„Bitte entspannt zurücklehnen. Unsere gemeinsame Zeitreise unter dem Motto, Vorwärts, und nicht vergessen“, beginnt. So der launige Einstieg in eine ungewöhnliche Jubilarfeier der Rhader SPD, die der Vorsitzende Christoph Kopp eröffnete. Dankbar nahmen viele Mitglieder und Ehrengäste die Einladung an, um in geselliger Runde zu sehen und hören, wie die deutsche Sozialdemokratie in 159 Jahren, von 1863 bis heute, Geschichte geschrieben hat. 1/3 davon, nämlich genau 53 Jahre hat der Rhader Ortsverein daran mitgewirkt. Gespannt und gebannt verfolgte die große Teilnehmerrunde die Präsentation, die Jürgen Heinisch vorführte und Dirk Hartwich moderierte. Dass der erste SPD-Vorsitzende Ferdinand Lasalle bei einem Duell 39jährig sein Leben verlor, lag nicht am Streit um das richtige Parteiprogramm, sondern an einer innigen Liebschaft. Was zu Beginn für Schmunzeln sorgte, wurde im weiteren Verlauf von großer Nachdenklichkeit abgelöst. „Freiheit und Leben könnt ihr uns nehmen, die Ehre nicht“. Otto Wels hat 1933 mit diesen Worten den Nazis die Stirn geboten und das Ermächtigungsgesetz im Namen der SPD eindrucksvoll abgelehnt. Gänsehaut pur, als diese Originalfassung eingespielt wurde. Mit Willy Brandt erlebte die SPD 1972 einen wahren Höhepunkt. Mit 48,8% der Wählerstimmen stellte sie nicht nur den Kanzler, sondern auch den Friedensnobelpreisträger. Danach schmolzen zwar die Zustimmungswerte für die Partei, die sozialdemokratische Idee, mit den Werten, FREIHEIT, GERECHTIGKEIT UND SOLIDARITÄT, hat aber bis heute nichts an Aktualität verloren. So das Fazit am Ende der Rhader Zeitreise, die allen „Fahrgästen“ in Erinnerung bleiben wird. Der zweite Teil des Abends war der Jubilarehrung aller Mitglieder vorbehalten. Dazu morgen mehr.
Veröffentlicht am 29.08.2022
Wenn der Zweifel wächst - Wochenendgedanken aus Rhade
Wir sind ein reiches Land. Uns geht es gut. Wer hat, lebt auf der Sonnenseite des Lebens. Wer weniger hat, kommt trotzdem (noch) einigermaßen gut über die Runden. Wer nichts hat, wird gestützt. So funktioniert unser Staat. Unsere Wirtschaftsform trägt den Titel SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT. Über Steuern und Abgaben wird so reguliert, dass der Unternehmer investieren kann und dennoch verdient, der Arbeitnehmer seinen halbwegs gerechten Lohn erhält, und der Staat seine Aufgaben erfüllen kann. Kommt es zu unerwarteten Brüchen, springt die Allgemeinheit solidarisch ein, um eine gesellschaftspolitische Schieflage zu verhindern. Was gestern galt, wird heute auf eine harte Probe gestellt. Um unsere Freiheit zu verteidigen, die Abhängigkeit von autoritär geführten Staaten zu verringern und zusätzlich das Klima zu schützen, müssen wir unsere Energiepolitik neu aufstellen. Alternativlos! Die Kosten für diesen lebensnotwendigen Strukturwandel müssen wir alle tragen. Damit das gerecht zugeht, hat der Staat die alleinige Steuerungsgewalt. Das funktioniert aber momentan nicht. Einerseits schießen die Energie-Verbraucherpreise durch die Decke, andererseits sorgen sie für unerwartete Gewinnsprünge bei nicht wenigen Versorgern. Das ist ungerecht und keine Soziale Marktwirtschaft, wenn da nicht entschlossen eingegriffen wird. Eine ÜBERGEWINNSTEUER ist kein Teufelszeug. Sie auf Zeit anzuwenden, würde den entstandenen Zweifel am gerechten Funktionieren des Marktes die Grundlage entziehen. Unsere Ampelregierung steht vor einer schweren Bewährungsprobe.
Veröffentlicht am 27.08.2022
Jubilarehrung und gemütliches Beisammensein
Gasthaus Pierick - 17 Uhr
Großer Saal
Veröffentlicht am 26.08.2022
„Die Energiewende zwingt viele Haushalte in die Knie“ - was nun?
vielen Dank für die Fragen aus Rhade. Wir sind überzeugt: Die Zeit, die vor uns liegt, verlangt neue Antworten. Wir wollen ein neues Wir-Gefühl schaffen. Wir wollen für Veränderungen sorgen, die notwendig sind für eine moderne, erfolgreiche Wirtschaft, die Umwelt und Klima schont. Wir wollen unseren Sozialstaat fit für die Zukunft machen. Und wir wollen den Frieden und Europa stärken. Diese Antworten sind für uns eine Frage des Respekts – für 83 Millionen.
Wir haben zwei Entlastungspakete mit einem Umfang von über 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Mit diesen Maßnahmen schaffen wir eine konkrete Unterstützung für viele, die sich jetzt berechtigte Sorgen machen. Die Preissteigerungen treffen Alleinstehende und Familien mit mittleren und niedrigen Einkommen besonders hart.
Auch die Rentner*innen profitieren von einer Vielzahl der getroffenen Maßnahmen - gerade wenn sie nur geringe Renten beziehen. So erhalten Rentner*innen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, einen Einmalzuschlag von jetzt 200 Euro. Darüber hinaus sind 46 Prozent der Wohngeldbeziehenden Rentner*innen: Sie profitieren vom Heizkostenzuschuss in Höhe von 270 Euro.
Natürlich profitieren Rentner*innen aber auch von der Abschaffung der EEG-Umlage seit Juli, die den Strom verbilligt. Ebenso gelten für sie die Entlastungen bei der Mobilität: die dreimonatige Senkung der Energiesteuern auf Diesel und Benzin oder das 9 Euro-Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr.
Fortsetzung folgt - dann mit weiteren Entlastungsmaßnahmen der Regierung, die inzwischen auf den Weg gebracht wurden, bzw. werden.
Veröffentlicht am 25.08.2022
Rhader SPD trifft sich zur Jubilarfeier
Am Freitag, 26. August, werden viele Rhader Sozialdemokraten im Kreise Gleichgesinnter in gemütlicher Atmosphäre zusammensitzen, klönen und sich selbst feiern. Dazu haben sie auch allen Grund. Seit 53 Jahren bringen sie sich ehrenamtlich, kommunalpolitisch für Rhade, Dorsten und die Sozialdemokratie ein. Unter der Überschrift „Vorwärts, und nicht vergessen“, wird gemeinsam eine Zeitreise durch die Geschichte der SPD angetreten und an manche Episode des politischen Vereinslebens erinnert. Angesagt haben sich auch einige Gäste, die nicht nur die Jubilare ehren, sondern auch mit eigenen Erkenntnissen über die Rhader SPD für gute Unterhaltung sorgen wollen. Am Freitag, 26. August, wird ab 17 Uhr der große Saal im Gasthaus Pierick, natürlich entsprechend geschmückt, zum Treffpunkt der Rhader SPD und ihres Freundeskreises.
Veröffentlicht am 24.08.2022