Arbeit und Wirtschaft Endelner Feld: Eine E-Tankstelle entsteht in direkter Nachbarschaft zu Avia

Unübersehbar kündigt das Plakat am Bauzaun des Gewerbegebietes Endelner Feld an, dass bereits im Dezember 2022 eine E-Tankstelle mit 8 Ladeplätzen den Betrieb aufnehmen wird.

Veröffentlicht am 28.10.2022

 

Presse Ein Offener Brief an die Dorstener Zeitung - Kultur-Litfaßsäulen - Da war doch was!

Mit großem Interesse habe ich Ihren heutigen (26.10.) Bericht über „Kultur-Litfaßsäulen …“ gelesen. Ein Vorschlag, den ich voll und ganz unterstütze. In diesem Zusammenhang merke ich an, dass die Idee gar nicht neu ist. Seit Jahren lege ich den Dorstener Parteien, dem Kulturausschuss, der Verwaltung, der Presse, …, zuletzt im Oktober 2020, Anregungen unter dem Titel „Kultur für alle“ vor, um die städtische Kultur besonders für diejenigen zu öffnen, die (bisher) nicht erreicht werden. Und genau in diesem Thesenpapier ist bereits dieser Vorschlag, der jetzt von Frank Hesse im Rahmen der Stadtteilkonferenz „Wir machen Altstadt“, vorgestellt wurde, enthalten. Ich sende Ihnen den entsprechenden Textauszug aus meinem Diskussionspapier zur Information zu.

Hürden überwinden und Begeisterung für Kultur wecken

Marion Taube war es, die Dorsten und seiner Bevölkerung gezeigt hat was möglich ist, wenn der Begriff KULTUR FÜR ALLE zum Leben erweckt wird. Ihre Projekte Polder-Park und Stadtkrone sind Kulturleuchttürme gewesen. Im Mittelpunkt stand nicht das Konsumieren, sondern das Mitmachen. Nie wäre es einfacher gewesen, z. B. mit einem städtischen mobilen Pavillon vor Ort für das städtische Kultur- und Weiterbildungsprogramm zu werben. Mehrfach ist vorgeschlagen worden, z. B. eine sogenannte Kultur-Litfaßsäule auf einem Anhänger zu installieren und damit überall in der Stadt zu werben. Bei Veranstaltungen aller Art, auf Marktplätzen, vor Schulen, kurz – mobil und aktuell auf das aufmerksam machen, was sich in unserer Stadt und den Stadtteilen tut.   

 Gerne sende ich Ihnen und allen Interessenten das komplette Thesenpapier zur Information zu.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Hartwich, Rhade

dirk.hartwich@t-online.de

 

 

Veröffentlicht am 27.10.2022

 

Gesellschaft Irritierendes aus Ostdeutschland

Zweifel an der Demokratie

Wenn 61% der Ostdeutschen mit unseren demokratischen Strukturen unzufrieden sind, sie sogar als falsch ablehnen, dann stimmt etwas nicht. Carsten Schneider (SPD), Ostbeauftragter der Bundesregierung, nennt es ein Alarmsignal. Die ARD hat das Thema in einer beeindruckenden Dokumention aufgegriffen und mit „Hart aber fair“ begleitet. Es fällt schwer, sachlich zu bleiben, ruft man sich mehrere Wortbeiträge in der Dokumentation und der anschließenden Diskussion in Erinnerung. 32 Jahre nach der Wiedervereinigung wird in Teilen der neuen Bundesländer ein (Feind)Bild gepflegt, das mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt. Es gibt nach Ansicht vieler Historiker nur eine nachvollziehbare Erklärung für diese Haltung, diesen Trend. Nämlich, dass es seit 1945 keine offene Aufarbeitung in der DDR über die eigene Rolle im totalitären Nazisystem gegeben hat. Und keine weitere, nach 1989 über das undemokratische DDR-System. Dass, was sich besonders bei vielen Älteren dadurch im Denken festgesetzt hat, kann weder mit Geld, noch mit Aufklärung verändert werden. So der Eindruck beim Zusehen und Zuhören der guten ARD-Sendung. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, der die irritierenden Umfragedaten kommentierte, wirkte auch sehr nachdenklich, vielleicht sogar etwas ratlos.

Eine Rhader Einschätzung zur ostdeutschen Befindlichkeit

Veröffentlicht am 26.10.2022

 

Bildung & Forschung Gleiche Lebensverhältnisse und gleiche Bildungschancen im Ruhrgebiet? (Teil 1)

Ein Zeitungsartikel sorgt für Fassungslosigkeit

Nur 60 Kilometer liegen zwischen der Rhader Urbanusschule und der Nordmarkt-Grundschule in Dortmund. Wer hinter die Kulissen beider Schulen blickt, traut seinen Augen nicht. Während hier die Welt im Großen und Ganzen in Ordnung ist, regiert dort die blanke Not. „Im toten Winkel“ lautet der ZEIT-Artikel, der gnadenlos aufzeigt, dass Bildungschancengleichheit in großen Teilen NRWs immer noch ein Fremdwort ist. Werfen wir doch einfach mal einen Blick in die Nordmarktschule. Von 420 Kindern haben 416 einen Migrationshintergrund. 94% der Eltern leben von Hartz4. Der Förderverein wird ausschließlich vom Lehrpersonal finanziert. Keinen altersgemäßen Sprachschatz haben 93% der Kinder, so der letzte Sachstandtest. 400 von 420 Kindern lernen in der Schule Zähne zu putzen, nachdem der Schularzt die Defizite erkannt hat. Genug. Es reicht, um aufzuwachen und gesellschaftspolitisch gegenzusteuern. Slogans, wie Kinder sind unsere Zukunft, müssen endlich den Praxistest bestehen. Wir verwalten mehr den Mangel, als das Morgen zu gestalten. Egal, wer die Landesregierung stellt. Beispiel: NRW-Ausgaben pro Grundschüler - 6100 Euro, im Bundesschnitt 7100. Und dann das: Nach der Grundschule können Eltern zwischen sechs (!) weiterführenden Schulformen wählen. Weltweit einmalig, so das Autorenduo der ZEIT. An dieser Stelle wird die Defizitbeschreibung der NRW-Bildungspolitik vorerst beendet. Nicht aber, ohne jetzt die Politik einzubinden. Dieser Text wird zusammen mit dem ZEIT-Artikel an die Verantwortlichen im Land weitergeleitet. Zum Aufrütteln!

Eigener Text (wird fortgesetzt) auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Im toten Winkel“ von Anant Agarwala und Martin Spiewak. ZEIT-Nr. 43, 20.10.2022

Veröffentlicht am 25.10.2022

 

Veranstaltungen Theaterstück (modern): Die digitale Katastrophe der Grundsteuererfassung

Ein Drama in 7 Akten

  • Akt 1: Die bisherige Berechnung ist nicht gerecht, sagt das Gericht und fordert den Gesetzgeber zu Änderungen auf. Beifall im Publikum.
  • Akt 2: Eine Bundesregierung und 16 Bundesländer suchen jahrelang nach dem Königsweg, ohne ihn zu finden. Murren im Publikum.
  • Akt 3: In letzter Minute ein fauler Kompromiss. Das Ergebnis: Die Bundesländer marschieren bei der Umsetzung getrennt. Pfiffe im Publikum.
  • Akt 4: Zur gerechteren Neubewertung der Grundstücke sollen die betroffenen Eigentümer die Daten selbst digital, zentral und in kürzester Frist liefern, obwohl sie in unterschiedlichen staatlichen Behörden vorhanden sind. (Wie hätte sonst die bisherige Berechnung erfolgen können?) Lautes Kopfschütteln im Publikum.
  • Akt 5: Die vom Staat eingerichtete digitale Plattform ELSTER macht beim ersten Ansturm schlapp. Die gestellten Fragen irritieren die Mehrzahl der gutwilligen Bürger. Sie verlassen das Theater unter Buhrufen.
  • Akt 6: Die Regie verspricht, jetzt alles besser machen zu wollen und behält das Theaterstück trotz massiver Kritik auf dem Spielplan. Der Kartenvorverkauf der Theaterfreunde bricht massiv ein.
  • Akt 7: Die Regie lässt sich nicht beirren und spielt weiter ohne Publikum. Bevor sich der Vorhang endgültig schließt, betritt überraschend und nicht eingeplant, ein Narr die Bühne und hält den Machern der staatlichen digitalen Revolution den Spiegel des Versagens vor.

Eine Theaterkritik aus Rhade

Veröffentlicht am 24.10.2022

 

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