Rhader Ukraine-Solidarität Gesellschaft Ukraine - Wo ist der Notausgang? (1)

Viele Ideen - (noch) keine Lösung in Sicht

Russland hat völkerrechtswidrig die Ukraine mit Waffengewalt angegriffen. Das internationale Recht ist auf Seiten der Ukraine, das eigene Territorium militärisch zu verteidigen. So steht es im UN-Vertrag, den auch Russland unterschrieben hat. Das ist heute, ein Jahr nach dem Überfall, immer noch die Ausgangslage des kriegerischen Konflikts. Die Bilanz ist verheerend, die Auswirkungen weltweit zu spüren. Alle Appelle an Russland, sich zu besinnen, die Waffen schweigen zu lassen und die Grenzen des Nachbarn zu respektieren, prallen (noch) im Kreml ab. Das wäre aber die Voraussetzung, für eine Verhandlungslösung. Vorschläge und Ratschläge von außen werden in der Presse und den Talkshows gedreht und gewendet. Darunter unannehmbare, die partout den Aggressor Russland weichspülen wollen. Andere, wie der von Jürgen Habermas, unterstützen die Sprachregelung von Olaf Scholz (SPD), dass die Ukraine den Krieg nicht verlieren darf und lehnen die von Annalena Baerbock (Grüne) ab. Sie formuliert, die Ukraine müsse den Krieg gewinnen. Der Unterschied zwischen Kanzler und Außenministerin mag auf den ersten Blick nicht existent zu sein, ist aber gravierend. Zu hoffen ist heute, dass, egal von welcher Seite, egal von welchem Politiker, egal aus welchem Land, der Notausgang gefunden wird, um den noch regionalen Konflikt zu beenden und eine weltweite Eskalation zu verhindern.

Ein Rhader Friedensappell

Veröffentlicht am 23.02.2023

 

Gesundheit Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Jetzt mit neuen Vorsätzen durchstarten

Wenn Alkohol zum Problem wird (Teil 4 und Schluss). Eine Ergänzung zu den Beiträgen am 23., 31.1. und 9.2. auf dieser Internetseite

Mit Alkohol ein Problem? Nicht bei mir! So lautet in der Regel die Antwort auf besorgte Nachfragen von Familienangehörigen, Freunden und Arbeitskollegen an auffällig gewordene Zeitgenossen. Wer sich aber nicht selbst betrügen will, liest das Nachstehende, was Betroffene aus der Selbsthilfegruppe „Das Blaue Kreuz“ auf die gestellten Fragen antworten. Damit wollen wir Mut machen, sich zu outen und helfen zu lassen.

Frage: Welche Folgen löst übermäßiges Alkoholtrinken aus - a) bei einem persönlich; b) in der familiären Umgebung; c) beruflich

Antwort: Nach über 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit im BKE lautet der persönliche Erfahrungsbericht über ehemalige Betroffene in Kurzform wie folgt:  Familienstreit —> Kinderleid —> Führerscheinverlust —> Jobprobleme —>  Scheidung —> Haus- oder Wohnungsverlust —>  Endstation Tod.

Frage: Kann ein(e) Betroffene(r) sich selbst helfen, oder ist externe Hilfe nachhaltiger?

Antwort: Es gibt bei uns den Kernsatz: du schaffst es, aber du schaffst es nicht allein. Diese Aussage ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung Abhängiger, die versucht haben, von der Sucht loszukommen. Seltene Ausnahmen möglich.

Frage: Wie wird extern, z. B. bei der Selbsthilfegruppe „Das blaue Kreuz“ geholfen?

Antwort: In der Selbsthilfegruppe merken Abhängige und auch Angehörige, nicht allein zu sein. Da die Gruppenmitglieder gleichermaßen betroffen sind, kennen alle die Sorgen und Nöte, die ständig rund um das Suchtmittel kreisen. Alle sind „Profis“, ersetzen aber keine Therapeuten. Deshalb arbeiten wir eng mit der Caritas-Suchthilfe zusammen.

Frage: Dein Rat in einem Satz an eine Person, die (für fast alle) erkennbar ein Alkoholproblem hat:

Antwort: Grundsätzlich erteilen wir keine Ratschläge! Wir berichten gegenseitig von unserer Erfahrung und wie wir mit dieser Situation umgehen, bzw. umgegangen sind. Die Einsicht, möglicherweise ein Problem zu haben, ist bei vielen der erste wichtige Schritt. Ein vertrauliches Gespräch mit dem Hausarzt könnte der nächste sein.

Kontakt: Das Blaue Kreuz in der ev. Kirche, Dorsten-Wulfen, Berthold John, Tel. 02866-4299 oder 0176-54772256Neben der Selbsthilfegruppe „Das Blaue Kreuz“ gibt es weitere, die mit einem Klick im Internet gefunden werden können.

Wir bedanken uns sehr herzlich für die Offenheit bei allen Mitgliedern der Selbsthilfegruppe „Blaues Kreuz Wulfen“, die die hilfreichen Antworten auf unsere Fragen erarbeitet haben.

Veröffentlicht am 22.02.2023

 

Ortsverein Ein Sozialdemokrat blättert in seinem Mitgliedsbuch

Kleine Geschichte von unten - einmal ganz anders

Nur 7 Tage nach dem überragenden Bundestags-Wahlsieg der SPD mit Willy Brandt (Willy wählen), wurde 1972 ein neues Mitglied in Rhade in den Kreis der Sozialdemokraten aufgenommen. Inzwischen sind 51 Jahre vergangen. Die SPD, damals mit 45,8% Wahlsieger, hat deutlich „abgespeckt“. Das Auf und Ab der folgenden Jahre hat nicht wenige Neumitglieder aus dem Jahr 1972 verunsichert und zum Abschied bewogen. Andere, wie im vorliegenden Beispiel, engagieren sich bis heute aktiv. Grundlage dafür sind die ersten Seiten des Mitgliedsbuchs, die das Grundsatzprogramm der SPD beinhalten. Verabschiedet 1959 in Bad Godesberg. Die Erste Beitragsmarke, sie wurde monatlich geklebt, hatte einen Wert von 3 DM. Später zierten kurze Slogans die Marken. 1988: „Fortschritt nur mit uns.“ 1995: „Die Zukunft gewinnen.“ Dann wurde an große Sozialdemokraten erinnert. 2015 - Helmut Schmidt. 2020 - Jochen Vogel. Sondermarken erhielten die Mitglieder, die wichtige Parteikampagnen mit einer Zusatzspende unterstützten. 1976: „Den Frauen mehr Chancen.“ 1984: „Macht Europa stark“. Das Mitgliedsbuch in blauer (!) Farbe, hat in den vergangenen 50 Jahren deutlich an Festigkeit verloren. Alle vorgesehen Seiten sind mit Beitragsmarken gefüllt. Fast könnte man auf die Idee kommen, die SPD hat nicht damit gerechnet, Mitglieder über einen so langen Zeitraum zu behalten. Die Parteistatistik zeigt aber, dass das Rhader Beispiel überhaupt kein Einzelfall ist. Gut zu wissen.

Veröffentlicht am 21.02.2023

 

Ortsverein Die NORDLICHTER rücken näher zusammen

Als 1975 NRW, und somit auch Dorsten neu geordnet wurde, verloren u. a. Rhade, Lembeck und Wulfen ihre Selbständigkeit. Die Eingemeindung nach Dorsten war ein schwieriger Akt. Auch für die SPD. Um gegen die Mitgliederübermacht in Holsterhausen, Hervest und Altstadt zu bestehen, bildeten die nördlichen SPD-Ortsvereine eine lose Gruppe, in der Presse schnell NORDLICHTER genannt. Nun wird intensiv überlegt, aus der losen Zusammenarbeit, eine dauerhafte Organisationseinheit zu schmieden. Ein gemeinsames Kaffeetrinken am gestrigen Sonntag wurde zum gemeinsamen Meinungsaustausch genutzt. Über das Ergebnis in Kürze mehr.

Veröffentlicht am 20.02.2023

 

Allgemein Krieg, Erdbeben und Karneval - Geht das?

Wochenendgedanken aus Rhade

Während das diesjährige Motto des Karnevals in Düsseldorf, „Wir feiern das Leben“ lautet, haben amerikanische Wissenschaftler, in der Nachfolge von Robert Oppenheimer (Entwickler der Atombombe) und Albert Einstein, die sogenannte Weltuntergangs-Uhr neu gestellt. In ihre Rechnung fließen u. a. folgende Parameter ein: Anzahl Nuklearwaffen, Schmelzen der Gletscher, Kriege, Drohung mit Atom-Waffen, Energiekrise, Ausbreitung von Viren, Fluchtbewegungen, Treibhausemissionen Aussagen autoritärer Staatenlenker und vieles mehr. Danach rückt der „Weltuntergangs-Zeiger“ von 9 Minuten (1998) auf nunmehr 90 Sekunden bis ultimo vor. Ein beunruhigendes Szenario. Falsch wäre jetzt, in Depressionen zu verfallen. Falsch wäre, hoffnungslos in die Zukunft zu starren. Richtig ist, mit Kraft und Lebensmut, die Weltuntergangs-Uhr zurückzudrehen. Richtig ist, unseren Kindern und Enkelkindern Zuversicht zum Leben zu vermitteln. Dazu gehören auch Feiern und Ausgelassenheit. Nur so kann Kraft getankt werden, um den aktuell beunruhigenden Herausforderungen zu begegnen. Im Mainzer Karneval lautet das Motto dazu passend: „In Mainz steht Fastnacht voll und ganz - für Frieden, Freiheit, Toleranz.“

Nachsatz: Die Beschreibung der Weltuntergangs-Uhr wurde dem ZEIT-Bericht „Verehrte Damen und Herren, die Welt geht unter“, vom 2. Februar entnommen.

Veröffentlicht am 18.02.2023

 

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