Gesundheit Ferien, Urlaub, Erholung, Regeneration: Ein Muss auch für Politiker

Durchatmen und Kraft für kommende Herausforderungen tanken

Wir alle sehnen uns danach, einfach mal alle Fünfe gerade sein zu lassen und loszulassen. Loszulassen von der Disziplin, dem Ehrgeiz, dem Streben nach immer mehr. Wer das schafft, gewinnt mehr Lebensqualität. Die dramatisch steigende Zahl psychischer Erkrankungen beweist aber, dass nicht alle den Absprung in die lebensnotwendige Erholphase schaffen. Politiker sind besonders gefährdet. Sie stehen nicht nur ständig im Fokus der Öffentlichkeit, sie dürfen keine Schwäche zeigen, sie sollen rund um die Uhr präsent sein, gut aussehen und druckreif auf alle Fragen der Journalisten antworten. Eine Frage der Zeit, bis die Kraft, Konzentration und die Freude am Job nachlassen. Besser wäre, Spitzenpolitiker würden, so wie alle Schüler, Arbeitnehmer und Unternehmer, feste Auszeiten zur Regeneration einlegen. Wer nämlich in die Gesichter der dauerpräsenten Akteure blickt, erkennt schnell den ungeheuren Verantwortungsdruck, der auf ihnen lastet. Wer die Bilder von 16 Jahren Angela Merkel an sich vorüberziehen lässt, sieht die Veränderung und weiß, was gemeint ist. Gönnen wir also auch unseren Politikern eine Phase der Ruhe. Der so entstehende persönliche Mehrwert, kommt auch uns zugute.

Ein Rhader Urlaubsappell an alle Politiker, die glauben unersetzlich zu sein

 

Veröffentlicht am 29.06.2022

 

Kommunalpolitik Glasfaser-Restarbeiten - Wer hat den Hut auf, wer ist verantwortlich?

Eine bizarre Dorstener Diskussion seit Jahren

Das Glasfaser-Kabel ist eine technische Revolution. Es überträgt riesige digitale Daten in Rekordzeit in unsere Haushalte. Vorausgesetzt, der Nutzer hat einen Vertrag mit einem Anbieter dieser Technologie geschlossen, und die Stadt parallel ihr Einverständnis gegeben, die Kabelverlegung auf städtischem Grund und Boden durchführen zu lassen. Wir kennen die genauen Absprachen nicht, nehmen aber an, dass sie mit einem verbindlichen Vertrag abgesichert wurden. Inzwischen ist das Kabel fast überall verlegt, die Bautrupps abgezogen, die digitalen Daten fließen. Alles gut? Nach mehr als zwei Jahren stehen hier und da, wenn überhaupt, noch immer rot-weiße Baken, um vor Stolperfallen zu warnen. Ergebnisse nicht abgeschlossener Bauarbeiten. Alle Versuche von genervten Bürgern, die Verwaltung möge für zeitnahe Abhilfe sorgen, dürfen als gescheitert angesehen werden. Ein neuer Versuch eines Rhader Bürgers, nochmals direkt Deutsche Glasfaser aufzufordern, tätig zu werden, die Verwaltung ebenfalls einzubinden und das Versprechen eines wiedergewählten Landtagsabgeordneten, sich sofort zu kümmern, „einzuklagen“, scheinen zu versanden. Dennoch muss die Verwaltung dankbar sein, Bürgerhinweise dieser Art zu erhalten, um ihrer Verantwortung, städtische Werte zu erhalten, gerecht zu werden. Sie alleine hat den Hut auf. Sie hat der Kabelverlegung unter Auflagen zugestimmt. Sie hat den Passus eingefügt, dass nach dem Kabelverlegen, Wege und Straßen in ihren Ursprungszustand zurückversetzt werden müssen. Wer mit offenen Augen durch Rhade und andere Dorstener Stadtteile geht, kann städtische Wertverluste einfach nicht übersehen. Das hinzunehmen, ist verantwortungslos.

Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 28.06.2022

 

Gesellschaft Wohin gehst du SPD? - Oder, wo stehst du SPD?

Der Versuch einer Standortbestimmung aus Sicht der Basis

Rhade. Die SPD stellt den Bundeskanzler. Die SPD ist ganz oben. So die verkürzte Sicht, die dem Selbstbetrug sehr nahe kommt. Die SPD hat zwar die Bundestagswahl mit 25,7% gewonnen, auch im Saarland war sie erfolgreich. Dann aber die Ernüchterung in Schleswig-Holstein und NRW. Beide Bundesländer werden nun schwarz-grün regiert. Eine neue Allianz auf Dauer? Nicht unwahrscheinlich, aber nicht gut für unsere Gesellschaft, die nicht nur aus Konservativen und Gutverdienenden besteht. Da fehlt der breite soziale Ausgleich, für den die Sozialdemokratie steht. Und diese ist weder von gestern, noch als Partei ein Ladenhüter. Ein Blick auf die Wähler zeigt, wer schwarz und wer grün wählt. Auf dem platten Land und bei den Älteren sind die Christdemokraten eine Macht. Dagegen fühlen sich Städter und gut verdienende Junge momentan bei den Grünen gut aufgehoben. Diese Allianz wird aber nicht von Dauer sein. Wenn die SPD sich nach den Wahldebakeln gefangen hat und mit sympathischen Persönlichkeiten für eine faire Gesellschaft wirbt, die keinen ausgrenzt und versucht, alle am wirklichen Leben teilhaben zu lassen, dann ist das Licht am Horizont schon erkennbar.

Veröffentlicht am 27.06.2022

 

Bundespolitik Olaf Scholz führt mit Besonnenheit und Kompetenz

Wochenend-Gedanken aus Rhade

Fast 70% der Bundesbürger sind der Meinung, dass Olaf Scholz auf den von Putin losgetretenen Krieg gegen die Ukraine richtig handelt. Ganz anders unsere Journalisten, die mehrheitlich partout  den Bundeskanzler vor sich her treiben wollen. „Zu zögerlich“, ist nur ein Etikett, dass als Endlosschleife in vielen Berichten und Reportagen eingefügt wird. Und wenn dann noch „Kronzeugen“ wie Frau Strack-Zimmermann (FDP) und Anton Hofreiter (Grüne) auftreten, fühlt der Medienmensch sich glücklich, die eigene These bewiesen zu haben. Olaf Scholz springt aber nicht über diese Stöckchen, die ihm hingehalten werden. Er zeigt so Führungsstärke und Souveränität. Er ist Regierungschef einer Dreier-Koalition mit sehr eigenständigen, manchmal auch eigensinnigen Protagonisten. Gäbe es diesen schrecklichen Krieg vor unserer Haustür nicht, sähe die Welt im wahrsten Sinne des Wortes ganz anders aus. So steht täglich ganz oben auf der Tagesordnung KRISENBEWÄLTIGUNG. Und hierzu sind Kompetenz und Besonnenheit erforderlich. Eigenschaften, die Olaf Scholz (SPD) wie kaum ein anderer Politiker verkörpert. 70% der Bundesbürger bestätigen das in allen Umfragen.

Veröffentlicht am 25.06.2022

 

Stadtentwicklung Rhade/Lembeck: Dorfentwicklungsplanung muss ganzheitlich bewertet werden

Drogeriemarkt-Diskussion zeigt Defizite

Zur Zeit wird in Rhade und Lembeck heftig und kontrovers darüber diskutiert, wie die künftige Einkaufslandschaft vor Ort aussehen müsste, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Dass ein Drogeriemarkt dazugehört, wird von keiner Seite bezweifelt. Nur die Standortfrage ist umstritten. Sich widersprechende Gutachten liegen auf dem Tisch und erschweren eine Entscheidung beider Dörfer. Es sind aber nicht nur Aspekte wie Kaufkraftbindung und Sortimentserweiterung hier oder da, die diskutiert werden müssen. Dorfentwicklung muss immer auch die Auswirkungen auf andere Bereiche des Stadtteils und Quartiers im Blick behalten. Dass der bisher beklagte Durchgangs- und Binnenverkehr als zu schnell und zu massiv in allen Bürgerumfragen benannt wurde, scheint in der derzeitigen Drogeriemarkt-Diskussion keine Rolle zu spielen. Noch ist Zeit, diesen Aspekt aufzugreifen. Dorfentwicklung ist nämlich nur dann erfolgreich, wenn alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufeinander abgestimmt werden.

Ein Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 24.06.2022

 

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