Social-Media-Plattform verführt Kinder und Jugendliche zu lebensgefährlichen Mitmach-Aktionen
TikTok ist eine chinesische App, die mehr als eine Milliarde (!) Nutzer auf ihrem Handy geladen haben. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 18 Jahren sind weltweit durchschnittlich 107 Minuten täglich (!) auf TikTok unterwegs. Das Medium ist so beliebt, weil kurze Videos zum Mit- und Nachmachen anregen, um dann das eigene Ergebnis, z. B. des Singens, Tanzens oder spannender Mutproben, Challenges genannt, selbst hochzuladen. Und um diese geht es. Inzwischen sind 15 Todesfälle von jungen Menschen bekannt geworden, die sich an der sogenannten Blackout-Challenge beteiligt haben. Dabei geht es um das selbständige Herbeiführen einer Ohnmacht durch gefährliches Strangulieren. Das Erwachen sollen die jugendlichen Akteure dann selbst filmen und ins Netz stellen. Nun haben Eltern, deren Kinder bei diesem „Spiel“ umgekommen sind, den Software-Betreiber verklagt. Er fühlt sich aber nicht verantwortlich und behauptet, unverantwortliche Mutproben durch Kontrollen zu unterbinden. Die Realität sieht aber anders aus. Was tun? Die wichtigste Botschaft geht an die Eltern der jungen TikTok-Nutzer. Augen auf und miteinander sprechen. Dieser Text wird auch an Saskia Esken, Vorsitzende der SPD gesandt, die als IT-Expertin gilt, ob auch Politik tätig werden muss, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen.
Der Rhader Text wurde auf Grundlage des ZEIT-Artikels „TikTok und der Tod“ vom 20.04.2023 geschrieben. Fortsetzung folgt.
Veröffentlicht am 02.05.2023
Die Welt ist im Krisen-Dauermodus: Energiekrise, Klimakrise, der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation und die Auswirkungen der Corona-Pandemie erzeugen Unsicherheit und stürzen viele Menschen in existentielle Sorgen. Wir Gewerkschaften stehen an ihrer Seite. Gemeinsam setzen wir am Tag der Arbeit ein sichtbares Zeichen für eine gerechte und friedliche Zukunft, für einen starken Sozialstaat und eine leistungsfähige öffentliche Daseinsvorsorge. Gemeinsam sind wir ungebrochen solidarisch!
- Ungebrochen solidarisch: Weil wir gemeinsam mehr erreichen können!
- Ungebrochen solidarisch: Damit die Klima- und Energiewende zum Erfolg wird!
- Ungebrochen solidarisch: Damit die Beschäftigten den Wandel mitgestalten können!
- Ungebrochen solidarisch: Damit die Krise nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird!
- Ungebrochen solidarisch: Damit wir in eine friedliche und sichere Zukunft blicken können!
Dafür kämpfen wir – am 1. Mai und an jedem anderen Tag im Jahr.
Übernommen (Auszug) von www.dgb.de
Veröffentlicht am 01.05.2023
Pragmatismus statt ideologischem Drahtseilakt
Berlin, Hauptstadt Deutschlands und eines der 16 Bundesländer, gilt als (fast) unregierbar. Die attraktive Stadt zieht Scharen von Besuchern aus aller Welt an - wird aber mit den Alltagsproblemen einfach nicht fertig. Die bisherige Regierende Bürgermeisterin (Ministerpräsidentin) Franziska Giffey hat zwar die letzte Wahl hauchdünn vor den Grünen gewonnen und hätte in der bisherigen rot-rot-grünen Koalition weitermachen können wie bisher, hat sie aber nicht. Die aufgestauten Differenzen mit der Chefin der Grünen gelten als unüberbrückbar. Aber auch die Berliner SPD gilt parteiintern nicht gerade als reformfreudig. Giffey, auch Landesvorsitzende, hat daher zu einer erstaunlichen Gratwanderung angesetzt. Sie verzichtet auf ihr Amt und will als Juniorpartner der CDU die Sozialdemokraten aus der Lethargie herausholen, um dann bei der nächsten Wahl, so ihre Vorstellung, wieder als Sieger das Rote Rathaus zu übernehmen. Die Berliner SPD-Mitglieder haben, viele mit der Faust in der Tasche, mit knapper Mehrheit diesen Drahtseilakt bestätigt. Berlin war, wie NRW auch, viele Jahrzehnte Hochburg der SPD. Schnee von gestern. Der Niedergang hier ist aber für die Bundespartei deutlich schmerzhafter als in der Hauptstadt. Neben der inhaltlichen Unschärfe kommt noch das personelle Vakuum in Düsseldorf dazu. Ohne charismatischen Trainer wird sich die Sozi-Mannschaft nicht aus dem unteren Tabellendrittel herauskämpfen. Gespannt und erwartungsvoll lassen wir unseren SPD-Basisblick nun von Berlin nach Düsseldorf schweifen.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 29.04.2023
Ein Kontrollbesuch
Die gute Nachricht zuerst. Rhade hat sich gemacht. Größer, stärker geworden und aufgeblüht. Die Rede ist aber nicht vom gleichnamigen Dorf im nördlichen Dorsten, sondern von unserem Partnerbaum, den wir im Bürgerpark Maria-Lindenhof, auch bekannt als Stadtkrone-Park, vor einigen Jahren gepflanzt haben. Er soll die Verbundenheit mit der Lippestadt ausdrücken, die Rhade seit 1975 dem Dorstener Zentrum gewährt. Lobend muss auch erwähnt werden, dass nun Rhade richtig geschrieben wurde. Unser mehrfacher Hinweis, dass die stützende Baumsteele den falschen Schriftzug RAHDE zierte, wurde in RHADE geändert. Der Fortschritt ist nun auch optisch sichtbar. Nun steht der jährliche Kontrollbesuch beim Dorsten-Baum in Rhade an. Trägt er Blüten? Ist er gewachsen? Signalisiert der Austrieb eine gute Ernte? Wer im Text auch Symbolik der Dorfentwicklung herausliest, liegt wie immer nicht ganz falsch.
Fortsetzung folgt.
Veröffentlicht am 28.04.2023
Ein Brief aus Rhade erreicht Berlin
„Die da oben machen sowieso nur was sie wollen“, so ein gängiges Vorurteil „da unten“ gegenüber der Bundespolitik und ihren handelnden Akteuren. Die Rhader Sozialdemokraten engagieren sich seit über 50 Jahren vor Ort, um das Gegenteil zu beweisen. Sie schreiben den Abgeordneten ins Stammbuch, dass sie eine Bringschuld den Wählern gegenüber haben und „dem Volk auf Maul schauen müssen“. Willy Brandt hat uns aufgefordert mehr Demokratie zu wagen. Wir bitten die Regierung nun inständig, mehr Diplomatie zu wagen, um die weltweiten Konflikte nicht völlig eskalieren zu lassen. Der folgende Brief eines Rhader Sozialdemokraten an den Vorsitzenden der großen SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat Berlin erreicht. Im Wortlaut: „… ich bitte herzlich und nachdrücklich um: „Mehr Diplomatie wagen“. Die öffentlichen und lauten Aussagen der Außenministerin gegenüber den Schurkenstaaten sind moralisch nachzuvollziehen, sie lassen aber, von außen betrachtet, überhaupt keinen Raum für aufbauende Verständigung. Wenn der chinesische Außenminister im Rahmen einer Pressekonferenz seiner deutschen Amtskollegin entgegenhält, keinen westlichen Lehrmeister zu benötigen, ist das berechtigter Klartext von der anderen Seite. Mehr Sprachlosigkeit geht nicht. Ich bitte, dem sozialdemokratischen Denken mehr Stimme zu verleihen. Mit freundlichen Grüßen aus Rhade …“. Die Antwort steht noch aus. Wir berichten weiter.
Veröffentlicht am 27.04.2023