Europa I love Europa und die EU

Generalüberholung überfällig

Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung Garant für Frieden und Wohlstand. Sie ist so attraktiv, dass immer mehr Länder Mitglied werden wollen. Die Aufnahmekriterien „zwingen“ die Neuen, die „Vereinswerte“, 2009 im Lissabon-Vertrag niedergeschrieben, anzuerkennen. Heute sind es 27 Länder, vor der Tür stehen weitere. Mit jedem neuen Mitglied steigen die Chancen, einander besser zu verstehen, Grenzen abzubauen und Handel ohne wesentliche (Zoll)Hindernisse zu betreiben. Parallel wachsen aber auch die Probleme der Finanzierung und der Integration. Probleme, die mit Goodwill zu lösen wären. Leider nutzen einige „Partner“Länder die Lücken der EU-Vereinbarungen, um die anderen auszutricksen. Plötzlich werden die unterschriebenen Vertragsbestandteile so eigenwillig interpretiert, dass Zornesfalten die Gesichter der so Betrogenen zieren. Einer, der glaubt am Pokertisch zu sitzen, heißt Victor Orban und vertritt das Land Ungarn. Er gefällt sich in der Rolle des Blockierers wichtiger Entscheidungen. Andere nennen ihn einen skrupellosen Erpresser. Olaf Scholz hat einmal mehr diplomatisches Geschick bewiesen. Um Orban, der sich in die Sackgasse manövriert hat, einen gesichtswahrenden Ausweg zu weisen, bat er ihn, den Abstimmungsraum zu einer Kaffeepause zu verlassen. Hat funktioniert, zeigt aber gnadenlos auf, dass die EU dringend einer Generalüberholung bedarf.

Rhader Zwischenruf in Richtung EU         

Veröffentlicht am 19.12.2023

 

Kommunalpolitik Dorsten muss besser „verkauft“ werden

SPD gibt wertvolle Tipps

Die Lippestadt ist attraktiv. Sie hat u. a. eine historische Altstadt, eine 800jährige wechselvolle Historie, mehrere liebenswerte Stadtteile, und eine spannende Industriegeschichte. All das ist auch für Menschen in unserem Bundesland NRW und darüberhinaus interessant. Aber diese Informationen über unsere Stadt führen nur dann zu einem Mehrwert, wenn sie entsprechend verkauft, sprich angepriesen werden. Die Dorstener Sozialdemokraten erinnern in diesem Zusammenhang an das ehemalige Bergwerk Fürst Leopold, das sich zu einem wahren Kulturzentrum entwickelt hat. Mittendrin die riesige Maschinenhalle als begehbares Museum. Der ehrenamtlich agierende Bergbauverein erinnert seit Jahren mit äußerst kreativen Aktionen an die spannende Industrie- und Bergmannsgeschichte. Damit kann Dorsten punkten. Neben dem ideellen Mehrwert, sollte der wirtschaftliche Aspekt ebenfalls positiv gesehen werden. Also eine klassische Aufgabe für ein Dorstener Touristikkonzept, das alle Stadtteile mit einschließt. Die Dorstener SPD hat jetzt in einem Schreiben an den RVR (Regionalverband Ruhr) angeregt, entlang der Autobahnen z. B. mit der Dorstener Maschinenhalle zu werben. Ein erster Aufschlag, um Touristik und Wirtschaftsförderung als Einheit zu sehen. Dorsten hat was. Es muss nur besser „verkauft“ werden.

Ein Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 18.12.2023

 

Bundespolitik Ohne Scheuklappen - Die Gefühlslage eines Sozialdemokraten an der Parteibasis

Betrachten wir einmal ungeschminkt, was eine Partei von oben nach unten kommuniziert. Da wird in der Regel jede Entscheidung positiv dargestellt. Das ist bei der SPD nicht anders als bei allen anderen Parteien.Verständlich, weil die eigenen Mitglieder bei der Stange gehalten werden wollen. Sie müssen aber verstehen, was „da oben passiert“, um „da unten“ für das Ergebnis zu werben. Wer aber die Einigung im Haushaltsstreit der SPD-geführten Ampelregierung als gutes Ergebnis anpreist, sollte mal sein Ohr näher ans Volk rücken. Hier hält sich der Eindruck hartnäckig, dass die FDP als kleinste Regierungspartei in erster Linie Gesichtswahrung zu Lasten der Grünen und der SPD und zu Gunsten der oberen Einkommens- und Vermögensschicht betreibt. Ständig muss sich das untere Drittel dafür rechtfertigen, am Leben teilhaben zu wollen. Dass diese Einschätzung nicht ganz falsch ist, wird seit Monaten in allen Umfragen und den letzten Landtagswahlen gnadenlos bestätigt. Wir an der Basis blenden nicht die ungeheuren Probleme aus, die das Regieren so schwierig machen. Aber wir sagen auch eindrücklich, dass politische Entscheidungen, auch wenn sie weh tun, nur akzeptiert werden, wenn „die da unten“ verstehen, also mitgenommen werden. Gefühlt wird dieses Ziel momentan nicht erreicht.

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 16.12.2023

 

Sieht gesund aus, wurde aber „geköpft“. Warum? Kommunalpolitik Rhade: Baum ab? Nein danke!

Ein Plädoyer für mehr (Allee)Bäume

Wer aufmerksam mit dem Auto oder Fahrrad von außen auf Rhade zusteuert, stellt fest, durch wunderschöne Baumalleen zu fahren. Eine führt zum Beispiel von Haltern (B58) über Wulfen durch Deuten nach Schermbeck. Über die Schlossallee, eine Querspange, wird Lembeck erreicht. Im Dorf sind zwar erste Baumlücken erkennbar, aber die Fortführung nach Rhade ist wieder vollständig. Rhade selbst weist riesige Lücken auf. Genannt sei die nördliche Seite von der Straße Am Stuvenberg bis zur Bahnlinie und weiter, beidseitig durch das Dorf bis zur Gemeindegrenze nach Erle. Danach wird der aufmerksame Beobachter durch eine vollständige Allee in Richtung Westen geleitet. Bäume sind lebensnotwendiger Klimaschutz. Die Schlussfolgerung, besonders aus Rhader Perspektive lautet, unbedingt und kurzfristig die unübersehbaren Baumlücken im Ort zu schließen. Überhaupt nicht ins Bild passt die aktuelle Beobachtung, dass drei Bäume entlang der Lembecker Straße abgesägt wurden. Die anklagenden Baumstümpfe lassen nicht erkennen, krank gewesen zu sein. Wir werden bei der Verwaltung nachfragen. Sollte der Hinweis lauten, die Zuständigkeit liegt beim Kreis RE, Stichwort Kreisstraße, werden wir dennoch darauf bestehen, aus Dorsten eine erklärende Beantwortung zu bekommen.

Ein aufmerksamer Rhader wundert sich über abgesägte Bäume 

Veröffentlicht am 15.12.2023

 

Presse Für Sie gelesen: Ein Kommentar räumt mit Vorurteilen auf

Dorstener Zeitung begab sich mit der Serie „Alles sagen!“ auf gefährliche Gratwanderung

Ulrich Breulmanns Kommentare sind lesenswert. Seine Meinung trifft in der Regel den „Nagel auf den Kopf“, ist verständlich und „kreißt nicht um den Berg, um eine Maus zu gebären“, sondern ist klare persönliche Meinung. Man muss sie nicht in allen Punkten teilen, aber sie hilft, sich zu orientieren und zu motivieren, eigene Gedanken zu entwickeln. In der Zeitungsserie „Alles sagen!“ kamen die Leser zu Wort. Erwartungsgemäß nahm der Bereich Migration und Kriminalität breiten Raum ein. Die Gefahr, dass ein Ventil mit der Bezeichnung „Vorurteil“ mehr Schaden als Aufklärung hinterlässt, verlangte von den Redakteuren höchste Aufmerksamkeit und Verantwortung. Ulrich Breulmann griff die Sorgen von kritischen Lesern und in der Redaktion in seinem Kommentar, „Gesetz kennt keine Deutschen mit Migrationshintergrund“, unmissverständlich auf. Seine Aufklärung, wer deutscher Staatsbürger ist und somit unter dem Schutz unseres Grundgesetzes steht, wird hoffentlich von denen gelesen, die gedanklich „auf dem falschen Dampfer“ waren. Der Schluss des Kommentars verdient wiederholt zu werden: „Wir (die Zeitungsmacher) wollen und werden uns nicht an solchen unerträglichen Generalverdächtigungen und Unterstellungen beteiligen. … Wer nur seine ausländerfeindlichen Vorurteile schüren und bestätigt sehen möchte, ist bei uns falsch. Der muss sich seine eigenen Wahrheiten bei den Populisten und Demagogen suchen. Bei uns wird er sie nicht finden.“

Ein aufmerksamer Zeitungsleser aus Rhade

Veröffentlicht am 14.12.2023

 

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