Er war einer von uns.
Einer, der immer eine feste Vorstellung von Gerechtigkeit hatte.
Franz war keiner, der parteipolitische Scheuklappen getragen hat.
Im Gegenteil.
Er formulierte klar und direkt, machte mit seiner Kritik keinen Bogen um Parteifreunde.
Und er hatte recht damit.
Franz Zumbrink, von allen kurz Zummi genannt, lebte die sozialdemokratischen Grundwerte FREIHEIT, GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT.
Nun ist seine Stimme verstummt
Wir verneigen uns vor seinem gesellschaftspolitischen Engagement und sprechen seiner Familie unser aufrichtiges Mitgefühl aus.
Franz Zumbrink war einer von uns.
Er bleibt einer von uns.
Im Namen der gesamten Sozialdemokratischen Familie
Christoph Kopp - Hans-Willi Niemeyer - Achim Schrecklein
Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet am 23.06.2023 um 15 Uhr auf dem Friedhof in Klein-Reken, Halterner Straße, statt.
Veröffentlicht am 21.06.2023
Jahresprogramm macht neugierig - Rhade erstmals dabei
Die Wertigkeit einer Stadt ist immer dann besonders hoch, wenn sich die Bürger mit ihr identifizieren. Um das zu erreichen, sind mehrere Standortfaktoren zu bewerten. Sind genügend Arbeitsplätze vorhanden? Ist das Umweltklima gesund? Stehen ausreichend Kitaplätze zur Verfügung? Welche Schulen bieten sich an? Wie sieht das Mobilitätsangebot aus? Sind die Steuern angemessen? Fragen, die entscheidend sind, ob eine Stadt Zukunft hat. Ein bisher nicht genannter, aber gleichwertiger Standortfaktor, neben den bereits erwähnten, ist das Kultur- und Weiterbildungsangebot. Werfen wir einen Blick in das aktuelle vorgesehene Programm. Rund 50 Veranstaltungen suchen in der kommenden Spielzeit ihr Publikum. Ob Theater, Kleinkunst, Lesungen, Konzerte - für (fast) jeden Geschmack findet sich ein interessantes Angebot. Überwiegend „spielt die Musik“ wieder im Zentrum Dorstens. Die Aula der St.-Ursula-Realschule gilt als Theater Dorstens und ihr zentraler Spielort. Daneben bieten die Petrinum-Aula und das VHS-Forum besonders geeignete Voraussetzungen, um Aufführungen aller Art durchzuführen. Kritik aus Rhade, städtische Kultur und Weiterbildung auch in allen Stadtteilen anzubieten, scheint in kleinen Nuancen im Rathaus angekommen zu sein. So wird es erstmals einen Jazz-Frühschoppen vor Ort geben. Und das Lembecker Schloss ist ebenfalls Gastgeber für drei Veranstaltungen. Die wiederholte Anregung aus Rhade lautet: Kombiniert die vielfältige Vereins- und Schulkultur mit der städtischen. So, wie es vor Jahren schon erfolgreich in unserer Stadt praktiziert wurde.
Ein Rhader Bürger blättert im neuen Kulturprogramm der Stadt
Veröffentlicht am 20.06.2023
Wenn Satire in Peinlichkeit ausartet
44 gewählte Mitglieder gehören dem Stadtrat Dorsten an. Sie haben sich in 6 Fraktionen organisiert, um zu beraten und zu entscheiden, wie die Lippestadt sich positiv entwickeln sollte. Zusätzlich üben sie eine Kontrollfunktion gegenüber der Verwaltung aus. Eine wichtige verantwortungsvolle, ehrenamtlich ausgeübte Tätigkeit auf Zeit. Der Begriff „Kommunale Selbstverwaltung“ fasst das sehr gut zusammen. Eine Mini-Gruppierung mit Fraktionsstatus im Rat nennt sich „Die Partei feat Die Linke“. Während die eine Seite sich ernsthaft um soziale Themen kümmert(e), versucht der andere Teil der ungleichen „Brüder“ mit peinlichen Provokationen, fälschlicherweise Satire genannt, Rat und Verwaltung lächerlich zu machen. Das schadet der Demokratie und hält gutwillige Bürger davon ab, sich kommunalpolitisch einzubringen. Das jüngste Beispiel, Dorsten zum prosperierenden Wirtschaftszentrum für Rauschmittel zu entwickeln, diente allein dem Zweck, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Das ist, wirft man einen Blick in die Lokalzeitung, mal wieder gelungen. Ein „Skandal“ verkauft sich halt besser als eine Berichterstattung über, sagen wir mal, dramatisch sinkenden Grundwasserspiegel in unserer Stadt oder fehlende Kinderkultur in allen Stadtteilen. Demokratie sichert auch dem Polit-Provokateur zu, seine schräge Meinung zu äußern. Ein Stadtrat ist aber die falsche Bühne für Möchtegern-Narren.
Ein Rhader Zwischenruf in Richtung Stadtrat Dorsten
Veröffentlicht am 19.06.2023
Ein Nachruf auf Franz folgt am kommenden Mittwoch.
Veröffentlicht am 18.06.2023
Reparatur ist wichtiger als Abschaltung
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So motiviert begann die Koalition 2021, aus drei selbständigen Parteien bestehend, ihre Regierungsarbeit. Sie versprach, mehr Fortschritt zu wagen. Unerwartete Krisen, wie Corona und Putins Krieg gegen die Ukraine, zwangen die Akteure um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck (Grüne) und Christian Lindner (FDP) die im Koalitionsvertrag beschlossenen Prioritäten neu zu justieren. Das führte zu kontroversen Diskussionen innerhalb der Ampelparteien. Die Öffentlichkeit zeigte sich erst irritiert, um sich dann abzuwenden. Der Wackelkontakt in der Ampel führte zu so starken Signalstörungen, dass in der Folge Stillstand auf alle Fahrspuren gemeldet wurde. Kurz drohte sogar ein Totalausfall. Dann aber zeigte Olaf Scholz handwerkliches Geschick, fand die gelockerten Schaltstellen, setzte neue Sicherungen ein und verband den entstandenen Kabelsalat aus roten, grünen und gelben Adern so, dass die Signalanlage wieder in richtiger Reihenfolge blinkte. Der politische Verkehr kann Fahrt aufnehmen. Klar aber ist, dass die Reparatur nur von Dauer sein wird, wenn in regelmäßige Revisionsarbeiten investiert wird. Im Klartext heißt das, dass SPD, Grüne und FDP ab sofort an einem Strang ziehen müssen, um mehr Fortschritt zu wagen und Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Drei wichtige Redakteure einer überregionalen Zeitung geben dazu folgende Ratschläge:
- Die Kanzlerpartei SPD muss mehr führen.
- Weniger Pathos, mehr handwerkliches Geschick würde den Grünen gut zu Gesicht stehen.
- Die FDP muss aufpassen, die Zukunft und in der Folge, die Demokratie nicht zu verspielen.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 17.06.2023