Um kommenden Donnerstag, 14. September 2023 treffen sich die Rhader Sozialdemokraten zu ihrem monatlichen Meinungsaustausch im Gasthaus Finke, Zur alten Mühle um 18.30 Uhr.
Die Tagesordnung:
- Bericht des Vorsitzenden
- Bericht Achim Schrecklein
- Stand der Fusion
- Termine
- Verschiedenes
Veröffentlicht am 12.09.2023
ARD wirft einen spannenden Blick hinter die Kulissen
Zur besten Sendezeit, heute um 20.15 Uhr, strahlt DAS ERSTE eine bereits im Vorfeld hochgelobte Dokumentation über die Arbeit unserer Bundesregierung aus. In unserer schnelllebigen Zeit lassen wir uns gar nicht so selten nur mit Überschriften informieren. Dass das keine seriöse Meinungsbildung ist, soll ein Dokumentarfilm belegen, der in zweijähriger Arbeit entstanden ist. Kanzler Olaf Scholz und seine wichtigsten Minister sprechen offen über ihre Arbeit, ihre Gefühle, ihre erdrückende Verantwortung. Eine gute Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Berliner Regierungsapparates zu werfen und mit eigenen Vorurteilen aufzuräumen. „Ernstfall - Regieren am Limit“, so der selbsterklärende Titel der Doku. Und ab 21.3o Uhr greift die Sendung „Hart aber fair“ den Faden auf und diskutiert über die Arbeit der Ampel. Mit dabei ist der Autor und Filmemacher der zuvor gezeigten Dokumentation Stephan Lamby.
Rhader TV-Empfehlung
Veröffentlicht am 11.09.2023
Rhader Wochenendgedanken: Heute über Obdachlose (gestern über Behinderte)
Ein Leben auf der Straße ist kein Abenteuer, sondern blanke Not. Es gab Zeiten, als Clochards in Frankreich (und bei uns) verherrlicht wurden. Grenzenlose Freiheit, gepaart mit philosophischem Wissen, so unser Selbstbetrug. Tatsächlich waren es Obdachlose, die auf Almosen und humanitäre Hilfe angewiesen waren, um zu überleben. So wie heute die Menschen, die in unseren Städten auf der Straße leben müssen, weil es für sie keinen Wohnraum gibt. Weil wir sie nicht mittendrin haben wollen. Weil sie vielleicht versagt haben. Weil sie möglicherweise trinken und Drogen nehmen. Aber es sind Menschen wie Du und ich. Sie haben das gleiche Recht, würdevoll behandelt zu werden. Gut dass es Hilfsorganisationen gibt, die sich kümmern. Die stützen und unterstützen. Unsere Kirchen, die christliche Nächstenliebe predigen, wären im Prinzip beste Helfer und Aufklärer. Im Prinzip. In Düsseldorf gibt es aktuell einen Vorfall, der uns nachdenklich machen muss. Die katholische St. Apollinaris-Kirche hat ein Gitter an einem Seiteneingang anbringen lassen, um Obdachlose auszusperren. Die Hilfsorganisation für Wohnungslose fiftyfifty in D.-Dorf zeigt sich bestürzt. Anstatt zu helfen, werden dort Hilfsbedürftige ausgegrenzt. Anstatt ein Dach über dem Leben zu gewähren, wird die Tür verschlossen. So lösen wir keine Probleme. Wir verlagern sie nur.
Veröffentlicht am 10.09.2023
Rhader Wochenendgedanken: Heute über Behinderte (Teil 1) und morgen über Obdachlose (Teil 2)
Es gibt sie. Diejenigen die anders sind als Du und ich. Sie leben mitten unter uns und gehören doch nicht (richtig) dazu. Heute gelten die Gedanken den Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen. Die Aufmerksamkeit soll auf jene gerichtet werden, die aufgrund der Schwere ihres Handicaps nicht mehr in häuslicher Umgebung leben können, sondern in speziellen Einrichtungen mit professioneller Betreuung. Ob kirchliche, private oder staatliche Träger, sie alle bilden ein flächendeckendes Netzwerk, um diesen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Besonderen Dank verdienen aber auch die Betreuer und Betreuerinnen. Wer z. B. als Besucher des Sommerfestes der "Diakonischen Stiftung - Wittekindshof" in Gronau teilnahm, geht anders nach Hause als er gekommen ist. Wer sieht, wie sich Schwerstbehinderte über eine kleine Geste der Aufmerksamkeit freuen und wer beobachtet, wie liebevoll sich die Betreuer kümmern, der kommt aus dem Grübeln über Begriffe wie Menschlichkeit, Würde, Toleranz und die eigene Hilflosigkeit nicht heraus. Vielleicht, so ein Nachdenkansatz, würden kleine Wohngruppen in allen Wohnsiedlungen unseres Landes für mehr Akzeptanz denen gegenüber sorgen, die das gleiche Recht auf Leben haben wie Du und ich. Dann wären sie wirklich mittendrin.
Veröffentlicht am 09.09.2023
Internetseite der Stadt Oberhausen verdient, aufgerufen zu werden
Mehrfach wurde an dieser Stelle über den hohen Stellenwert von Bürgerbeteiligung in unserer Stadt geschrieben. Immer als Werbung und Aufforderung, mitzuwirken. Die Stadt Dorsten, die sich auch Bürgerkommune nennt, hat mit dem „Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport“ eine wichtige Voraussetzung geschaffen, den Begriff „direkte Bürgermitwirkung“ zum Leben zu erwecken und zu erhalten. Entsprechende Formate sind flächendeckend entstanden. Nicht unter den Teppich gekehrt werden darf, dass so auch Erwartungen in der Bürgerschaft geweckt wurden, die vielfach nicht erfüllt werden können. Der Bürgerwunsch, heute angeregt, morgen umgesetzt, funktioniert so nicht. Weder stehen unbegrenzt Verwaltungspersonal und Geld zur Verfügung, noch wird richtig wahrgenommen, dass es einen Stadtrat gibt, der ausschließlich durch die Kommunalwahl legitimiert ist, Anregungen von außen in verbindliche Beschlüsse zu verwandeln. Auf der Internetseite der Stadt Dorsten, www.dorsten.de , ist das Kapitel Engagement und Soziales zu finden. Wer will, kann sich hier gut orientieren, wie die Verwaltung Bürgerbeteiligung definiert. Ein Blick über den Tellerrand, den wir am 19. August vorgenommen haben, hatte Oberhausen zum Ziel. Hier gibt es zu den uns bekannten Beteiligungsformaten noch den 15köpfigen Bürgerrat. Unsere Empfehlung lautete, sich über die Besetzung (Auslosung) und 2jährige Befristung auf der jetzt richtig eingesetzten Internetseite www.oberhausen.de/buergerbeteiligung sachkundig zu machen und vielleicht auch für Dorsten eine Beteiligungsergänzung anzudenken.
Veröffentlicht am 08.09.2023