Gesellschaft Achtung: Heute Werbung - für einen guten Zweck!

Mit eigener Bewegung etwas bewegen

In unserem reichen Land gibt es dunkle Flecken. Menschen, die aus vielerlei Gründen im Abseits stehen. Gut, dass es ehrenamtliche Hilfsorganisationen gibt, die hinsehen und anpacken. Das kostet Geld und Zeit. In Dorsten sind es u. a. die Lebenshilfe, die Mr. Trucker Kinderhilfe, das Frauenhaus, das Tierheim, sowie der Deutsche Kinder- und Jugendhospizdienst Emscher-Lippe, denen Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung helfen, die selbst gestellten sozialen Ziele zu erreichen. Im Interesse der Allgemeinheit. Gut auch, dass es Akteure gibt, die kreative Angebote für die Bevölkerung machen, das Portemonnaie zu öffnen, um mit Spendengeldern den genannten Hilfsorganisationen unter die Arme zu greifen. Unter ihnen Thomas Hein, der mit dem Unternehmen Interevent, den „1. Dorstener 24-Stunden-Lauf“ auf die Beine gestellt hat. Mitmachen kann jeder der sich anmeldet und im Stadtkronepark Maria Lindenhof mindestens eine Runde (1 km) dreht. Mit einem Startgeld (5 Euro) ist man als Teilnehmer dabei. Am kommenden Freitag, 11. August, wird um 16 Uhr der Start freigegeben. 24 Stunden später, also am Samstag zur gleichen Zeit, kann Bilanz gezogen werden. Wir bitten unsere Leser, die gute Idee zu unterstützen. Online-Anmeldung unter: www.24stundenlaufdorsten.de oder direkt vor Ort.

Rhader Werbeanzeige

Veröffentlicht am 07.08.2023

 

Allgemein Das 49 Euro-Ticket - Ein Selbstversuch mit Fahrrad

Das hört sich doch attraktiv an - für nur 49 Euro im Monat quer durch Deutschland mit Regionalzügen und dem ÖPNV zu reisen. Dass für die Mitnahme des Fahrrades 6 Euro/Tag zusätzlich gebucht werden müssen, macht das Angebot nicht wesentlich teurer. Wichtig wäre dagegen, dass für den Preis eine akzeptable Gegenleistung erkennbar ist. Und hier beginnt die zaghafte Kritik des Reisenden mit Fahrrad. Eine kombinierte Reise, abwechselnd auf Radwegen oder im Zug. Die erste Erkenntnis innerhalb von 7 Tagen: Kein Zug ist pünktlich. Besonders positiv: die App „DB-Navigator“. Gut auch, dass alle Regionalzüge Fahrradabteile haben. Neben Radlern haben hier Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen Vorrecht vor „Normalreisenden“. Was aber tun, wenn diese die entsprechend gekennzeichneten Plätze belegen und keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, Platz zu machen. Die „amtlichen“ Zugbegleiter könnten kraft ihres Amtes zwar eingreifen, tun es aber nicht. Das größte Problem der 49-Euro-Nutzer ist aber die Überbelegung der Züge. Mehrfach ist es in dem erwähnten Kurzzeitraum dazu gekommen, dass ein Zustieg, mit oder ohne Fahrrad, unmöglich war. Hier müssen die Betreibergesellschaften dringend mit weiteren oder längeren Zügen nachrüsten. Fazit: Das 49 Euro-Ticket ist ein guter Ansatz, um vom PKW auf die Bahn umzusteigen. Bleibt es aber bei den teils chaotischen Bedingungen in den Zügen, ist die Rückkehr in den PKW vorprogrammiert.

Rhader Wochenendkommentar

Veröffentlicht am 05.08.2023

 

Gesellschaft Die Weiterentwicklung unserer demokratischen Strukturen ist zwingend

Bürgerräte gewinnen an Akzeptanz

Im Artikel 21 unseres Grundgesetzes heißt es unmissverständlich: „Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit“. Da steht nicht, dass sie das alleinige Sagen im Land haben. Wenn es Versuche gegeben hat, übers Ziel hinauszuschießen, hat das Bundesverfassungsgericht regulierend eingegriffen. Demokratische Parteien sind dennoch das Herzstück unserer Demokratie. Sie setzen nicht einseitig auf ein Thema, sondern müssen Allrounder des gesellschaftspolitischen Gesamtgeschehens sein. Da sie aber in den letzten Jahren an Akzeptanz, Mitgliedern und Experten verloren haben, sind neue Wege, unsere demokratischen Strukturen zu stärken, unverzichtbar. Direkte Bürgerbeteiligung gilt inzwischen als ein Lösungsansatz auf allen Ebenen des Bundes, Landes und der Kommunen. Gut ist, dass völlig unterschiedliche Modelle hier und da ausprobiert werden. Die Dorstener Bürgerforen in allen Stadtteilen sind dafür ein gutes Beispiel. Aber ihre Teilnehmer sind kein reales Spiegelbild der Bevölkerung. Eine Weiterentwicklung wären Bürgerräte, die repräsentativ zusammengestellt werden, um gemeinsam Antworten auf besondere Fragen des Gemeinwohls zu finden. So z. B. im Bund, um ein atomares Endlager zu finden oder Regeln für bessere Gesundheitsstandards zu erarbeiten. Auf kommunaler Ebene wäre ein repräsentativer Bürgerrat vorstellbar, der Stadtrat und Verwaltung z. B. auf dem Gebiet des lokalen Klima- und Umweltschutzes zuarbeitet. Andere Themenfelder erfordern neue Bürgerräte. Demokratie ist anstrengend. Aber es gibt nichts Besseres.

Rhader Gedanken über Bürgerräte

Veröffentlicht am 04.08.2023

 

Kommunalpolitik Fair geht vor - Ergänzung zum gestrigen Artikel „Alles gut in Dorsten?“

In Unkenntnis, dass die Fraktionen ein enges Themenfeld von der Dorstener Zeitung für einen Gastkommentar vorgegeben bekamen, wurde die CDU-Zwischenbilanz wegen ihrer Kopflastigkeit zur Wirtschafts- und Finanzlage und ihrer Konzentration auf das Dorstener Zentrum an dieser Stelle kritisiert. Der gestrige Rhader Zwischenruf ist aber inhaltlich absolut korrekt und aktuell. Er zeigt auf, dass unser Dorf mehr Beachtung verdient hätte. Seit Jahren - und länger!  Ein Hinweis darauf in der christdemokratischen Zwischenbilanz hätte den Stadtteilen rings um das Zentrum der Lippestadt, darunter Rhade, gut getan.

Veröffentlicht am 03.08.2023

 

Kommunalpolitik Alles gut in Dorsten?

CDU-Fraktion zieht Zwischenbilanz in der Halbzeitpause

Es ist gut, wenn auch Kommunalpolitiker ihre Arbeit in Intervallen kritisch hinterfragen, um Fehler zu erkennen und künftig zu vermeiden. Wenn aber nur Positives bei der Halbzeit-Analyse der Wahlperiode herauskommt, darf der kritische Beobachter von außen schon mal die Stirn runzeln. Bernd Schwane, Fraktionschef der CDU im Dorstener Stadtrat, schafft es in einem DZ-Gastkommentar (29.7.23) spielend, mit Eigenlob alles andere zu überdecken. Nämlich das, was nicht gut gelaufen ist, bzw. was dringend in der Lippestadt besser werden muss. Sein Lob über die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wird mit der Einschränkung geteilt, dass Dorsten nicht nur aus der Innenstadt, sondern auch aus Stadtteilen mit dörflichem Charakter besteht. Und hier ist Nachholbedarf an zielgerichteter Wirtschaftsförderung, an Kultur- und Weiterbildungsangeboten, an einem passenden Touristikkonzept, an lokalen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen, an sicheren Verkehrsführungen und Reparaturen an Radwegen und Dorfstraßen unübersehbar. Nebelkerzen wirft der CDU-Mann bei der städtischen Finanzpolitik. Stolz wird zwar der Abbau der Schulden herausgestellt, die parallel angefallenen Millionenverluste durch die Rückzahlung von Fremdwährungskrediten aber „vornehm“ verschwiegen. Sozialpolitik? Fehlanzeige bei der CDU-Zwischenbilanz. Und so verliert der Gastkommentar erheblich an Glaubwürdigkeit.

Ein Rhader Zwischenruf in Richtung Dorstener CDU

Veröffentlicht am 02.08.2023

 

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