Gesellschaft Ich habe einen Traum

Wochenendgedanken aus Rhade

Alle, die vor 77 Jahren oder danach geboren wurden, können für sich in Anspruch nehmen, persönlich keine Schuld am 2.Weltkrieg und seinen Gräueltaten zu tragen. „Die Gnade der späten Geburt“, nannte das ein früherer Bundeskanzler. Statt Kollektivschuld tragen wir Spätgeborenen aber den Rucksack KOLLEKTIVSCHAM. Der ist schwer, weil sich zusätzlich die Last VERANTWORTUNG im Gepäck befindet. Verantwortung heißt, immer dann hinzusehen, die Stimme zu erheben und Fehlentwicklungen aktiv zu verhindern, wenn die Würde des Menschen, ohne jede Ausnahme, in Gefahr ist. Das ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die wir alle zu leisten haben, wenn Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in unsere Alltagssprache zurückfinden sollen. Nachdem die Leser dieses Textes zustimmend genickt, und einige sogar den Daumen hoch gereckt haben, engagieren sie sich bereits morgen in einer demokratischen Partei, der Friedensbewegung, einer Naturschutzorganisation, einem Sportverein oder einer anderen Institution, um Verantwortung für uns alle zu tragen. Für sie gelten ab sofort keine Landesgrenzen, keine Hautfarbe, keine Religionszugehörigkeit, keine sexuelle Orientierung, usw,,  als Ausschlussgrund für das persönliche Engagement. Nach und nach wird die Welt friedlicher, das Weltklima findet ins Gleichgewicht zurück, Die Begriffe Armut und Hunger werden zu Fremdwörtern erklärt. Bevor ich jetzt aufwache, drehe ich mich nochmal um und träume weiter.       

Veröffentlicht am 13.08.2022

 

Kommunalpolitik Dorsten: Wie Energie verpulvert wird

Doppelaktivitäten kosten nicht nur Zeit

Nein, hier und heute geht es nicht um Gas, Öl oder Strom, hier und heute geht es um die kreative Energie, die aufgebracht wird, um Dorsten jeden Tag ein Stück besser zu machen. Diese Energie wird nicht nur im Rathaus erzeugt, sondern auch in der Bürgerschaft. Das ist gut. Wenn aber die so erarbeiteten Lösungsansätze nur dokumentiert, nicht aber umgesetzt werden, verpufft diese gewaltige Energie. Der gute Ansatz endet entweder in der Sackgasse oder in einer Schublade. Genug der Allgemeinplätze. Beispiele müssen belegen, ob die Kritik berechtigt ist. Zwei sollen aufzeigen, dass hier nicht nur heiße Luft produziert wird. Im Rathaus wurde aktuell eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um Energie-Einsparpotenziale in der Stadt zu ermitteln. Gut so. Wenn diese hochrangig besetzte Arbeitsgruppe einen Blick in das Dorstener Klimaschutzkonzept von 2014 wagen würde, könnte sie eigentlich (fast) alles ablesen, was nicht nur dem Klima hilft, sondern auch, wie und wo fossile Energie eingespart werden kann. Beim anderen Beispiel geht es um das Mobilitätskonzept. Mit viel Energie soll ein neuer  Verkehrsentwicklungsplan für ganz Dorsten erarbeitet werden. Die Bürger dürfen Vorschläge machen. Gut so. Wenn die beauftragte Planungsgruppe all das lesen würde, was zum Beispiel Rhader Bürger einige Monate vorher schon kreativ erarbeitet haben, würden Doppelaktivitäten verhindert und kreative Energie nicht verpuffen.

Ein Zwischenruf aus Rhade in Richtung Rathaus

Veröffentlicht am 12.08.2022

 

Bundespolitik SPD: Mehr Selbstbewusstsein wagen

Sozialdemokratie ist mehr als Gerhard Schröder

Der Ex-Kanzler war immer auch ein großer Selbstdarsteller. Er hatte Einfluss und konnte Wahlen gewinnen. Die SPD war mit ihm erfolgreich. Nicht alle Sozialdemokraten waren aber mit seiner innerparteilichen Basta-Ellenbogenmentalität immer einverstanden. Eine kleine Minderheit unter einigen hunderttausend Mitgliedern. Gerhard Schröder ist nach seiner Wahlniederlage 2005 nie demütig in Rente gegangen, sondern hat als Lobbyist eine Menge hinzuverdient. Alle Versuche ihn zu hindern, so seinen Ruf als Ex-Kanzler und Ex-Vorsitzender der SPD aufs Spiel zu setzen, verhallten in der Weite der russischen Tundra. Begierig nahmen konkurrierende Bundestagsparteien den Ball auf, hielten ihn im Spiel, um der SPD im Ganzen zu schaden. Mit einigem Erfolg, wie schwache Umfrage- und Wahlergebnisse beweisen. Gerhard Schröder wäre nicht Gerhard Schröder, wenn er sich davon in irgendeiner Weise würde beeindrucken lassen. Das muss eine selbstbewusste Partei aushalten. Tut sie aber nicht. Kritik von außen wirft sie fast immer viel zu schnell um. Die sozialdemokratische Idee ist mehr als die Personalie Schröder.

Ein Rhader Zwischenruf in Richtung SPD-Parteizentrale Berlin

Veröffentlicht am 11.08.2022

 

Ortsverein SPD-Rhade trifft sich - morgen

Dank an alle Mitglieder und ein Blick in die Zukunft

Am morgigen Donnerstag wird pünktlich um 18.30 Uhr der Vorsitzende der Rhader Sozialdemokraten, Christoph Kopp, die monatliche Mitgliederversammlung eröffnen. Auf der Tagesordnung stehen aktuelle Berichte über das kommunalpolitische Geschehen Dorstens (Achim Schrecklein) und das Neueste aus der eigenen Partei. „Wie wird unsere Zukunft aussehen?“ Darüber wird sicherlich engagiert diskutiert. Klarheit herrscht aber darüber, dass nach der Corona-Zeit, ein Dankeschön an alle Mitglieder überfällig ist, die seit Jahren engagiert das kommunalpolitische Rhader und Dorstener Geschehen aktiv begleiten. Der Termin, 26. August, steht, Einzelheiten über den Ablauf werden am Donnerstag im Gasthaus Pierick vorgestellt. Das Treffen ist wie immer öffentlich.

Veröffentlicht am 10.08.2022

 

Gesellschaft Aus der Geschichte lernen

Dorsten ist jetzt Mitglied im Riga-Komitee - und hat sich etwas vorgenommen

Es ist ein dunkles Kapitel der Dorstener Stadtgeschichte. In den 1930er und 1940er Jahren gaben die Nationalsozialisten den Ton in der Lippestadt an. Mit verheerendem Ergebnis. Erst grenzten sie alle aus, die nicht mit marschieren wollten, dann glaubten sie einer überlegenen Rasse anzugehören, um in der Folge alle auszumerzen, die anders waren. Am Ende war Dorsten ein Trümmerfeld, viele Soldaten blieben „im Feld“, eine bisher anerkannte und integrierte Bevölkerungsgruppe war deportiert und kaltblütig ermordet worden. Erst 40 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wurde dieses dunkle und verdrängte Kapitel der Stadtgeschichte von der Forschungsgruppe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ aufgearbeitet. Nach weiteren 40 Jahren ist unsere Stadt nun Mitglied im Riga-Komitee. Nach Riga wurden zigtausende Juden deportiert und ermordet. Auch aus Dorsten. Das Städtebündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, mit lokalen Aktionen gegen das Vergessen zu wirken. Achim Schrecklein und Friedhelm Fragemann, die als Vertreter und im Auftrag der Stadt und des Rates bei der Aufnahme ins Riga-Komitee vor Ort waren, wollen künftig auch persönlich dafür eintreten, dass wir alle aus der Geschichte lernen. Eine besondere Gelegenheit bietet sich bereits am 23. August. Eine private Initiative hat es geschafft, einen jüdischen Überlebenden aus Amerika ins Jüdische Museum einzuladen. Um 19 Uhr wird Sami Steigmann, der als Säugling medizinische Versuche der Nazis in einem Lager der Ukraine überlebte, über seine Leidensgeschichte berichten. Die Schirmherrschaft über diese besondere Veranstaltung hat Bürgermeister Stockhoff übernommen,

Eigener Bericht, wird in den nächsten Tagen mit weiteren Informationen fortgesetzt

Veröffentlicht am 09.08.2022

 

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SPD Ortsverein Rhade

Christoph Kopp
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Termine

Jeden 2. Donnerstag im Monat, in der Gäststätte Pierick 18:30 Uhr.

 

Friedhelm Fragemann Fraktionsvorsitzender
fraktion@spd-dorsten.de
 

Michael Gerdes Bundestagsabgeordneter
michael.gerdes(at)bundestag.de