USA – Ich hatte mal einen Traum

Allgemein

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

 

Wir Deutschen haben den Amerikanern viel zu verdanken. Sie haben uns und Europa vom mörderischen Faschismus befreit. Und den Marshallplan erfunden, um uns aus dem Tal der Trümmer und Tränen herauszuhelfen. Wir haben Amerika bewundert. Filme, Musik und Technik – alles „Gute“ kam über den Atlantik, um hier mit etwas Zeitverzug, seine Siegesserie fortzusetzen. Wir haben immer davon geträumt, Amerika zu besuchen. Vielleicht sogar dahin auszuwandern. Dann wurden erste Kratzer im Lack erkennbar. Rassismus und die Morde am Präsidenten, Politikern und Bürgerrechtlern. Dann das Wissen über die nie abgebauten Unterschiede zwischen arm und reich. Dann die Erkenntnis, dass es kaum soziale Absicherung in Krisenzeiten für alle abhängig Beschäftigten gibt. Dann die Ernüchterung, dass bei jedem Wirbelsturm Häuser umfallen, die Stromversorgung zusammenbricht, Deiche brechen. Intakte Infrastruktur? Fehlanzeige. Dann ein politisches System, dass nur denen Macht verspricht, die entweder superreich sind oder von Superreichen gesponsert werden. Jetzt auch noch ein Präsident, von dem man nicht genau weiß, wie er wirklich tickt. Die anfängliche Bewunderung über Amerika ist fast in Mitleid umgeschlagen. Amerika galt immer als unser wichtigster Partner. Wirtschaftlich und politisch gesehen. Einige Politiker, Atlantiker genannt, glauben das immer noch. Auch sie werden wohl bald auf dem Boden der Tatsachen ankommen. Als bittere Erkenntnis bleibt: AUS DER TRAUM!

 

Sonntagsgedanken aus Rhade

 
 

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