteidigt werden! Die Bitte an alle Leser dieses Textes lautet: dem Aufruf des Dorstener Bündnisses gegen rechts zu folgen und am kommenden Freitag ein Teil der wichtigen Protestbewegung gegen rechts zu werden und parallel für unsere demokratische Grundordnung zu werben. Unmissverständlich! Der am 2. Januar auf dieser Internetseite viel gelesene und kommentierte Text wird heute nochmals zur Argumentationsunterstützung eingestellt.
Veröffentlicht am 22.01.2024
Wer kennt das nicht? Ob im Berufsleben, als Kirchenmitglied oder Fan eines Sportvereins - wenn etwas schief läuft, wird die Vertrauensfrage gestellt. Haben die handelnden Akteure noch die Kraft, das Steuer in Richtung Zufriedenheit herumzureißen? Im Konzern wird der Vorstand ausgewechselt, in der Kirche der Bischof im Kloster geparkt, im Sport der Trainer entlassen. Auch im Privatleben ist die Trennung keine Seltenheit, fehlt das Vertrauen in die Partnerschaft. Nach diesen Vorbemerkungen, zur Politik, den Parteien, den Politikern, der Demokratie. Eine Vertrauenskrise hier, wiegt viel schwerer als bei den aufgeführten Beispielen. Die damit einhergehende Blockade reißt nämlich alle mit, besser, lähmt unsere gesamte Gesellschaft. Die Vertrauenskrise bricht aber nicht plötzlich über uns und unser Land herein. Sie kommt schleichend, erfasst erste Bereiche, wird von Gegnern unserer freiheitlichen Grundordnung verstärkt, nimmt dann richtig Fahrt auf, bis sie unkontrolliert mäandert. Und genau an dieser Stelle scheinen wir zu stehen. Egal, was momentan eine demokratische Partei sagt, egal was Politiker tun, sie werden nicht (mehr) gehört, weil sie von vielen nicht mehr angehört werden wollen. Eine fatale Entwicklung, die an den Grundfesten unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung rüttelt. Dieser Appell endet aber nicht mit der einseitigen Aufforderung, nur die ins Visier geratenen Politiker müssen sich ändern, sondern mit der Bitte, auch selbst in den Spiegel der Selbstgerechtigkeit zu blicken.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 20.01.2024
Wir alle sind jetzt gefordert
Lange, viel zu lange haben wir irritiert zugesehen, wie eine Rechtsaußenpartei scheinbar unaufhaltsam Boden gewinnt. Unsere Demokratie schien gefestigt genug zu sein, um den rechten Rand, den es immer gab, zu kontrollieren. Unzufriedenheit über Politiker und Parteien, nicht immer gerechtfertigt, aber auch nicht ganz unverständlich, sorgen für einen immensen Vertrauensverlust. Parallel profitieren davon Akteure, die immer eine schnelle Antwort parat haben, keine Verantwortung tragen, aber mit haltlosen und undemokratischen Versprechungen um sich werfen. Jetzt scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein, dass immer mehr Menschen in unserem Land erkennen, dass da eine Gefahr von rechts unseren demokratischen Strukturen bedrohlich nahe kommt. Plötzlich überlassen aufgerüttelte Demokraten die Straße nicht mehr nur sogenannten Wutbürgern. Sie positionieren sich für unsere Werte. Ein befragter Demonstrant, der erstmals einem Aufruf „Gegen rechts“ gefolgt war, hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht: „Es sind nicht die demokratischen Parteien und ihre Politiker die nun gefordert sind, es sind alle Wählerinnen und Wähler, die es allein in der Hand haben, den rechten Spuk mit dem Wahlzettel zu beenden. Dafür demonstriere ich. Erstmals. Aber absolut davon überzeugt, dass die allgemein gültigen Menschenrechte gegen rechte Menschen verteidigt werden müssen“.
Rhader Straßenbeobachtung
Veröffentlicht am 19.01.2024
Anregung der SPD-Ratsfraktion kennt nur Unterstützer
Es ist ein besonderes Industriedenkmal, das als bundesweites Alleinstellungsmerkmal verdient, einer viel breiteren Öffentlichkeit als bisher bekannt gemacht zu werden. Die Rede ist von der Dorstener Dampfmaschine, die jahrzehntelang zuverlässig zur Beförderung von Bergleuten und zur Förderung der geschürften Steinkohle eingesetzt wurde. Das besondere daran ist, dass diese riesige Maschine, mit der korrekten Bezeichnung „Zwillingstandem-Dampffördermaschine“, noch immer funktionstüchtig ist und vom hiesigen Bergbauverein gepflegt und in Aktion präsentiert wird. Der Vorschlag der SPD-Fraktion, Dorsten als Standort und Ankerpunkt auf der der „Route der Industriekultur“ zu platzieren, wird auch vom zuständigen Team des Regionalverbandes Ruhr (RVR) einhellig begrüßt. Nun soll der Stadtrat offiziell beschließen, so die SPD, das entsprechende Aufnahmeverfahren in Gang zu setzen. Dass die Pflege und Vermarktung des kulturellen Erbes der Stadt auch ein Teil der wichtigen Wirtschaftsförderung ist, stellt die SPD in ihrem Antrag ebenfalls heraus. Der Dank gilt den Aktiven des bereits genannten Bergbauvereins, die mit riesigem Engagement aus der Industriebrache der früheren Zeche Fürst Leopold, ein lebendiges Industriemuseum entwickelt haben.
Rhader Unterstützungszeilen in Richtung Stadtrat Dorsten
Veröffentlicht am 18.01.2024
Vor über 100 Tagen wurde das Land Israel angegriffen. 1200 Menschen wurden bestialisch ermordet. Über 200 wurden verschleppt. Die Täter werden von Ländern unterstützt, die Israel von der Landkarte löschen und alle Juden in Israel, ca. 7 Millionen, auslöschen wollen. Das sagen sie nicht nur, das steht in ihrer Verfassung als oberster Grundsatz. Ein unmissverständlicher Aufruf zum Völkermord. Der Staat Israel hat das Recht, sein Territorium und seine Bürger vor Angriffen, also vor der Vernichtung, zu verteidigen. Durch den völkerrechtswidrigen Angriff auf Israel herrscht seit dem 7. Oktober 2023 Krieg in der Region. Ein Krieg, der nur Verlierer auf allen Seiten kennt. Und dass die Wahrheit in kriegerischen Auseinandersetzungen immer das erste Opfer ist, gehört zur bitteren Erkenntnis der Nichtbeteiligten dazu. Ein Zitat von Golda Meir, allseits geachtete israelische Premierministerin zwischen 1969 und 1974, zeigt auf, wie der schreckliche Konflikt in Nahost beendet werden kann: „Wenn die Araber ihre Waffen heute niederlegen würden, gäbe es keine Gewalt mehr. Wenn die Juden ihre Waffen heute niederlegen würden, gäbe es kein Israel mehr“.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 17.01.2024